Stille im Meeting mit Björn Michael

Stille als Methode: Silent Meetings und die Kraft der bewussten Pausen – Mehr Präsenz, Effizienz und Inklusion in deiner Arbeitswelt

TL;DR: Stille in Meetings ist kein Vakuum, sondern ein mächtiges Werkzeug für mehr Effizienz und tiefere Reflexion. Besonders Silent Meetings ermöglichen es Teams, schriftlich und fokussiert zu kommunizieren, was zu effektiveren Ergebnissen und umfassender Dokumentation führt. Es fördert Inklusion und schafft Raum für das „Einsinkenlassen“ von Informationen.

Worum geht es?

In einer Welt ständiger Beschallung und Aktivität wagen wir einen Blick auf die vergessene Kraft der Stille. Björn Michael, Online-Trainer und Coach, teilt seine Perspektive, wie Stille nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Kontext, insbesondere in Meetings und Workshops, als wertvolles Werkzeug eingesetzt werden kann. Es geht darum, Stille nicht als Leere, sondern als bewussten Raum für Präsenz, Reflexion und effektivere Kommunikation zu begreifen.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Meetings, Workshops, Retrospektiven, Coaching, Teamarbeit (z.B. gemeinsame stille Arbeit)
Zielgruppe / Größe Teams, Teilnehmende (nicht spezifisch definiert, aber Silent Meetings sind für Gruppen geeignet)
Dauer Nicht spezifiziert
Material Chat-Tool (für Silent Meetings)
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Erhöhte Effizienz: Silent Meetings sind extrem effektiv und ermöglichen schnellen Austausch, da die Kommunikation schriftlich erfolgt.
  • Tiefere Reflexion: Stille schafft Raum, um Gedanken zu beobachten, präsent zu sein und Informationen „einsinken“ zu lassen, anstatt ständig zu reagieren.
  • Umfassende Dokumentation: Durch die schriftliche Kommunikation in Silent Meetings entsteht automatisch ein detailliertes Protokoll des gesamten Austauschs.
  • Förderung der Inklusion: Variationen im Tempo und bewusste Pausen helfen, unterschiedliche Gehirnwellen und Arbeitsweisen zu berücksichtigen und so jeden abzuholen.
  • Wertschätzung: Die Bereitschaft, mit jemandem in Stille zu verweilen, ohne etwas zu wollen, kann als größte Form von Wertschätzung interpretiert werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Einleitung: Beginne das Meeting mit einer kurzen mündlichen Begrüßung (z.B. per Videosession), um ein „Hallo“ zu sagen und sich freundlich zu begrüßen.
  2. Stille Phase (Kern des Meetings): Wechsel danach in einen Modus, in dem die gesamte Kommunikation schriftlich, beispielsweise über einen Chat, abläuft.
  3. Reflexion & Beobachtung: Nutze diese Phase, um deine eigenen Gedanken zu beobachten, zu prüfen, ob du präsent bist, und den Raum für alle Teilnehmenden zu schaffen, ihre Beiträge zu formulieren.
  4. Abschluss: Kehrt am Ende des Meetings wieder zur mündlichen Unterhaltung zurück, um Ergebnisse zu besprechen oder offene Fragen zu klären.
  5. Proaktive Stille: Baue bewusst längere Pausen in Moderationen ein, zum Beispiel während einer Meditation oder in Sprechpausen.
  6. Gemeinsame stille Arbeit: Erwägt die Möglichkeit, gemeinsame Arbeitsphasen in Stille zu verbringen (z.B. in einem Teams Call, wo jeder für sich programmiert).

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Stille kann anbrüllen, insbesondere wenn Teilnehmende das Gefühl haben, dass sie etwas sagen müssen oder der Raum gefüllt werden möchte. Hier sind einige Tipps:

  • Stille genießen lernen: Ermutige dazu, Stille nicht als etwas „Ausgehaltenes“, sondern als etwas „Genießbares“ zu betrachten – ein Moment, in dem „die Farbe trocknen“ kann und Gedanken einsickern können.
  • Einladen statt zwingen: Lade Teilnehmende dazu ein, Stille auszuprobieren, aber zwinge sie nicht. Biete Alternativen an, wie z.B. das Hören von Musik, falls es jemandem schwerfällt, die Ruhe zu haben.
  • Bewusstsein schaffen: Mache bewusst, dass Stille per se weder positiv noch negativ ist, sondern unsere Empfindung sie so deutet. Erkläre den Wert der Stille für Reflexion und Präsenz.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Silent Meeting?

Ein Silent Meeting ist ein Meeting-Format, bei dem nach einer kurzen mündlichen Begrüßung die gesamte Kommunikation schriftlich, typischerweise in einem Chat, abläuft. Es ist darauf ausgelegt, maximale Effizienz und tiefe Reflexion zu fördern.

Welchen Nutzen hat Stille in Meetings?

Stille in Meetings führt zu erhöhter Effizienz, tieferer Reflexion, schafft eine automatische schriftliche Dokumentation und fördert die Inklusion, indem sie unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen berücksichtigt.

Wie gehe ich mit Unbehagen vor Stille um?

Es ist hilfreich, die Stille nicht als etwas zu sehen, das man aushalten muss, sondern als eine Gelegenheit zum Genießen und zur Reflexion. Moderierende können proaktiv dazu einladen, Stille zu erleben, ohne zu zwingen.

Warum ist Stille im Arbeitsumfeld wichtig?

In einer ständig beschallten Welt bietet Stille einen wichtigen Raum für mentale Pause, um Informationen zu verarbeiten, präsent zu sein und nicht nur zu reagieren. Sie ermöglicht es, bewusster Entscheidungen zu treffen und kreativer zu sein.

Der Kopf hinter dem Impuls

Björn Michael ist Online-Trainer, Coach und Vater. Seine Lebensphilosophie ist geprägt von der Vorstellung, als weiser Mann wertvolle Geschichten zu leben und zu erzählen. Diese Philosophie bringt er auch in seine Workshops und Moderationen ein, wobei die Stille eine zentrale Rolle spielt, um tiefe Reflexion und Werte zu vermitteln.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Stille im Meeting mit Björn Michael

Stell dir vor, es läuft ein Meeting und keiner sagt ein Wort – unangenehm? Warum absolute Stille euch voranbringen kann und wie du sie als Methode einsetzen kannst, verrät dir unser Gast Björn in dieser Folge!

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