Rollen sortieren, Fokus finden: Die Landkarte für klarere Prioritäten

Rollenlandkarte – Klarheit und Fokus für individuelle und Team-Rollen

TL;DR: Die Rollenlandkarte ist ein vielseitiges Visualisierungstool zur Reflexion der verschiedenen Hüte, die wir tragen. Sie hilft Einzelpersonen und Teams, sich ihrer Rollen bewusst zu werden, Energiegeber und Energieräuber zu identifizieren und mögliche Konflikte zwischen Rollen sichtbar zu machen, um bewusstere Entscheidungen und eine ausgewogenere Rollengestaltung zu ermöglichen.

Worum geht es?

In dieser Podcast-Folge widmen sich Florian und Jan einer Methode, die sich durch ihre hohe Wandlungsfähigkeit auszeichnet: die Rollenlandkarte. Ob zur persönlichen Selbstreflexion oder als wertvolles Instrument in der Teambegleitung – diese Methode ermöglicht es, die vielfältigen Rollen und Aufgaben, die wir im Alltag einnehmen, sichtbar zu machen und bewusster zu gestalten. Sie bietet Impulse, um zu erkennen, welche Rollen uns Energie schenken und welche uns fordern, und deckt auf, wo sich Hüte vielleicht sogar gegenseitig im Weg stehen.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Selbstreflexion, Einzelcoaching, Teambegleitung, Team-Kennenlernen, Doppelspitzen-Coaching
Zielgruppe / Größe Einzelpersonen, Teams
Dauer Nicht spezifiziert
Material Blatt Papier, Whiteboard, digitales Whiteboard, Flipchart, farbige Stifte
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Erhöht das individuelle Bewusstsein für die verschiedenen „Hüte“ und Rollen, die jedes Teammitglied trägt.
  • Hilft, Energiequellen und -verbraucher im Kontext der eigenen Rollen zu identifizieren.
  • Macht potenzielle Konflikte zwischen verschiedenen Rollen sichtbar und ermöglicht deren proaktive Bearbeitung.
  • Fördert die psychologische Sicherheit im Team durch den Austausch über persönliche Rollen und Herausforderungen.
  • Stärkt das gegenseitige Verständnis und die Transparenz über die vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Team.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Die Landkarte visualisieren: Nimm ein Blatt Papier, ein Whiteboard, ein digitales Whiteboard oder ein Flipchart. Platziere „Ich“ oder deinen Namen als Zentrum in der Mitte.
  2. Rollen identifizieren: Reflektiere, welche „Hüte“ oder Rollen du trägst (z.B. Kollege, Vater, Coach, Teammitglied, Spielkollege). Schreibe oder male diese Rollen in Kästchen oder Kreise rund um dein Zentrum.
  3. Anordnung und Intensität: Arrangiere die Rollen entsprechend ihrer Wichtigkeit und Intensität. Rollen, die sich intensiver anfühlen, platzierst du näher am Zentrum. Weniger intensive Rollen stehen weiter entfernt. Die Größe des Kreises kann die Bedeutung der Rolle visualisieren.
  4. Energie-Check: Nutze farbige Stifte, um zu markieren, welche Rollen dir Energie geben (z.B. Grün) und welche eher Energie saugen (z.B. Rot).
  5. Rollenkonflikte aufdecken: Gehe die Rollen durch und überlege, welche davon intern in Konflikt miteinander stehen könnten. (Beispiel: Die Rolle des viel arbeitenden Kollegen und die des guten Vaters.)
  6. Individuelle Reflexionsfragen:
    • Welche Rollen beanspruchen im Moment besonders viel Raum?
    • Welche Rollen kommen zu kurz oder sollten mehr Raum beanspruchen?
    • Bei welchen Rollen fühlst du dich eher passiv und möchtest sie bewusster gestalten oder verändern?
    • Gibt es Rollen, die du komplett von deiner Landkarte loswerden möchtest?
    • Wie viele Stunden pro Woche verbringst du realistisch mit welcher Rolle? (Vergleiche dies mit einem idealen oder gewünschten Stundenumfang.)
  7. Team-Anwendung (optional): Teilt eure Landkarten miteinander. Dies setzt eine gewisse psychologische Sicherheit voraus und stärkt diese gleichzeitig. Die Teammitglieder können ihre Landkarte vorstellen oder die anderen Teammitglieder interpretieren die gezeigten Landkarten, um sich besser kennenzulernen und die gegenseitigen Rollen besser zu verstehen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Für eine erfolgreiche Moderation ist es entscheidend, eine Atmosphäre des Vertrauens und der psychologischen Sicherheit zu schaffen, insbesondere wenn die Landkarten im Team geteilt werden sollen. Als Coach kann man die Reflexion durch gezielte Fragen vertiefen, etwa indem man die realistische Zeitverteilung auf die Rollen hinterfragt, um Diskrepanzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit aufzuzeigen. Ermutige die Teilnehmenden auch, über Rollen nachzudenken, die sie gerne abgeben oder die ihnen überhaupt nicht passen. Ein weiterer wertvoller Ansatz, insbesondere bei Doppelspitzen oder Führungskräften, ist die Betrachtung, ob Erwartungen in verschiedenen Rollen gleichzeitig erfüllt werden müssen, was zu einer Überlastung führen kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die Rollenlandkarte?

Die Rollenlandkarte ist eine Methode zur Visualisierung und Reflexion der verschiedenen „Hüte“ oder Rollen, die eine Person im privaten und beruflichen Kontext trägt, um sich deren bewusst zu werden und ihre Wechselwirkungen zu verstehen.

Für wen ist die Rollenlandkarte geeignet?

Sie ist sowohl für Einzelpersonen zur Selbstreflexion und im Einzelcoaching als auch für Teams geeignet, um sich besser kennenzulernen, Rollenverteilungen zu verstehen und die Zusammenarbeit zu verbessern. Auch für Doppelspitzen kann sie ein wertvolles Tool sein.

Wie visualisiere ich Rollenkonflikte auf der Landkarte?

Nachdem die Rollen auf der Landkarte platziert sind, kann man beispielsweise mit einem dritten Stift oder einer anderen Farbe Linien oder Symbole einzeichnen, die Rollen miteinander verbinden, die im Konflikt zueinander stehen oder deren Anforderungen sich widersprechen.

Welchen konkreten Nutzen hat die Rollenlandkarte für Teams?

Im Teamkontext fördert die Rollenlandkarte das gegenseitige Verständnis für die individuellen Belastungen und Prioritäten der Teammitglieder. Sie hilft, unausgesprochene Erwartungen und potenzielle Konflikte aufgrund unterschiedlicher Rollen in den Arbeitsalltag zu bringen und gemeinsam Lösungen zu finden, was die psychologische Sicherheit stärkt.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Rollen sortieren, Fokus finden: Die Landkarte für klarere Prioritäten

Wie viele Hüte trägst du eigentlich – und passen sie dir noch? Florian und Jan stellen die Rollenlandkarte vor, ein vielseitiges Tool zur Selbst- und Teamreflexion. Erfahre, wie du Rollen visualisierst, Energiegeber von Energieräubern trennst und versteckte Konflikte sichtbar machst.

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