Mein neuer alter Job – mit Agile Coach Manfred Meyer

Agile Coaching Remote: Herausforderungen & Lösungen in der digitalen Arbeitswelt – Mit adaptiven Methoden zum Erfolg

TL;DR: Remote Agile Coaching erfordert die Anpassung traditioneller Methoden an digitale Formate. Manfred Meyer teilt seine Erfahrungen, wie er Workshops zerteilt, digitale Tools wie Microsoft Teams und Miro einsetzt und durch proaktiven Smalltalk sowie virtuelle Kaffeeküchen die Teamstimmung auch aus der Ferne wahrnimmt. Der Fokus liegt auf Flexibilität, effektiver Tool-Nutzung und dem Erkennen subtiler Hinweise.

Worum geht es?

Die Coronakrise hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Florian und Jan sprechen mit Agile Coach Manfred Meyer von der Community Agile at Concern darüber, wie sich sein Job als Agile Coach durch die Umstellung auf Remote-Arbeit verändert hat. Er berichtet von den Herausforderungen, aber auch von den Vorteilen und neuen Lösungsansätzen, um Agilität im Konzern auch aus der Ferne erfolgreich zu leben.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Begleitung von agilen Teams und Bereichen (ca. 25 Kollegen), Durchführung von Workshops, Retrospektiven, Dailies in Remote-Umgebungen.
Zielgruppe / Größe Agile Teams und Bereiche (ca. 25 Kollegen), Agile Coaches, Moderatoren.
Dauer Workshops werden von einem ganzen Tag in kleinere Einheiten aufgeteilt (z.B. 1 Stunde Fokusarbeit, 2 Stunden Pause/individuelle Arbeit, 1 Stunde Diskussion). Dailies: nicht spezifiziert. Smalltalk: Kurz (Minuten).
Material Microsoft Teams (Kommunikation, Meetings, virtuelle Kaffeeküche), Miro (Visualisierung von Boards), Excel (zum Verteilen von Links für Kleingruppenräume), ggf. Zoom (für Breakout-Rooms).
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert, erfordert aber hohe Konzentration und Anpassungsfähigkeit.

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Durch die Aufteilung von Workshops in kleinere Einheiten können sich Teilnehmende besser konzentrieren und Informationen nachhaltiger verarbeiten.
  • Asynchrone Arbeitsphasen zwischen Workshop-Blöcken ermöglichen eine tiefere Durchdringung von Themen und die Formulierung besserer Antworten.
  • Gezielter Smalltalk und die Nutzung einer virtuellen Kaffeeküche verbessern die Wahrnehmung der Teamstimmung und fördern den informellen Austausch, der remote sonst verloren geht.
  • Proaktives Ansprechen aller Teilnehmenden in Meetings erhöht die Sichtbarkeit und Präsenz jedes Einzelnen, was das Erkennen von Emotionen erleichtert.
  • Teams lernen den effektiven Umgang mit digitalen Tools zur Unterstützung ihrer Zusammenarbeit und zur Moderation von Gruppenarbeiten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Workshops aufteilen: Zerlegen Sie ganztägige Workshops in kleinere, konzentrierte Zeiteinheiten (z.B. 1 Stunde Input/Diskussion), gefolgt von längeren Pausen (z.B. 2 Stunden), die für andere Aufgaben oder asynchrone Bearbeitung genutzt werden können.
  2. Smalltalk nach Dailies integrieren: Nehmen Sie sich nach den täglichen Dailies bewusst Zeit für kurzen Smalltalk mit einzelnen Kollegen, um deren Stimmung und nicht-verbal kommunizierte Themen zu erspüren.
  3. Virtuelle Kaffeeküche einrichten: Erstellen Sie einen digitalen Raum (z.B. in Microsoft Teams), der als „virtuelle Kaffeeküche“ dient. So können Kollegen informell eintreten und spontan ins Gespräch kommen.
  4. Proaktive Ansprache in Meetings: Sprechen Sie in Remote-Meetings regelmäßig alle Teilnehmenden direkt an, besonders jene, die länger nicht gesprochen haben. Dies bringt sie wieder in den sichtbaren Bereich und ermöglicht das Wahrnehmen von Reaktionen.
  5. Tools für Kleingruppen nutzen: Für Kleingruppenarbeiten in größeren Workshops können Sie entweder spezialisierte Tools mit Breakout-Rooms (z.B. Zoom) verwenden oder in Microsoft Teams mehrere separate Besprechungslinks in einer Excel-Liste bereitstellen, auf die die Teilnehmenden klicken können.
  6. Fokus auf wenige Tools: Wählen Sie eine überschaubare Anzahl an Tools (z.B. Microsoft Teams für Kommunikation, Miro für Visualisierung) und lernen Sie diese intensiv kennen, anstatt ständig neue auszuprobieren.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Die größte Herausforderung im Remote-Agile-Coaching ist das Erspüren der Stimmung und der nonverbalen Kommunikation im Team. Da Mimik und Emotionen im digitalen Raum oft nur eingeschränkt wahrnehmbar sind, muss der Coach eine hohe Konzentration aufwenden. Der Tipp, alle Personen in Meetings immer wieder anzusprechen, hilft dabei, die Präsenz zu erhöhen und subtile Reaktionen zu erfassen. Zudem erfordert die Umstellung von Workshops auf Remote-Formate eine neue Strukturierung, da die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmenden über längere Zeiträume hinweg im virtuellen Raum tendenziell abnimmt. Eine bewusste Entscheidung für wenige, gut beherrschte Tools hilft, technische Komplexität zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie hat sich die Wahrnehmung der Teamstimmung im Remote-Umfeld verändert?

Die Wahrnehmung der Teamstimmung ist im Remote-Umfeld schwieriger geworden, da Mimik, Gestik und emotionale Reaktionen weniger offensichtlich sind. Um dies auszugleichen, setzt Manfred auf proaktiven Smalltalk nach Dailies, eine virtuelle Kaffeeküche und das gezielte Ansprechen von Teammitgliedern in Meetings.

Wie werden Workshops remote effektiv gestaltet?

Workshops werden in kleinere, fokussierte Zeiteinheiten aufgeteilt, unterbrochen von Pausen, die auch für asynchrone Aufgaben genutzt werden können. Dies fördert die Konzentration und ermöglicht eine tiefere Auseinandersetzung mit den Inhalten. Digitale Boards wie Miro unterstützen die Visualisierung und Kollaboration.

Welche Tools werden für Remote Agile Coaching empfohlen?

Für die Kommunikation und Online-Meetings wird Microsoft Teams (Office 365) genutzt. Für die Visualisierung und kollaborative Boards kommt Miro zum Einsatz. Für Breakout-Rooms können Excel-Listen mit Meeting-Links in Teams oder spezialisierte Tools wie Zoom (sofern verfügbar) verwendet werden.

Was war die größte Herausforderung bei der Umstellung auf Remote-Arbeit?

Die größte Herausforderung war die Anpassung der Workshop-Formate, insbesondere die Umwandlung eines ganztägigen Workshops in ein effektives Remote-Format, sowie die Auswahl und Beherrschung der richtigen digitalen Tools, um Gruppenarbeiten und Interaktionen sinnvoll zu simulieren.

Der Kopf hinter dem Impuls

Manfred ist die Person hinter der Community „Agile at Concern“, einer Plattform, auf der sich viele Menschen mit agilem Arbeiten im Konzernumfeld beschäftigen. Er versteht sich selbst als jemand, der für agiles Arbeiten in einem Konzern steht, und bringt als erfahrener Agile Coach wertvolle Einblicke in die Anpassung an remote Arbeitsbedingungen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Mein neuer alter Job – mit Agile Coach Manfred Meyer

Wie hat die Coronakrise unsere Arbeit verändert? Plötzlich haben wir einen vollkommen anderen Arbeitsalltag und sehen uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Heute berichtet Agile Coach Manfred Meyer, wie die Krise seinen Alltag umgekrempelt hat. Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

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