Jede Menge verrückte Ideen mit Inga Eiling

Crazy Aids (Die Verrückte Acht) – Kreativitätsexplosion in Rekordzeit

TL;DR: Crazy Aids, auch bekannt als Die Verrückte Acht, ist eine innovative Brainstorming-Methode, bei der Teilnehmende in kürzester Zeit acht verschiedene Lösungsskizzen zu einem Problem anfertigen. Sie fördert visuelles Denken, durchbricht Routine und liefert überraschend viele und diverse Lösungsansätze.

Worum geht es?

Herzlich willkommen zum Methoden-Montag! In dieser Episode stellen Florian und Jan zusammen mit ihrer Gästin Inga Eiling die Methode „Crazy Aids“ vor. Diese Technik zielt darauf ab, in möglichst kurzer Zeit eine Vielzahl von Ideen zu sammeln und dabei die Kreativität und das visuelle Denken der Teilnehmenden anzuregen. Ideal für alle, die über den Tellerrand blicken und herkömmliche Brainstorming-Formate aufbrechen möchten.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Workshops, Meetings, Retrospektiven, Brainstorming, Design Sprints
Zielgruppe / Größe Eine Gruppe von Menschen
Dauer 8 Minuten für die Ideenfindung (1 Minute pro Skizze), zzgl. Vorbereitung und Diskussion
Material DIN A4-Blatt, Kuli/Stift (Remote: zusätzlich Kamera, virtuelles Board wie Miro)
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Kreativitäts-Turbo: Generiert in extrem kurzer Zeit eine hohe Anzahl an diversen und oft überraschenden Lösungsansätzen, die über erste Offensichtlichkeiten hinausgehen.
  • Visuelles Denken: Fördert den Bruch mit reiner Textproduktion und aktiviert eine andere Verbindung vom Kopf zur Idee durch Zeichnen, was zu tieferen Einsichten führen kann.
  • Denkblockaden überwinden: Die zeitliche Limitierung und der Fokus auf Skizzen helfen, Perfektionismus abzulegen und erste Ideen zu hinterfragen oder weiterzuentwickeln.
  • Vertrauensbildung: Die Präsentation eigener Skizzen kann zu einem vertrauensschaffenden Effekt im Team führen und verborgene Talente zum Vorschein bringen.
  • Abwechslung & Engagement: Bietet eine willkommene Abwechslung zu gängigen Remote-Methoden und fördert die aktive Teilnahme durch den Wechsel zu Stift und Papier.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Problem definieren: Klären Sie ein konkretes Problem, eine Fragestellung oder ein Ziel, für das Ideen gesammelt werden sollen.
  2. Material bereitlegen: Jede teilnehmende Person benötigt ein DIN A4-Blatt und einen Stift (Kuli, Bleistift etc.).
  3. Blatt falten: Die Teilnehmenden falten ihr DIN A4-Blatt so oft, dass acht gleichgroße Kästchen entstehen.
  4. Skizzen anfertigen: Für jedes der acht Kästchen haben die Teilnehmenden genau eine Minute Zeit, einen Lösungsansatz als Skizze oder Zeichnung darzustellen. Es geht nicht um künstlerische Perfektion, sondern um die schnelle Visualisierung der Idee.
  5. Ideen teilen (Remote): Nach den 8 Minuten fotografieren die Teilnehmenden ihre gefüllten Blätter und laden die Bilder auf ein gemeinsames virtuelles Board (z.B. Miro) hoch, sodass alle Skizzen sichtbar sind.
  6. Ideen teilen (Vor Ort): Vor Ort können die Blätter an einer Flipchart oder Metaplanwand aufgehängt werden, um sie allen sichtbar zu machen.
  7. Vorstellung & Diskussion: Die Teilnehmenden stellen ihre gezeichneten Lösungsansätze vor und erklären diese. Optional kann das Team auch zuerst interpretieren, bevor der Zeichner seine Idee erläutert, um weitere kreative Impulse zu erhalten.
  8. Auswertung: Diskutieren und vergleichen Sie die gesammelten Ideen, um die vielversprechendsten Ansätze herauszufiltern.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Anfangs kann es zu Skepsis kommen, insbesondere wegen der knappen Zeitvorgabe von nur einer Minute pro Skizze oder der ungewohnten Aufforderung, „Zettel und Stift“ zu verwenden. Beruhigen Sie die Teilnehmenden und betonen Sie, dass es nicht um künstlerische Qualität geht, sondern um die Menge und Vielfalt der Ideen. Ermutigen Sie zum „Flow“-Erlebnis beim Zeichnen, das oft zu überraschenden und unkonventionellen Lösungsansätzen führt. Erklären Sie, dass der Name „Crazy Aids“ schon impliziert, über den Tellerrand zu blicken und alle Grenzen im Kopf zu lockern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum nur eine Minute pro Zeichnung?

Die knappe Zeitvorgabe soll dazu anregen, schnell und intuitiv zu denken, ohne zu viel zu grübeln. Dies fördert einen „Flow“-Zustand und führt oft zu überraschenden und vielfältigen Ideen, die in längeren Brainstorming-Phasen vielleicht nicht entstanden wären.

Bauen die acht Ideen aufeinander auf oder sind sie unabhängig?

Die Ideen können sowohl aufeinander aufbauen als auch völlig unabhängig voneinander sein. Es ist den Teilnehmenden selbst überlassen. Oft entwickelt sich eine erste Idee weiter, oder man hinterfragt sie und versucht, sie in der kurzen Zeit anders zu gestalten.

Wie funktioniert Crazy Aids in einem Remote-Setting?

In Remote-Teams nutzen die Teilnehmenden ebenfalls Zettel und Stift. Nachdem die acht Skizzen fertiggestellt sind, fotografieren sie ihre Blätter und laden die Bilder auf ein gemeinsames virtuelles Board (z.B. Miro) hoch. So können alle Ideen gesammelt und gemeinsam diskutiert werden.

Muss ich gut zeichnen können, um teilzunehmen?

Nein, überhaupt nicht! Es geht bei Crazy Aids nicht um künstlerisches Talent, sondern um die schnelle Visualisierung von Gedanken und Ideen. Oft zeigt gerade die Offenheit, „schlechte“ Bilder zu malen, eine vertrauensvolle Teamatmosphäre und führt zu authentischen Ansätzen.

Der Kopf hinter dem Impuls

Inga Eiling ist seit mehreren Jahren Scrum Masterin bei RTL und blickt auf eine lange Erfahrung in der agilen Welt zurück. Sie hat uns diese kreative Methode für schnelles Brainstorming mitgebracht.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Jede Menge verrückte Ideen mit Inga Eiling

Wie kommen wir auf kreative Ideen? Unsere heutige Gästin Inga hat uns eine Methode mitgebracht, die einfach umzusetzen ist – und bei der die Ideen der Brainstorming-Teilnehmenden nur so sprudeln!

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

🎧 Hier geht es direkt zur Episode

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert