Jan und Florian machen eine Retrospektive zum Podcast

Starfish Retrospektive – Kontinuierliche Verbesserung im Team leben

TL;DR: Die Starfish Retrospektive ist ein beliebtes Format zur Teamentwicklung, bei dem fünf Dimensionen (Start, Stop, Keep, Less, More) genutzt werden, um Feedback strukturiert zu sammeln. Sie hilft Teams, ihre Zusammenarbeit kontinuierlich zu verbessern, indem sie klare Maßnahmen für die Zukunft ableiten und gleichzeitig Bewährtes beibehalten.

Worum geht es?

Nach 101 Folgen Methoden Montag ist es für Florian und Jan an der Zeit, innezuhalten und den eigenen Podcast einer kritischen Retrospektive zu unterziehen. In dieser Episode nehmen sie die Hörer mit auf eine gemeinsame Reflexionsreise, um zu erörtern, wie es mit dem Methoden Montag nach den ersten 100 Folgen weitergehen soll. Dabei nutzen sie die bewährte Starfish-Methode, um Stärken zu bewahren, Schwächen zu beheben und neue Potenziale zu entdecken.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, Produkten und Zusammenarbeit; Retrospektiven
Zielgruppe / Größe Teams, die häufig Retrospektiven durchführen
Dauer Kurze Stillarbeitsphasen von z.B. 3 Minuten; Gesamtdauer der Retrospektive nicht spezifiziert
Material Post-its, Board/Flipchart, Stifte
Schwierigkeitsgrad Fortgeschritten (für Teams mit Retro-Erfahrung)

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Ermöglicht eine strukturierte und umfassende Reflexion der Vergangenheit und Ableitung konkreter Maßnahmen für die Zukunft.
  • Fördert das Bewusstsein für Bereiche, die gestärkt, beibehalten oder reduziert werden sollen, um die Effektivität zu steigern.
  • Identifiziert Möglichkeiten für neue Formate oder Denkansätze, wie die Einführung einer „Meta-Ebene“ oder längerer Gesprächsformate.
  • Reduziert Stress und erhöht die Planbarkeit durch vorausschauende Maßnahmen wie die Vorproduktion von Inhalten.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Eisbrecher/Eröffnungsfrage: Starten Sie mit einer kreativen Frage, die zum Nachdenken anregt und eine entspannte Atmosphäre schafft (z.B. „Wenn unser Podcast ein Film wäre, welchen Titel hätte er?“).
  2. Einführung der Starfish-Methode: Erklären Sie die fünf Dimensionen: „Start“ (Was wollen wir anfangen?), „Stop“ (Was wollen wir beenden?), „Keep“ (Was wollen wir beibehalten?), „Less“ (Was wollen wir weniger machen?), „More“ (Was wollen wir mehr machen?).
  3. Individuelle Stillarbeitsphase: Geben Sie den Teilnehmenden eine definierte Zeit (z.B. 3 Minuten), um ihre Gedanken zu jeder Kategorie auf Post-its zu notieren.
  4. Vorstellen der Post-its: Lassen Sie jede Person ihre Beiträge präsentieren und am Board anbringen.
  5. „Clear the Board“ (Maßnahmenfindung): Gehen Sie die gesammelten Punkte durch und identifizieren Sie konkrete, umsetzbare Maßnahmen. Wenn ein Vorschlag einstimmig angenommen wird, wird er sofort in die Tat umgesetzt. Ziel ist es, möglichst viele Punkte in konkrete Aufgaben zu überführen.
  6. Abschlussfrage: Beenden Sie die Retrospektive mit einer reflektierenden Frage (z.B. „Was ist deine größte Erkenntnis aus den letzten [Zeitraum]?“), um die wichtigsten Learnings zu festigen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein häufiger Stolperstein ist der Konflikt zwischen widersprüchlichen Zielen, wie dem Wunsch, „snackable“ (kurz und prägnant) zu bleiben, aber gleichzeitig „mehr Zeit mit Gästen“ zu verbringen und „Meta-Ebenen“ zu beleuchten. Hier hilft es, die Annahme zu hinterfragen, ob alles in ein einziges Format passen muss. Eine Lösung kann die Einführung eines zusätzlichen Formats sein, das Raum für längere, tiefere Gespräche bietet, während das ursprüngliche Format seine Kernstärken beibehält.

Um „Aufnahmestress“ zu vermeiden, kann ein proaktiver Ansatz hilfreich sein: Versuchen Sie, immer eine Folge im Voraus zu produzieren. Dies schafft Pufferzeiten und reduziert den Druck, kurzfristig Inhalte liefern zu müssen. Auch die flexible Entscheidung, wann Gäste eingeladen werden – „immer dann, wenn wir wollen und wenn es uns beiden weiterbringt“ – hilft, den Akquise-Druck zu mindern und authentische Gespräche zu fördern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die Starfish Retrospektive?

Die Starfish Retrospektive ist eine agile Methode zur kontinuierlichen Verbesserung, die Teams dabei unterstützt, ihre Arbeit und Zusammenarbeit anhand der fünf Kategorien Start, Stop, Keep, Less und More zu reflektieren und daraus Maßnahmen abzuleiten.

Für welche Teams eignet sich die Starfish-Methode besonders?

Sie eignet sich besonders für Teams, die bereits regelmäßig Retrospektiven durchführen und eine vertiefte, facettenreiche Reflexion wünschen, um ihre Prozesse und Ergebnisse stetig zu optimieren.

Wie gehen wir mit widersprüchlichen Wünschen um (z.B. kurz vs. ausführlich)?

Wenn Wünsche wie „snackable“ und „mehr Zeit mit Gästen“ in Konflikt stehen, kann die Einführung eines neuen, ergänzenden Formats eine Lösung sein. So können beide Bedürfnisse bedient werden, ohne das bestehende Format zu überladen oder zu verwässern.

Warum ist Hörerfeedback für einen Podcast wichtig?

Hörerfeedback ist essenziell für die kontinuierliche Weiterentwicklung. Es liefert direkte Einblicke in Wünsche und Erwartungen, hilft, die Tonqualität zu verbessern, und gibt Anregungen für zukünftige Themen oder Gastbeiträge, die den Hörerinnen und Hörern echten Mehrwert bieten.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Jan und Florian machen eine Retrospektive zum Podcast

100 Folgen Podcast – Zeit, einmal zurückzuschauen. Jan und Florian leben vor, was sie predigen – und ihr könnt dabei zuhören. Diese Folge ist eine Retrospektive zum Methoden Montag.

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