Ein spannender Seestern mit Sven Wolter

Starfish Retrospektive – Effizientes Feedback für agile Teams

TL;DR: Die Starfish Retrospektive ist eine einfache, aber effektive Methode, um schnell und strukturiert Feedback in Teams zu sammeln. Durch die fünf Kategorien „Starten, Stoppen, Mehr, Weniger, So Lassen“ ermöglicht sie eine umfassende Betrachtung von Verhaltensweisen und fördert sowohl lösungsorientiertes Denken als auch eine positive Diskussionskultur.

Worum geht es?

Die Starfish Retrospektive ist eine vielseitige und leicht zugängliche Methode, die sich hervorragend für Workshops, Meetings und besonders für Retrospektiven eignet. Benannt nach ihrer grafischen Darstellung, einem Seestern mit fünf Armen, hilft sie Teams dabei, schnell ins Arbeiten zu kommen und sowohl positive als auch negative Verhaltensweisen zu identifizieren, zu diskutieren und daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten. Sie bietet einen strukturierten Rahmen, um Reflexion und kontinuierliche Verbesserung in agilen Kontexten zu fördern.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Retrospektiven, Workshops, Meetings
Zielgruppe / Größe Teams
Dauer Nicht spezifiziert
Material Flipchart (oder ähnliche Fläche für grafische Darstellung), Kärtchen (Post-its)
Schwierigkeitsgrad Leicht (jeder versteht die Methode)

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Teams kommen sehr zügig ins Arbeiten und formulieren schnell Feedback.
  • Fördert eine freundliche und offene Gesprächskultur, da auch positive Aspekte benannt werden können (Felder „Mehr“ und „So Lassen“).
  • Ermöglicht es, die Lösungsorientierung und die allgemeine Stimmung des Teams direkt abzulesen.
  • Bietet viel Freiraum zur Sammlung unterschiedlichster Themen.
  • Gibt Anlass für Diskussionen und gemeinsame Klärung der Punkte.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Vorbereitung: Zeichnen Sie einen großen Seestern (oder einen Kreis, der in fünf „Kuchenstücke“ unterteilt ist) auf ein Flipchart oder eine andere geeignete Fläche.
  2. Felder beschriften: Beschriften Sie die fünf Abschnitte mit den Kategorien: „Starten“ (Was sollen wir neu beginnen?), „Stoppen“ (Womit sollten wir aufhören?), „Mehr“ (Wovon wollen wir mehr tun?), „Weniger“ (Wovon wollen wir weniger tun?), und „So Lassen“ (Was funktioniert gut und soll beibehalten werden?).
  3. Gedanken sammeln: Bitten Sie jedes Teammitglied, sich kurz Gedanken zu den fünf Bereichen zu machen. Jeder schreibt seine Beobachtungen, Ideen oder Feedbackpunkte auf einzelne Kärtchen.
  4. Kärtchen anbringen: Jedes Teammitglied klebt seine Kärtchen auf das entsprechende Feld des Seesterns, je nachdem, welche Verhaltensweise oder welches Thema dort am besten passt. Dies bezieht sich auf Beobachtungen seit der letzten Retrospektive oder in der jüngsten Vergangenheit.
  5. Diskussion und Klärung: Gehen Sie die gesammelten Punkte gemeinsam im Team durch. Klären Sie Fragen, diskutieren Sie die Themen und geben Sie dem Team die Möglichkeit, Kärtchen bei Bedarf umzuhängen, wenn sich durch die Diskussion eine andere Zuordnung ergibt.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein besonderer Tipp für die Moderation ist, die Felder „Mehr“ und „So Lassen“ aktiv zu nutzen, um eine positive Atmosphäre zu schaffen. Dies erleichtert es Teams, die von Natur aus sehr freundlich miteinander umgehen, auch kritische Punkte in „Stoppen“ oder „Starten“ zu benennen. Achten Sie darauf, wie die Punkte zwischen den Feldern „Stoppen“ und „Starten“ oder „Mehr“ und „Weniger“ in Verbindung stehen können, um die Lösungsorientierung des Teams zu erkennen. Ermutigen Sie die Teammitglieder auch dazu, während der Diskussionsrunde kritisch zu hinterfragen, ob ein Punkt wirklich im richtigen Feld hängt, da dies zu wertvollen Gesprächen führen kann.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der größte Vorteil der Starfish Retrospektive?

Die Methode erlaubt es Teams, sehr schnell und zügig ins Arbeiten zu kommen und strukturiert Feedback zu sammeln. Sie ist einfach zu verstehen und bietet gleichzeitig viel Freiraum, um alle möglichen Themen zu adressieren.

Wie hilft die Starfish Methode bei der Teamdynamik?

Man kann direkt ablesen, wie lösungsorientiert ein Team ist und in welcher Stimmung es sich gerade befindet. Die Methode schafft zudem einen Rahmen, in dem sowohl positive als auch negative Aspekte konstruktiv besprochen werden können.

Kann man mit Starfish auch positive Aspekte sammeln?

Ja, unbedingt! Die Felder „Mehr“ und „So Lassen“ sind explizit dafür vorgesehen, positive Rückmeldungen zu geben, gute Praktiken zu identifizieren und hervorzuheben, was bereits gut funktioniert und beibehalten werden soll.

Was passiert nach dem Sammeln der Punkte auf den Kärtchen?

Nachdem alle Kärtchen angebracht wurden, folgt eine gemeinsame Runde im Team. Hier werden die Punkte besprochen, diskutiert und bei Bedarf können Kärtchen auch umgehängt werden, wenn sich durch die Unterhaltung eine bessere Kategorie ergibt.

Der Kopf hinter dem Impuls

Sven Wolter ist einer der neuen agilen Coaches bei Grunau und Jahr. Er teilt seine praktischen Erfahrungen und Einblicke in agile Methoden, um Teams effektiv zu unterstützen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Ein spannender Seestern mit Sven Wolter

Ab geht’s unter Wasser: In der heutigen Folge stellt uns Agile Coach Sven einen Seestern vor, der in euren Meetings wichtige Erkenntnisse an die Wasseroberfläche transportieren kann. Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

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