Wir bauen ein Haus mit unserem Team

Die Teamhaus-Methode – Workshops und Retrospektiven spielerisch gestalten

TL;DR: Die Teamhaus-Methode nutzt die Metapher eines Hauses, um Teams spielerisch zur Reflexion anzuregen. Sie hilft, aktuelle Arbeitsweisen zu beleuchten, Herausforderungen zu identifizieren und Potenziale für die Zusammenarbeit zu entdecken, wodurch Workshops und Offsites lebendiger werden.

Worum geht es?

Stell dir vor, dein Team ist ein Haus – mit Fundament, Keller, Wohnzimmer, Küche und sogar einem Spielzimmer. Die Teamhaus-Methode verwandelt Workshops, Meetings und Retrospektiven in ein spielerisches Einrichtungsprojekt, bei dem Teams gemeinsam ihr „Zuhause“ erkunden, aufräumen und neu gestalten. Dieser Ansatz nutzt die vertraute Metapher eines Hauses, um komplexe Teamdynamiken greifbar und diskutierbar zu machen und so neue Impulse für eine wirksame Teambegleitung zu geben.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Workshops, Meetings, Retrospektiven, Team-Offsites
Zielgruppe / Größe Teams (Nicht spezifiziert)
Dauer Nicht spezifiziert
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert spielerisches und kreatives Denken im Team.
  • Ermöglicht ein tiefes Kennenlernen der Teammitglieder durch persönliche Assoziationen.
  • Identifiziert Stärken (Ingredienzen), Potenziale (Einrichtung) und Herausforderungen (Schmuddelecken, undichtes Dach) in der Zusammenarbeit.
  • Schafft eine nachvollziehbare Storyline und unvergessliche Momente für Offsites, die über das reine Post-it-Kleben hinausgehen.
  • Stärkt die Identifikation und das Zusammengehörigkeitsgefühl durch die Metapher der „Heimat“.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Fundament & Keller erkunden:
    • Fragen Sie das Team: „Was ist unser Fundament, auf dem unser Teamhaus steht?“
    • Fragen Sie weiter: „Haben wir eher einen Hobbykeller oder einen Kartoffelkeller? Was ist da unten so los?“
    • Thematisieren Sie mögliche Altlasten: „Was sind die Kartons, die wir schon seit Jahren im Keller liegen haben und uns überhaupt nicht mehr ansehen? Gibt es vielleicht sogar „Leichen im Keller“?“
  2. Das Wohnzimmer gestalten:
    • Diskutieren Sie: „Wenn unser Team ein Wohnzimmer oder ein Möbelstück wäre, was wäre es dann? Die kuschelige Couch oder der harte Holztisch?“
  3. Das Feierabendritual kennenlernen:
    • Zum Kennenlernen der Teammitglieder: „Wenn ihr nach Hause kommt, in euer Haus, was wäre euer Feierabendritual?“
  4. In der Team-Küche kochen und aufräumen:
    • Fragen Sie nach Beiträgen: „Welche Rezepte oder Ingredienzen bringe ich denn mit, wenn wir hier unser Teamessen kochen? Also welche guten Teile bringe ich mit in das Team hinein, wenn wir unsere Teamsuppe kochen?“
    • Identifizieren Sie Überflüssiges: „Was liegt überflüssig rum und nimmt nur Platz weg?“
    • Sprechen Sie über Konfliktthemen: „Was ist der schmutzige Geschirrteller auf dem Geschirrspüler – das Thema, über das wir uns unnötigerweise immer wieder zoffen?“
  5. Die privaten Räume und das Arbeitszimmer erkunden:
    • Fragen Sie nach Verbindendem: „Was sind die Teammomente, die uns verbinden und in denen es richtig kuschelig wird in der Zusammenarbeit? (z.B. Frühstücksrituale, gemeinsames Mittagessen, abendliche Treffen)“
    • Reflektieren Sie Wohlbefinden: „Woran erkenne ich, dass ich mich hier wohlfühle?“
  6. Das Spielzimmer einrichten:
    • Diskutieren Sie spielerische Aspekte: „Was sind die Spielsachen unseres Teams? Wie würden wir ein Spielzimmer einrichten, um das Kind in uns, die Neugier und Kreativität zu erwecken?“
    • Regen Sie fantasievolles Denken an: „Wie würde unsere Lakenburg oder Kuschelburg aussehen?“
  7. Das Dach inspizieren:
    • Reflektieren Sie externe Einflüsse: „Wo ist unser Dach undicht und wo regnet es eigentlich schon ein, um das Team so ein bisschen über das System drumherum auszufragen?“
  8. Den Grundriss überdenken:
    • Stellen Sie die Frage: „Wollen wir nicht eigentlich irgendetwas an unserem Grundriss umbauen?“
  9. Das Haus visualisieren:
    • Lassen Sie das Team das Haus zeichnen und fragen Sie: „Welcher Raum nimmt jetzt wie viel Platz ein?“
  10. Die Feierlichkeiten planen:
    • Schließen Sie den Workshop oder das Offsite festlich ab, z.B. mit einem „Richtfest“ oder indem das Haus nachher in Lego nachgebaut wird, um die Ergebnisse greifbar und erinnerungswürdig zu machen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Die Haus-Metapher ist ein starkes Bild, das dabei helfen kann, ein Team-Offsite oder einen längeren Termin zu durchstrukturieren. Nutzen Sie die kleine Storyline des Hausbaus, um die Teilnehmenden zu motivieren und einen Moment zu schaffen, an den sich alle gerne zurückerinnern. Die hohe Identifikation mit dem Thema „Haus“ (und damit „Heimat“) macht es Teams leicht, sich einzubringen und persönliche Assoziationen zu teilen. Ermutigen Sie die Teams, die Metapher auch nach dem Workshop weiterzuleben, indem sie beispielsweise kleine „Häuschen“ in ihren Räumen bauen oder die „Grundrisse“ visualisieren, um die gemeinsam erarbeiteten Erkenntnisse präsent zu halten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die Teamhaus-Metapher?

Die Teamhaus-Metapher ist eine agile Methode, die ein Team als ein Haus visualisiert. Die verschiedenen Räume und Bereiche des Hauses (Fundament, Keller, Küche, Wohnzimmer, Dach etc.) dienen als Ansatzpunkte für Fragen zur Zusammenarbeit, Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenzialen des Teams.

Welche Probleme löst die Teamhaus-Methode?

Die Methode hilft, die Kommunikation im Team zu verbessern, ungelöste Konflikte (

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