Wie bist du Agile Coach geworden, Eric Sönitz?

Wie wird man Agile Coach? – Einblicke in den Werdegang von Erik Sönitz

TL;DR: Erik Sönitz teilt seine persönliche Reise vom Projektleiter zum Agile Coach. Er betont die Bedeutung von Neugier, einem passenden Umfeld und der Konzentration auf Zusammenarbeit und den Menschen, um wirksam als Agile Coach zu agieren.

Worum geht es?

In dieser Sonderfolge des Methoden-Montags widmen sich Florian und Jan der häufig gestellten Frage: Wie wird man eigentlich Agile Coach? Sie sprechen mit Erik Sönitz, der seine spannende Entwicklung vom klassischen Projektmanager zum Agile Coach bei Tchibo teilt und dabei wertvolle Einblicke in die Transformation und die Kernaspekte der Rolle gibt.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Karriereentwicklung, Persönliche Transformation im agilen Umfeld
Zielgruppe / Größe Angehende Agile Coaches, Projektleiter, Führungskräfte, die eine agile Rolle anstreben
Dauer Nicht spezifiziert (Podcast: <10 Minuten)
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Verständnis für die Entstehung und Entwicklung der Rolle des Agile Coaches.
  • Einblicke in die Beweggründe und Herausforderungen bei der Umstellung auf agile Arbeitsweisen.
  • Erkenntnisse, wie ein Umfeld geschaffen werden kann, in dem agile Rollen wirksam werden.
  • Praktische Tipps für Personen, die eine Karriere als Agile Coach anstreben.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Starte aus dem klassischen Umfeld: Viele Agile Coaches kommen aus traditionellen Rollen wie dem Projektmanagement, wo sie bereits Prozesse und Organisation kennenlernen.
  2. Entwickle Neugier für Veränderung: Sei offen für neue Arbeitsweisen und hinterfrage bestehende Prozesse, besonders wenn diese ineffizient erscheinen (z.B. Wasserfall in der Softwareentwicklung).
  3. Sammle erste agile Erfahrungen: Arbeite mit agilen Teams oder in agilen Projekten zusammen, um ein Gefühl für die Unterschiede und Vorteile zu bekommen.
  4. Erkenne den Mehrwert agiler Zusammenarbeit: Achte darauf, wie sich die Art der Zusammenarbeit, der Fokus auf Teammitglieder und die schnelle Wertlieferung von klassischen Methoden unterscheiden.
  5. Triff eine Rollenentscheidung: Entscheide, ob dich die prozessuale Begleitung (z.B. Scrum Master, Agile Coach) oder die inhaltliche Begleitung (z.B. Product Owner) mehr reizt. Erik wählte die Prozessschiene, um ein Umfeld für gute Arbeit zu schaffen.
  6. Absolviere eine Ausbildung: Eine gezielte Ausbildung hilft, methodisches Wissen zu erlangen und die eigene Rolle zu reflektieren.
  7. Suche ein unterstützendes Umfeld: Finde eine Organisation, die Agile Coaching ernsthaft wünscht und in der du wirksam werden kannst.
  8. Bringt die richtigen Eigenschaften mit: Kultiviere Neugier, Offenheit für Neues und eine hohe Frustresistenz.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Erik betont die Notwendigkeit einer hohen Frustresistenz im Agile Coaching. Der Weg ist nicht immer linear, und es braucht Geduld, um Veränderungen herbeizuführen und Probleme anzugehen. Ein weiterer Tipp ist, sich die Zeit zu nehmen, die Perspektive der Menschen im Change zu verstehen und zu bewerten, wo sie emotional stehen, anstatt nur methodisch vorzugehen. Beobachten, Reflektieren und das Geben von gezielten Impulsen durch Gespräche sind zentrale Fähigkeiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was unterscheidet agiles Arbeiten am stärksten von klassischen Methoden?

Erik hebt hervor, dass der Fokus auf die Art und Weise der Zusammenarbeit, die Konzentration auf den einzelnen Mitarbeiter und das Team sowie die flexible Neubewertung und schnelle Lieferung wertvoller Dinge die größten Unterschiede darstellen, im Gegensatz zur langfristigen, starren Planung klassischer Methoden.

Wie erklärt Erik Sönitz seine Rolle als Agile Coach?

Er beschreibt seine Rolle als vielschichtig: Er beobachtet, nimmt wahr, was in Teams geschieht, spiegelt dies zurück und setzt Impulse. Es geht viel um Vorbereitung, Reflexion und vor allem darum, „die ganze Zeit mit den Leuten zu reden“, um ein Umfeld für wirksame Arbeit zu schaffen.

Welche Eigenschaften sind entscheidend, um Agile Coach zu werden?

Laut Erik sind ein Umfeld, in dem Agile Coaching ernsthaft gewünscht wird, eine hohe Neugier für Veränderungen und eine ausgeprägte Frustresistenz essenziell für angehende Agile Coaches.

Hat der Wechsel in die Rolle des Agile Coaches Erik persönlich verändert?

Ja, definitiv. Erik berichtet, dass er heute anders denkt, methodisches Wissen und Strukturen viel stärker nutzt und die Fähigkeit zur Reflexion für ihn eine viel größere Bedeutung gewonnen hat. Die Ausbildung half ihm auch als junge Führungskraft, Klarheit und Antworten zu finden.

Der Kopf hinter dem Impuls

Erik Sönitz ist seit 2017 als Agile Coach tätig, nachdem er zuvor viel im Projektleitungsmanagement unterwegs war. Er arbeitet aktuell in einem kleinen Team von Agile Mastern und Scrum Mastern, betreut diese und ist dafür zuständig, den Agile-Coaching-Gedanken voranzubringen und ein Umfeld für deren Wirksamkeit zu schaffen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Wie bist du Agile Coach geworden, Eric Sönitz?

Eine der Fragen, die Jan und Florian am häufigsten gestellt werden, lautet: "Wie seid ihr Agile Coaches geworden?" – im Advent geben sie diese Frage weiter an andere Coaches. Zum Auftakt beantwortet Eric Sönitz von Tchibo die Frage.

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