Was denken die anderen Team-Mitglieder?

Was denkt mein Nebenmann / mein anderes Teammitglied? – Empathie & Perspektivwechsel im Team fördern

TL;DR: Die Methode „Was denkt mein Nebenmann?“ (oder Teammitglied) fördert Empathie und Perspektivwechsel, indem Teammitglieder die Perspektive eines Kollegen einnehmen sollen. Sie eignet sich hervorragend für Remote-Meetings, um Nähe zu schaffen und potenzielle Stolpersteine sowie Erfolge aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

Worum geht es?

In Zeiten von Remote-Arbeit ist es wichtiger denn je, den Kontakt zu den Teamkollegen aufrechtzuerhalten und ein Gefühl für deren Perspektiven zu entwickeln. Die Methode „Was denkt mein Nebenmann?“ – oder in der Remote-Adaption „Was denkt das andere Teammitglied?“ – ist ein charmantes Instrument, um genau das zu erreichen. Sie zwingt uns, einmal die eigene Brille abzulegen und zu überlegen, wie eine Situation, eine Iteration oder die letzten Wochen von einem anderen Standpunkt aus erlebt wurden. Ursprünglich für analoge Treffen konzipiert, lässt sie sich wunderbar in die neue Normalität der Remote-Meetings übertragen und hilft, Nähe im Team zu schaffen.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Remote-Meetings, analoge Meetings, Check-In in Team-Jour-Fixen
Zielgruppe / Größe Erfahrenere Teams
Dauer Nicht spezifiziert (leicht und schnell umsetzbar, z.B. als Check-In)
Material Nicht spezifiziert (Standard-Meeting-Tools ausreichend)
Schwierigkeitsgrad Für erfahrenere Teams empfohlen

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert Empathie und Perspektivwechsel: Teammitglieder werden angehalten, sich aktiv in die Lage anderer zu versetzen.
  • Schafft Nähe in Remote-Teams: Hilft, das Gefühl der Distanz zu überwinden und ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln.
  • Deckt verborgene Themen auf: Ermöglicht es, Probleme oder Erfolge aus einem ungewohnten Blickwinkel zu beleuchten und so neue Erkenntnisse zu gewinnen.
  • Einfach und flexibel anwendbar: Lässt sich ohne großen Aufwand in bestehende Meeting-Formate integrieren, z.B. als kurzer Check-In.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Einführung: Der Moderator erklärt die Methode und ihren Zweck, nämlich das Hineinversetzen in die Perspektive eines Kollegen.
  2. Paarbildung: Der Moderator wählt zwei Teammitglieder aus, idealerweise aus der Teilnehmerliste des Videochats (z.B. zwei übereinanderstehende Namen).
  3. Perspektivwechsel: Das erste ausgewählte Teammitglied (z.B. Melanie) wird gebeten, zu formulieren, wie das andere Teammitglied (z.B. Peter) die letzten Wochen erlebt hat, welche Probleme oder Stolpersteine es gesehen haben könnte oder wie es die letzte Iteration empfunden hat.
  4. Reaktion (optional): Das zweite Teammitglied kann auf die Einschätzung reagieren, muss dies aber nicht zwingend tun.
  5. Optional: Vorbereitung: Für Teams, die bereit sind, Konflikte offenzulegen, kann der Moderator alle Teammitglieder vorab bitten, kurz schriftlich festzuhalten, wie sie sich in den letzten Wochen gefühlt haben. Dies kann genutzt werden, um nach dem Perspektivwechsel zu vergleichen und tiefere Einblicke zu gewinnen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Diese Methode ist besonders wirkungsvoll für erfahrenere Teams. Es ist entscheidend, dass der Moderator ein sicheres Umfeld schafft und die Situation halten kann, insbesondere wenn Konflikte oder abweichende Meinungen aufgedeckt werden. Ein potenzieller Stolperstein ist der „Rückzug“ in allgemeine Zustimmung („Ja, ja, ich sehe es genauso wie du“). Um dies zu vermeiden, kann die optionale Vorbereitung, bei der jeder seine Gefühle notiert, helfen, klarere Konflikte aufzudecken und eine tiefere Auseinandersetzung zu ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Hauptnutzen der Methode „Was denkt mein Nebenmann?“?

Der Hauptnutzen liegt darin, Empathie und Verständnis im Team zu fördern, indem die Mitglieder aktiv die Perspektive ihrer Kollegen einnehmen. Dies hilft, die Kommunikation zu verbessern und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl, besonders in Remote-Teams, zu entwickeln.

Ist die Methode nur für Remote-Meetings geeignet?

Nein, die Methode wurde ursprünglich für analoge Meetings entwickelt. Sie lässt sich aber dank ihrer Anpassungsfähigkeit und der Übersichtlichkeit von Teilnehmerlisten in Videochats besonders gut auf Remote-Meetings übertragen.

Muss das Teammitglied, dessen Perspektive eingenommen wird, auf die Einschätzung reagieren?

Nein, es kann darauf antworten, muss aber nicht zwingend. Dies gibt Raum für Reflexion, ohne Druck zu erzeugen, sich sofort rechtfertigen oder äußern zu müssen.

Für welche Teams ist die Methode am besten geeignet?

Die Methode ist vor allem für erfahrenere Teams empfehlenswert. Diese Teams sind in der Regel bereits geübt im Umgang mit offener Kommunikation und konstruktivem Feedback, was für die Wirksamkeit der Methode von Vorteil ist.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Was denken die anderen Team-Mitglieder?

Heute wollen wir uns mal in unsere Teamkolleginnen und -Kollegen hineinversetzen. Was denken die anderen? Dieser Frage kommen wir mit der heutigen Methode auf die Spur, die du sofort und ohne große Vorbereitung anwenden kannst.

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