Vertrauen aufbauen mit Jana Galling

Vertrauen in Teams aufbauen – Authentische Moderation für starke Bindungen

TL;DR: Vertrauen ist das Fundament erfolgreicher Teamarbeit. Dieser Artikel beleuchtet, wie Coaches und Moderatoren durch eine authentische Haltung und gezielte Interaktion – jenseits starrer Methoden – nachhaltig Vertrauen in Teams aufbauen. Der Kern liegt im Verständnis der Gruppendynamik und der Fähigkeit, sich flexibel anzupassen, um echten Kontakt zu ermöglichen.

Worum geht es?

In dieser Podcast-Folge teilen Florian und Jan mit ihrer Gästin Jana Galling wertvolle Einsichten zum Aufbau von Vertrauen in Teams. Jana, eine erfahrene Coachin für Einzel- und Gruppen- sowie Teamcoachings, beleuchtet ein oft unterbeleuchtetes Feld: Wie kann man in Teams Vertrauen herstellen, besonders in einem zunehmend Remote-Umfeld? Es geht darum, nicht nur Methoden zu kennen, sondern eine Atmosphäre zu schaffen, die echten Austausch und Verständnis fördert.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Workshops, Meetings, Retrospektiven, Teamentwicklung
Zielgruppe / Größe Teams, Gruppen
Dauer Nicht spezifiziert (kontinuierlicher Prozess)
Material Nicht spezifiziert (optional: Persönlichkeitsinventare)
Schwierigkeitsgrad Komplex, erfordert Feingefühl und Flexibilität

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert wahrhaftigen Kontakt und offenen Austausch zwischen Teammitgliedern.
  • Ermöglicht den Aufbau von Vertrauen durch eine authentische und unterstützende Haltung der Moderation.
  • Hilft, festgefahrene Kommunikationsmuster zu erkennen und zu durchbrechen.
  • Unterstützt ein flexibles Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und die aktuelle Dynamik der Gruppe.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Das Feld erkunden: Bilde erste Annahmen über die Interaktion im Team und die vorherrschende Dynamik, bevor du Methoden anwendest.
  2. Raum für Kontakt schaffen: Gib dem Team Zeit und Raum, um in wahrhaftigen Kontakt und Austausch zu treten. Achte darauf, das Team nicht mit zu viel persönlicher Offenheit zu überfordern.
  3. Haltung klären: Gehe mit der Haltung in die Gruppe, hilfreich sein zu wollen, ohne ein vorgefertigtes Ziel zu verfolgen, wohin sich das Team entwickeln muss. Sei offen für den tatsächlichen Weg des Teams.
  4. In Resonanz gehen: Stelle deine Wahrnehmungsfühler auf Empfang, um die Stimmung und Muster in der Gruppe wahrzunehmen.
  5. Muster durchbrechen: Wenn du festgefahrene Muster oder mangelnden Kontakt wahrnimmst, versuche, diese durch eine gezielte Frage zu durchbrechen, z.B. „Was hindert dich daran, gerade voll und ganz präsent zu sein?“, „Was ist dir gerade wichtig in diesem Moment?“ oder „Wie erlebst du gerade dieses Gespräch?“.
  6. Strukturierte Selbsterkenntnis nutzen: Setze gegebenenfalls Persönlichkeitsinventare wie DISC, MBTI oder das Riemann-Thomann-Kreuz ein, um einen strukturierten Austausch über unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsweisen zu fördern und so Verständnis zu schaffen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein zentraler Tipp ist, dass eine Methode untrennbar mit der Person verbunden ist, die sie durchführt. Es ist entscheidend, sich mit der gewählten Methode wohlzufühlen und sie authentisch umzusetzen, anstatt jemanden zu kopieren. Vermeide es, ein Team zu überfordern, indem du zu schnell tiefgehende oder persönliche Fragen stellst, besonders wenn das Vertrauen noch nicht ausreichend aufgebaut ist. Manchmal ist ein strukturierter Ansatz hilfreich, manchmal ist flexible Anpassung an die Gruppendynamik wichtiger. Wichtig ist, sich selbst die Erlaubnis zu geben, Methoden auf eine für dich stimmige und authentische Art und Weise zu gestalten und auch mal spielerisch etwas Neues auszuprobieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie baue ich Vertrauen als Moderator schnell auf?

Vertrauen entsteht nicht linear oder schnell, sondern durch eine authentische und hilfreiche Haltung des Moderators sowie das Schaffen von Raum für echten Kontakt. Es ist ein komplexer Prozess, der Zeit braucht und nicht überfordert werden sollte.

Was mache ich, wenn ein Teammitglied unaufmerksam wirkt?

Anstatt die Person direkt anzusprechen, kann man eine aktivierende Frage an die Runde stellen, wie „Was hindert dich daran, gerade voll und ganz präsent zu sein?“ oder „Was ist dir gerade wichtig in diesem Moment?“. Auch „Wie erlebst du gerade dieses Gespräch?“ ist eine wirksame Frage, um die Meta-Ebene zu öffnen.

Sollte ich immer starre Methoden anwenden?

Nein, es ist wichtig, sich mit einer Methode wohlzufühlen und sie an die eigene Persönlichkeit anzupassen. Eine Methode ist untrennbar mit der Person verbunden, die sie durchführt. Authentizität und situationsbedingte Flexibilität sind entscheidend, da starre Rahmen manche Moderatoren eher einengen.

Welche Tools können beim Vertrauensaufbau helfen?

Persönlichkeitsinventare wie DISC, MBTI oder das Riemann-Thomann-Kreuz können genutzt werden, um strukturiert über Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Team zu sprechen und so Verständnis und Vertrauen zu fördern.

Der Kopf hinter dem Impuls

Jana Galling ist Coachin für Einzelcoaching, Gruppencoaching und Teamcoaching. Sie begleitet Teams dabei, wie sie miteinander noch besser in Tritt kommen und Vertrauen sowie eine effektive Zusammenarbeit aufbauen können.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Vertrauen aufbauen mit Jana Galling

Vertrauen im Team ist die Grundlage für gelungene Zusammenarbeit. Mit welchen Methoden kann ich das Wachstum von Vertrauen unterstützen? Das haben wir unsere Hörerin Jana gefragt – und spannende Antworten bekommen.

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