Peergroup-Coaching – Wissen teilen & Perspektiven wechseln
TL;DR: Peergroup-Coaching ist eine interaktive Methode, bei der 4-6 Personen sich gegenseitig zu aktuellen Problemen coachen, indem sie gezielt Fragen stellen. Es fördert Selbsterkenntnis und neue Lösungswege, ohne direkte Ratschläge zu geben.
Worum geht es?
In dieser besonderen Folge des Methodenmontags stellen Christof und Maria eine effektive Methode vor, um Lernen und Wissen aktiv in die Organisation zu bringen: das Peergroup-Coaching. Statt passiver Wissensvermittlung wird hier auf interaktiven Austausch und die Kraft gezielter Fragen gesetzt, um individuelle Probleme zu beleuchten und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Eine praktische Demonstration zeigt, wie die Methode funktioniert und warum sie so wirksam ist.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
| Einsatzgebiet | Wissensaustausch, Problemlösung, Perspektivwechsel, persönliche Weiterentwicklung |
| Zielgruppe / Größe | Gruppe mit ähnlichen Themen oder aus einem ähnlichen Bereich; am besten 4 bis 6 Personen |
| Dauer | Nicht spezifiziert |
| Material | Nicht spezifiziert |
| Schwierigkeitsgrad | Nicht spezifiziert |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Durch das Beantworten gezielter Fragen wird das eigene Problem klarer und neue Lösungswege werden sichtbar.
- Es ermöglicht einen Perspektivwechsel und eine tiefere Betrachtung des Themas.
- Teilnehmer erkennen, dass sie mit ihren Herausforderungen nicht allein sind und hören die eigenen Gedanken sich ausformulieren.
- Alle Beteiligten schulen ihre Fähigkeiten im Zuhören, Fragenstellen und dem Aushalten anderer Perspektiven.
- Fördert interaktives und gemeinschaftliches Lernen im Team.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Gruppe zusammenstellen: Bilden Sie eine Gruppe von idealerweise 4 bis 6 Personen, die ähnliche Themen oder Herausforderungen haben und aus einem ähnlichen Bereich kommen.
- Thema definieren: Eine Person wählt ein aktuelles Problem oder ein Thema, das ihr „auf den Nägeln brennt“.
- Thema vorstellen: Die Person präsentiert ihr gewähltes Thema kurz und prägnant der Gruppe.
- Zuhören und Fragen stellen: Die restlichen Teilnehmer hören aufmerksam zu. Ihre Aufgabe ist es ausschließlich, offene Fragen zu stellen, die dem Fragesteller helfen, sein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Es werden bewusst keine Ratschläge oder Tipps gegeben.
- Reflektieren und Lösungen finden: Durch das Beantworten der Fragen und das Formulieren der eigenen Gedanken wird dem Fragesteller sein Problem klarer, und er kann selbstständig einen Weg zur Lösung erarbeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist die Gruppengröße auf 4-6 Personen beschränkt?
Eine kleinere Gruppe stellt sicher, dass jeder Teilnehmer ausreichend Zeit hat, sein Thema vorzustellen und die Fragen der anderen ausführlich zu beantworten, ohne dass die gesamte Session zu lange wird.
Warum dürfen die Teilnehmer keine Tipps oder Ratschläge geben?
Tipps und Ratschläge können das eigentliche Problem überdecken oder vom Fragesteller missverstanden werden. Ziel ist es, durch gezielte Fragen dem Fragesteller zu ermöglichen, selbst Klarheit zu finden und eigene Lösungen zu entwickeln, anstatt externe Lösungen übergestülpt zu bekommen.
Was ist der Hauptnutzen des Peergroup-Coachings?
Der Hauptnutzen liegt in der Selbstreflexion und dem Perspektivwechsel, der durch die Fragen der Peers angestoßen wird. Der Fragesteller hört seine eigenen Gedanken, betrachtet das Problem anders und entwickelt so eigenverantwortlich eine klarere Lösung. Zudem lernen alle Beteiligten effektives Zuhören und Fragenstellen.
Der Kopf hinter dem Impuls
Dieser Methodenmontag wurde im Rahmen eines „Takeovers“ von Christof und Maria gestaltet. Beide sind Auszubildende in der Ausbildung zu Team- und Transformationsbegleitern und haben das Peergroup-Coaching als praktische Übung vorgestellt.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Peergroup Coaching mit Christof Schwadke & Maria Weller (Takeover 3)
Diese Woche ist alles anders: Jan und Florian übergeben das Mikro an ihre Auszubildenden. Christof und Maria stellen das Peergroup Coaching vor – nicht theoretisch, sondern direkt im Tun. Eine Folge über Lernen durch Fragen, Perspektivwechsel und warum „einfach mal machen“ oft der beste Startpunkt ist.