Nächster Halt: Klarheit im Team

Bahnhofstafel Methode – Gemeinsam den Team-Status erfassen

TL;DR: Die Bahnhofstafel-Methode nutzt eine Zug-Analogie, um den aktuellen Status und die Herausforderungen eines Teams spielerisch zu reflektieren. Sie ermöglicht eine offene Diskussion über Verspätungen, Ziele und unvorhergesehene Hindernisse, um ein gemeinsames Verständnis der Teamlage zu entwickeln.

Worum geht es?

Manchmal fällt es leichter, über Probleme und den Status quo zu sprechen, wenn man eine Metapher verwendet. Die Bahnhofstafel-Methode greift hier die bekannte Metapher des Teams als Fahrzeug auf und erweitert sie um das Bild einer Zugfahrt mit Zwischenhalten und Verspätungen. Sie ist ein simpler, aber effektiver Ansatz, um in die Diskussion einzusteigen und gemeinsam als Team den aktuellen Stand zu beleuchten.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Status quo feststellen, Diskussion anstoßen, Teambetrachtung, Retrospektiven
Zielgruppe / Größe Teams (jedes Teammitglied)
Dauer Nicht spezifiziert
Material Drei Felder (Name des Zugs, Verspätung, Bemerkungen), Optional: Felder für Ziel/Zwischenhalte, Geteiltes/eigenes Dokument (remote), Fragebogen
Schwierigkeitsgrad Simpel

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in die Diskussion über den aktuellen Team-Status.
  • Ermöglicht es, den Status quo gemeinsam und abstrakt zu betrachten, was die Problembenennung erleichtern kann.
  • Fördert das Erkennen unterschiedlicher Wahrnehmungen innerhalb des Teams bezüglich Pünktlichkeit, Zielen oder Zwischenhalten.
  • Schafft Raum für kreative Analogien und das Identifizieren externer Faktoren, die das Team beeinflussen (z.B. Management als „Baum auf den Schienen“).

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Jedes Teammitglied erhält drei Felder, die es ausfüllen soll.
  2. Die Felder umfassen: „Wie heißt unser Zug (das Team)?“, „Wie viel Verspätung hat unser Zug?“ und „Bemerkungen“.
  3. Optional können die Felder um „Was ist das Ziel?“ oder „Was sind Zwischenhalte?“ erweitert werden.
  4. Für remote Teams können die Angaben in einem geteilten oder für jedes Teammitglied in einem eigenen Dokument eingetragen werden. Alternativ kann ein Fragebogen genutzt werden.
  5. Anschließend werden die ausgefüllten „Bahnhofstafeln“ gemeinsam besprochen, um unterschiedliche Wahrnehmungen und Erkenntnisse zu teilen und zu diskutieren.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Die Methode erleichtert es, Probleme und Stolpersteine des Teams zu betrachten, indem sie eine Abstraktionsebene schafft. Das Sprechen über einen „anonymen Zug“, der zu spät ist oder einen „Fallschirmspringer in der Oberleitung“ hat (z.B. Google als unvorhergesehenes Ereignis), kann einfacher sein, als direkte Kritik am Team oder einzelnen Personen. Nutze diese Abstraktion, um eine kreative und offene Denkweise zu fördern.

Ermutige das Team, auch externe Einflüsse als „Hindernisse auf den Schienen“ zu identifizieren (z.B. das Management als „Baum auf den Schienen“ oder ein Backend-Problem als „weggebrochenes Schotterbett“). Dies hilft dabei, Ursachen außerhalb der direkten Teamverantwortung zu erkennen und ermöglicht einen ganzheitlicheren Blick auf die Herausforderungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist die Bahnhofstafel-Methode?

Die Bahnhofstafel-Methode ist eine agile Technik, die eine Zug- und Bahnanlogie nutzt, um den aktuellen Status, Herausforderungen und Ziele eines Teams auf einfache und kreative Weise zu erfassen und zu diskutieren.

Wie hilft die Zug-Analogie dem Team?

Die Abstraktion durch die Zug-Analogie ermöglicht es Teammitgliedern, Probleme und den Status quo ihres Teams auf eine weniger persönliche und oft kreativere Weise zu betrachten. Dies erleichtert das Ansprechen sensibler Themen und das Erkennen externer Einflussfaktoren.

Kann die Methode auch remote angewendet werden?

Ja, die Bahnhofstafel-Methode lässt sich hervorragend remote anwenden. Dies kann durch das Eintragen der Informationen in ein geteiltes oder individuelles digitales Dokument oder über einen Fragebogen geschehen, dessen Ergebnisse anschließend gemeinsam diskutiert werden.

Welche Art von „Bemerkungen“ können gemacht werden?

Die „Bemerkungen“ bieten Raum für alle zusätzlichen Beobachtungen, Gedanken oder Erklärungen bezüglich des Zustands des „Zugs“ (Teams). Dies kann von „geänderter Wagenreihung“ über „kein barrierefreier Einstieg“ bis hin zu externen Störungen wie einem „Fallschirmspringer in der Oberleitung“ reichen, die metaphorisch für unvorhergesehene Probleme stehen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Nächster Halt: Klarheit im Team

In dieser Folge erfährst du, wie ein einfacher Zugzielanzeiger dein Team nach vorne bringen kann. Ja, genau, es geht um die Tafeln, die in jedem Bahnhof hängen. Wie du sie in deinem nächsten Workshop einbinden kannst, erfährst du heute!

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