Monster malen Methode – Spielerisch Daten sammeln im Team
TL;DR: Die Monster malen Methode ist ein spielerisches Format, um tiefgehende Einblicke in Teamgedanken und -gefühle zu gewinnen. Durch kollaboratives Zeichnen unbekannter Monster werden verborgene Themen sichtbar und das Teamgefühl gestärkt, ideal für lockere Retrospektiven oder Workshops.
Worum geht es?
Inspiriert von einem Kinderspiel, bei dem in Etappen ein Monster gezeichnet wird, verwandelt diese Methode langweiligen Unterricht in eine spannende Teamentwicklung. Sie nutzt die Kreativität des Teams, um auf unkonventionelle Weise Daten zu sammeln und ein tieferes Verständnis für die aktuelle Gefühlslage und die dominierenden Gedanken im Team zu entwickeln. Ein kreativer Weg, um „Süßes oder Saures“ im Meeting zu erleben.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Gather Data, Retrospektiven, Workshops, Teamentwicklung |
| Zielgruppe / Größe | Teams |
| Dauer | Nicht spezifiziert |
| Material | Stift und Zettel für jedes Teammitglied |
| Schwierigkeitsgrad | Gering (erfordert Bereitschaft, kreativ zu sein und zu malen) |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Schafft einen spielerischen und auflockernden Zugang zu potenziell ernsten oder komplexen Themen.
- Fördert Empathie und den Perspektivwechsel, da Teammitglieder die Zeichnungen der anderen interpretieren.
- Stärkt die Teamidentität und den Zusammenhalt durch eine gemeinsame, kreative Erfahrung.
- Visualisiert unsichtbare Gedanken und Gefühle, die sonst möglicherweise ungesagt blieben.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung: Jedes Teammitglied erhält einen Stift und einen Zettel, den es in drei gleich große Teile faltet.
- Kopf malen: Auf dem obersten Drittel malt jeder einen Kopf, der die Frage „Diese Gedanken beherrschen uns gerade“ visualisiert. Anschließend werden die Striche für den Hals nach unten gezogen und der Zettel so umgeklappt, dass der Kopf nicht mehr sichtbar ist.
- Körper malen: Auf dem mittleren Drittel malt jeder einen Körper (mit Armen, Tentakeln, Flügeln etc.), der die Frage „So fühlen wir uns gerade“ darstellt. Die Beine/Striche werden nach unten gezogen und der Zettel erneut umgeklappt.
- Füße malen: Auf dem untersten Drittel malt jeder den unteren Teil des Monsters (Füße, Krallen, Fußboden), der die Frage „Das trägt uns gerade nach vorne“ symbolisiert.
- Zettel weitergeben: Nachdem alle Teile gezeichnet wurden, gibt jedes Teammitglied seinen Zettel an eine andere Person weiter. Dies wird nach jeder Station wiederholt, sodass die Person, die das Monster interpretiert, es nicht selbst gemalt hat.
- Interpretation des Kopfes: Alle klappen ihre Zettel auf, schauen sich den Kopf des erhaltenen Monsters an und interpretieren, welche Gedanken das Teammitglied, das den Kopf gemalt hat, wohl ausdrücken wollte. Der Moderator sammelt und notiert diese Erkenntnisse.
- Offenlegung des Kopfes: Der ursprüngliche Maler des Kopfes erklärt seine Intention und was er mit der Zeichnung aussagen wollte.
- Interpretation des Körpers: Das Team interpretiert den Körper des Monsters im Hinblick auf die Frage „So fühlen wir uns gerade“. Der Moderator notiert die Erkenntnisse.
- Offenlegung des Körpers: Der ursprüngliche Maler des Körpers erläutert seine Intention.
- Interpretation der Füße: Das Team interpretiert die Füße des Monsters bezüglich der Frage „Das trägt uns gerade nach vorne“. Der Moderator notiert die Erkenntnisse.
- Offenlegung der Füße: Der ursprüngliche Maler der Füße klärt seine Absicht auf.
- Monster benennen: Zum Abschluss gibt die Person, die das Monster als Ganzes vor sich sieht, ihm einen Namen. So entsteht ein „Monstergarten“ oder „Monsterfest“ im Teamraum.
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Manche Teammitglieder könnten sich beim Zeichnen unwohl fühlen oder denken, sie seien nicht „künstlerisch“ genug. Betonen Sie, dass es bei dieser Methode nicht um künstlerische Perfektion geht, sondern um den Ausdruck von Gedanken und Gefühlen. Der Charme der Methode liegt gerade darin, dass die Monster oft lustig und unkonventionell aussehen. Ermutigen Sie die Teilnehmer, sich auf den spielerischen Aspekt einzulassen und die Abstraktion zu genießen. Das gemeinsame Entdecken und Interpretieren steht im Vordergrund und lockert die Stimmung merklich auf.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was, wenn Teammitglieder nicht gerne malen?
Die Methode ist bewusst spielerisch angelegt. Es geht nicht um künstlerische Perfektion, sondern um den kreativen Ausdruck von Gedanken und Gefühlen. Ermutigen Sie die Teilnehmenden, sich auf den Spaß und die Abstraktion einzulassen; die „gruselige“ Komfortzonen-Verlassen wird schnell zu einer auflockernden Erfahrung.
Welchen Zweck erfüllt das Benennen der Monster?
Das Benennen des Monsters am Ende verleiht der gemeinsam geschaffenen Kreation eine Identität. Es kann dazu dienen, die Ergebnisse zu verankern, den Meetingraum zu dekorieren oder dem Team eine greifbare Erinnerung an die gesammelten Erkenntnisse zu geben. Es schafft eine zusätzliche Ebene der Teamidentifikation.
Ist diese Methode nur für Halloween oder spezielle Anlässe geeignet?
Nein, die Methode wurde zwar passend zum Reformationstag und Halloween im Podcast vorgestellt, ist aber ganzjährig anwendbar. Das Halloween-Thema dient lediglich als ansprechender Rahmen. Die „Monster“ stehen symbolisch für die oft verborgenen „Gedanken, Gefühle und Antreiber“ im Teamkontext.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Monster malen an Halloween
Süßes oder Saures fürs Meeting: Zum heutigen Halloween bringen wir euch eine monstermäßige Methode mit. Wie sie funktioniert, erfahrt ihr in der heutigen Folge.
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