Mit POWER Workshops vorbereiten mit Ioana Voica

POWER Methode – Wirksame Workshops und Meetings vorbereiten

TL;DR: Die POWER-Methode ist ein Akronym (Purpose, Outcome, What’s in it for them, Engagement, Roles & Responsibilities), das als Leitfaden für die strukturierte und effektive Vorbereitung von Workshops dient. Sie hilft Moderatoren, klare Ziele zu definieren, konkrete Ergebnisse zu erzielen und alle Teilnehmer durch gezieltes Engagement und geklärte Rollen aktiv einzubinden, um erfolgreiche Workshops zu gestalten.

Worum geht es?

Jeder, der ein Anliegen hat, organisiert Workshops, Meetings oder Trainings. Doch eine erfolgreiche Moderation erfordert mehr als nur eine Einladung. Ioana Wojka stellt die POWER-Methode vor, ein einfaches Akronym, das hilft, Workshops systematisch und zielgerichtet vorzubereiten, um die Teilnehmer optimal einzubeziehen und wirksame Ergebnisse zu erzielen.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Vorbereitung und Moderation von Workshops, Meetings und Trainings
Zielgruppe / Größe Alle, die Workshops moderieren (Führungskräfte, Agile Coaches, Teammitglieder); Teams jeder Größe
Dauer Nicht spezifiziert (Vorbereitungszeit)
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Simpel und leicht anwendbar

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Sichert klare Ziele und konkrete, greifbare Ergebnisse für jeden Workshop.
  • Erhöht die Motivation und das Engagement der Teilnehmer durch Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse.
  • Fördert eine aktive Beteiligung durch gezielte Aktivierungsmaßnahmen und Pausen.
  • Stellt sicher, dass Rollen und Verantwortlichkeiten im Workshop klar definiert sind.
  • Schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und gemeinsamen Zielsetzung im Team.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. P – Purpose (Ziel)

    Stelle dir die Frage: Was ist das übergeordnete Ziel des Workshops? Warum treffen wir uns? Was wollen wir gemeinsam erreichen? (Beispiel: Teambuilding – Kennenlernen und Teamwachstum; Planung – Entscheidungen für die nächste Periode treffen).

  2. O – Outcome (Resultat/Ergebnis)

    Definiere, welche konkreten und greifbaren Ergebnisse am Ende des Workshops vorliegen sollen. Dies können spezifische Artefakte oder Dokumente sein. (Beispiel: Teambuilding – Definierte Working Agreements, eine Teamkarte).

  3. W – What’s in it for me? / What’s in it for them? (Teilnehmer-Mehrwert)

    Überlege, was die einzelnen Teilnehmer davon haben, an diesem Workshop teilzunehmen. Wie kannst du ihre individuellen Bedürfnisse und Themen in die Agenda integrieren, um ihre Motivation zu steigern? Es ist nicht selbstverständlich, dass Teilnehmer nur auf Einladung des Chefs erscheinen.

  4. E – Engagement (Aktivierung)

    Plane Maßnahmen, um die Teilnehmer aktiv und engagiert zu halten. Berücksichtige die menschliche Natur und mögliche Müdigkeit. (Beispiel: Einsatz von Icebreakern, regelmäßige Pausen, Raum für emotionale Ankunft und persönliche Anliegen).

  5. R – Roles and Responsibilities (Rollen und Verantwortlichkeiten)

    Kläre, welche Rolle jeder Teilnehmer im Workshop einnimmt und wer welche Aufgaben oder Moderationsparts übernimmt. Definiere die Erwartungen an die verschiedenen Rollen während des Meetings.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Besonders das ‚W‘ für „What’s in it for them?“ wird oft unterschätzt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Teilnehmende nur auf Basis einer Einladung des Chefs engagiert mitmachen. Nimm die Perspektive der Teilnehmenden ein und überlege, wie du ihre Bedürfnisse und Themen in die Agenda integrieren kannst. Dies erhöht die Motivation und Beteiligung. Beim ‚E‘ für Engagement ist es wichtig, die menschliche Komponente zu berücksichtigen: Plane für Müdigkeit (z.B. nachmittags, sogenanntes Suppenkoma) und schaffe Raum, damit Teilnehmende ankommen können und eventuelle private Belastungen den Workshop nicht dominieren. Impediments haben Vorrang.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wofür steht das Akronym POWER?

POWER steht für Purpose (Ziel), Outcome (Resultat), What’s in it for me/them (Teilnehmer-Mehrwert), Engagement (Aktivierung) und Roles and Responsibilities (Rollen und Verantwortlichkeiten).

Warum ist „What’s in it for them“ so wichtig?

Diese Komponente ist entscheidend, um die Motivation der Teilnehmer zu steigern. Sie stellt sicher, dass der Workshop nicht nur die Interessen des Organisators bedient, sondern auch einen klaren Mehrwert für die Anwesenden bietet, was zu höherer Beteiligung und besseren Ergebnissen führt.

Mit welchem Schritt sollte ich bei der POWER-Methode beginnen?

Ioana beginnt meistens mit dem Purpose (Ziel), da es die grundlegende Orientierung für den gesamten Workshop bietet. Es ist aber auch möglich und sinnvoll, frühzeitig „What’s in it for them“ zu berücksichtigen, um die Perspektive der Teilnehmer von Anfang an einzubeziehen.

Was ist der Unterschied zwischen „Purpose“ und „Outcome“?

Der Purpose ist das übergeordnete, oft inspirierende Ziel des Workshops (z.B. „Wir wollen als Team wachsen“). Das Outcome ist das konkrete, messbare und greifbare Ergebnis, das am Ende des Workshops vorliegt (z.B. „Wir haben gemeinsame Working Agreements definiert“).

Der Kopf hinter dem Impuls

Ioana Wojka ist Head of Agile bei CBC (RTL Plus), wo sie ein Team von Scrum Mastern und Agile Coaches leitet. Sie ist verantwortlich für die agilen Themen und Prozesse bei RTL Plus, fungiert als disziplinarische Führungskraft für interne Kollegen und hat eine stark operative Rolle in der Produktentwicklung.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Mit POWER Workshops vorbereiten mit Ioana Voica

Was sollte man bei der Vorbereitung eines Workshops alles klären? Unsere heutige Gästin Ioana hat eine wunderbar einfache Merkformel mitgebracht, die uns hilft, an alles zu denken. Erfahrt heute, was hinter POWER steckt!

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