Kurs setzen mit Christina Puppel

Kurs setzen – Für klare Fahrt in Retrospektiven

TL;DR: Die „Kurs setzen“-Methode nutzt eine nautische Metapher, um Teams in Retrospektiven oder Workshops dazu anzuregen, ihre Herausforderungen, Potenziale und Ziele zu identifizieren. Anhand eines Kompasses mit vier Feldern (Schatz, Klippe, Kurs halten, Kurswechsel) werden Themen gesammelt und unterschiedliche Perspektiven sichtbar gemacht, was zu tiefgehenden Gesprächen führt.

Worum geht es?

Bereit, die Segel zu setzen und gemeinsam auf hohe See zu gehen? Die Methode „Kurs setzen“, vorgestellt von Christina Puppel, lädt Teams ein, sich als Besatzung eines Schiffes vorzustellen, das eine gemeinsame Reise antritt. Mit einem nautischen Kompass als visuellem Anker navigiert ihr durch wichtige Themen, identifiziert verborgene Schätze, umschifft Klippen und bestimmt den besten Kurs für eure zukünftige Zusammenarbeit. Eine charmante und effektive Art, in Retrospektiven ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Ziele zu definieren.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Retrospektiven, Workshops, Meetings
Zielgruppe / Größe Teams, besonders geeignet für größere Teams (kann in Gruppen aufgeteilt werden)
Dauer Nicht spezifiziert
Material Papier (mit Kompass-Darstellung), Stifte
Schwierigkeitsgrad Einfach (kann aber zu Beginn Erklärungsbedarf haben)

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert den offenen Dialog und das gemeinsame Verständnis innerhalb des Teams.
  • Hilft, unterschiedliche Perspektiven auf Herausforderungen und Potenziale sichtbar zu machen.
  • Ermöglicht eine strukturierte Sammlung von Themen in einem ansprechenden Rahmen.
  • Regt die Fantasie an und erleichtert den Zugang zu komplexen Themen durch eine spielerische Metapher.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Vorbereitung: Zeichnen Sie einen Kompass auf ein großes Papier oder Whiteboard und teilen Sie ihn in vier Felder.
  2. Felder beschriften: Beschriften Sie die vier Felder wie folgt:
    • Oben links: „Wo ist ein Schatz zu finden?“
    • Oben rechts: „Wo ist eine Klippe, vor der man sich in Acht nehmen sollte?“
    • Ein weiteres Feld: „Wo sollen wir Kurs halten?“
    • Das letzte Feld: „Kurswechsel für?“
  3. Metapher einführen: Bitten Sie das Team, sich vorzustellen, gemeinsam in einem Boot auf hoher See zu sein und auf eine Reise zu gehen.
  4. Themen sammeln: Fordern Sie die Teammitglieder auf, ihre Gedanken und Beobachtungen zu jedem der vier Felder zu sammeln und aufzuschreiben.
  5. Gruppenarbeit (optional): Bei größeren Teams können zwei Gruppen gebildet werden, die separat Themen sammeln und ihre Ergebnisse anschließend zusammenführen.
  6. Diskussion anregen: Sprechen Sie über die gesammelten Punkte. Besonders spannend sind dabei unterschiedliche Wahrnehmungen, z.B. wenn der eine etwas als Schatz, der andere als Klippe empfindet.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Die Methode ist prinzipiell simpel, kann aber zu Beginn Erklärungsbedarf haben. Seien Sie achtsam in der Einführung und stellen Sie sicher, dass das Team die Metapher und die Bedeutung der einzelnen Felder versteht. Eine klare Erklärung hilft, anfängliche Unsicherheiten („wir verstehen die Methode gar nicht“) zu überwinden und das Team zu motivieren, tief in die Themen einzutauchen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für welche Art von Themen ist die Methode „Kurs setzen“ am besten geeignet?

Die Methode eignet sich hervorragend, um in Retrospektiven oder Workshops aktuelle Themen, Herausforderungen, Erfolge und Verbesserungspotenziale aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und zu sammeln.

Kann die Methode auch remote angewendet werden?

Obwohl im Transkript nicht explizit erwähnt, lässt sich eine visuelle Methode wie „Kurs setzen“ mit digitalen Whiteboard-Tools (Miro, Mural etc.) sehr gut auch in Remote-Settings umsetzen.

Welche Varianten der Methode gibt es?

Die nautische Metapher kann vielfältig erweitert werden, z.B. durch Fragen wie „Was ist unser Anker, der uns zurückhält?“, „Was ist unser Beisegel?“, „Wie kriegen wir noch mehr Wind in die Segel?“ oder „Wo ist eine Falle von den Piraten auf dem Weg zum Schatz?“. Auch thematische Retrospektiven mit Verkleidungen wurden als spannende Idee diskutiert.

Was tun, wenn ein Team die Methode nicht auf Anhieb versteht?

Das Transkript weist darauf hin, dass man „achtsam sein“ muss in der Erklärung. Nehmen Sie sich Zeit, die Metapher und die vier Kategorien detailliert zu erläutern und gegebenenfalls Beispiele zu geben, um Missverständnisse zu vermeiden.

Der Kopf hinter dem Impuls

Die Methode „Kurs setzen“ wird uns in dieser Folge von Christina Puppel vorgestellt. Sie ist eine agile Coach von Gruner und Jahr und teilt eine ihrer persönlichen Lieblingsmethoden, die sich als besonders wirkungsvoll für Retrospektiven erwiesen hat.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Kurs setzen mit Christina Puppel

Leinen los, es geht auf hohe See! Unsere heutige Kapitänin Christina setzt Kurs und verrät, in welche Richtung wir mit ihrer Methode heute steuern.

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