Get-to-Know-Fragen für Retrospektiven – Teambuilding und Tiefergehende Gespräche
TL;DR: Nutze am Beginn von Retrospektiven offene „Get-to-Know-Fragen“, um das Team spielerisch besser kennenzulernen und Gespräche über den reinen Arbeitskontext hinaus anzustoßen. Dies fördert den Zusammenhalt und bietet Anknüpfungspunkte für den informellen Austausch.
Worum geht es?
In diesem Methodenmontag teilt unsere Expertin Aline Olscha einen einfachen, aber hochwirksamen Ansatz, um Retrospektiven nicht nur produktiv, sondern auch menschlich bereichernd zu gestalten: kreative Intros durch „Get-to-Know-Fragen“. Sie zeigt, wie man durch gezielte, offene Fragen ein kontinuierliches Teambuilding ermöglicht und gleichzeitig wertvolle Anknüpfungspunkte für tiefere Gespräche schafft – sowohl im direkten Workshop-Kontext als auch darüber hinaus.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Retrospektiven, Workshops, Meetings |
| Zielgruppe / Größe | Teams |
| Dauer | Eine gewisse Zeit (genauere Angabe nicht spezifiziert) |
| Material | Nicht spezifiziert (nur Fragen) |
| Schwierigkeitsgrad | Gering |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Förderung des Teambuildings: Kontinuierliches Kennenlernen der Teammitglieder auf persönlicher Ebene.
- Anregung tiefgehender Gespräche: Startpunkte für Konversationen, die sonst nicht stattgefunden hätten.
- Verbesserung des Smalltalks: Bietet konkrete Themen und Gründe für informelle Gespräche außerhalb der offiziellen Meetings.
- Einfacher Einstieg: Die Methode ist leicht anwendbar und erfordert keine Vorkenntnisse oder aufwendiges Material.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Fragen auswählen: Wähle 3 offene „Get-to-Know-Fragen“ aus, die zum aktuellen Team und Kontext passen. Beispiele: „Was ist deine Hassfarbe?“, „Was ist dein Lieblingsfeiertag im Jahr?“, „Was war dein Lieblingsfach in der Schule?“, „Hast du einen Adventskalender und welchen oder warum nicht?“.
- Fragen stellen: Starte die Retrospektive (oder ein anderes Teamformat) mit diesen Fragen, indem jedes Teammitglied reihum antwortet.
- Raum für Konversation geben: Lasse die Antworten nicht einfach stehen. Ermutige Nachfragen und gib dem Team die Möglichkeit, direkt über die Antworten ins Gespräch zu kommen und zu plaudern. Setze dir dafür eine zeitliche Grenze, die du nicht überschreiten möchtest.
- Gespräche aufgreifen: Nutze die gewonnenen Informationen, um auch später im Alltag informell das Gespräch mit Teammitgliedern zu suchen und so die Verbindung zu stärken (z.B. im „Kaffeeklatsch“ oder bei einem Anruf).
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Der wichtigste Tipp ist, nach dem Beantworten der Fragen auch wirklich den Raum für die entstehenden Gespräche zu lassen. Es geht nicht darum, schnell eine Frage abzuhaken, sondern die Antworten als Startpunkt für einen tieferen Austausch zu nutzen. Achte darauf, ausschließlich offene Fragen zu stellen, die nicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können, um das Plaudern anzuregen und Erklärungen zu fordern.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was sind „offene Fragen“ im Kontext dieser Methode?
Offene Fragen sind solche, die nicht mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. Sie zwingen dazu, weiter auszuholen und eine Erklärung oder eine ausführlichere Antwort zu geben, was die Konversation fördert.
Muss ich jede Woche neue Fragen stellen?
Im Normalfall ja, Aline stellt bei jeder Retro neue Fragen. Allerdings können interessante Themen, die bei den Fragen aufkamen, unter der Woche jederzeit wieder aufgegriffen und vertieft werden.
Welche Arten von Fragen eignen sich am besten?
Fragen, die eine persönliche, aber nicht zu private Antwort zulassen und Neugier wecken. Beispiele aus dem Podcast sind: Lieblings-/Hassfarbe, Lieblingsfeiertag, Lieblingsfach in der Schule oder Weihnachtsbräuche.
Kann ich diese Methode auch in neuen Teams anwenden?
Ja, gerade in neuen Teams oder wenn man die Zusammenarbeit stärken möchte, sind „Get-to-Know-Fragen“ sehr effektiv, um schnell eine persönliche Basis zu schaffen.
Der Kopf hinter dem Impuls
Gastgeber Florian und Jan begrüßten in dieser Folge Aline Olscha, eine erfahrene Scrum Masterin von RTL aus dem Saarland. Aline bringt ein breites Spektrum an Fähigkeiten mit, darunter Sprachstudium, interkulturelle Kommunikation, BWL und Qualitätsmanagement, die sie in ihre Rolle als Teambegleiterin einfließen lässt.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Fragen zum Kennenlernen mit Aline Olscha
Eine clevere Frage zum Start in eine Retro schätzen wohl alle Moderator:innen. Heute verrät uns Aline, wie sie mit einfachen Fragen und einem Kniff die Team-Mitglieder noch besser ins Gespräch miteinander bringt. Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.