Fragen, die Teambegleiter:innen helfen können

Lernende Teams Check-up: Fragen für Scrum Master zur Stärkung von Gemeinschaft, Orientierung und Autonomie

TL;DR: Diese Episode liefert Scrum Mastern und Teambegleiter:innen konkrete Fragen, um den Reifegrad ihrer Teams in den Bereichen Gemeinschaft, Autonomie und Orientierung zu diagnostizieren. Das Ziel ist es, Schwachstellen und Wachstumsfelder proaktiv zu erkennen und anzugehen, um die Teamleistung nachhaltig zu verbessern.

Worum geht es?

Eine Scrum Masterin bat um praktische Fragen, um das Modell der lernenden Teams – basierend auf Gemeinschaft, Orientierung und Autonomie – im Alltag anwendbar zu machen. Jan und Florian präsentieren eine Sammlung von Fragen, die dabei helfen, den aktuellen Zustand eines Teams zu reflektieren und gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung abzuleiten.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Diagnostik der Teamentwicklung, Selbstreflexion für Scrum Master und Teambegleiter:innen
Zielgruppe / Größe Scrum Master, Teambegleiter:innen, Teams (für Reflexion) / Nicht spezifiziert
Dauer Nicht spezifiziert
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert die Selbstreflexion von Scrum Mastern und Teambegleiter:innen bezüglich der Teamdynamiken.
  • Identifiziert spezifische Wachstumsfelder in den Bereichen Gemeinschaft, Autonomie und Orientierung.
  • Ermöglicht das Erkennen von Indikatoren für ungelöste Konflikte, mangelnde Initiative oder fehlende Ausrichtung.
  • Bietet konkrete Ansatzpunkte, um die Interaktion, Entscheidungsfindung und Zielklarheit im Team zu verbessern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Reflektieren Sie die Gemeinschaft im Team: Stellen Sie sich die folgenden Fragen, um die Interaktion und Konfliktlösung im Team zu bewerten:
    • Wie oft kommunizieren die Teammitglieder außerhalb des Sprintmeetings miteinander?
    • Wenn einer von Ihnen ein Problem hat, wie sieht die Anfrage zur Hilfe aus und was passiert dann?
    • Wie werden Konflikte innerhalb des Teams gelöst und welche Rolle spielt dabei der Moderator oder die Moderatorin?
  2. Beurteilen Sie die Autonomie des Teams: Evaluieren Sie, wie eigenständig Ihr Team agiert und Entscheidungen trifft:
    • Wie häufig werden Entscheidungen im Team getroffen, ohne dass der Scrum Master oder der Product Owner involviert werden müssen?
    • Wie viel Initiative zeigen die Teammitglieder bei der Durchführung ihrer Aufgaben und wie häufig brauchen sie ganz konkrete Anweisungen, Anleitungen?
    • Wie fühlt sich ein Planungstermin mit Ihrem Team an? Kämpfen sie um ihre Freiheit, wollen sie eigene Themen machen oder sagen sie „das schaffen wir auch noch“?
    • Wie oft machen wir Fehler? (Als Indikator für Risikobereitschaft und Ausreizen von Autonomie)
    • Wie oft stellen wir uns die Frage, wie können wir das noch besser machen?
  3. Überprüfen Sie die Orientierung des Teams: Klären Sie, wie gut Ihr Team seine Rolle und Ziele im Gesamtkontext versteht:
    • Wissen die umliegenden Teams eigentlich, was wir tun?
    • Kann das Team beantworten, wie ihr Handeln auf den Erfolg des Unternehmens einzahlt?
    • Ist jedem im Team die Priorisierung klar, was im Moment das Wichtigste ist, was ich tun soll?
    • Was haben wir zuletzt von anderen gelernt?
  4. Leiten Sie Maßnahmen ab: Nutzen Sie die gewonnenen Erkenntnisse, um gezielte Verbesserungen in den identifizierten Wachstumsfeldern anzustoßen und die Entwicklung Ihres lernenden Teams zu fördern.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Eine wichtige Selbstreflexionsfrage für Scrum Master ist die eigene Rolle bei Konflikten. Neigen Sie dazu, Konflikte zu vermeiden und unter den Teppich zu kehren, oder holen Sie schwelende Konflikte aktiv auf die Bühne, um eine konstruktive Auseinandersetzung zu ermöglichen? Für die Entwicklung eines lernenden Teams ist es entscheidend, dass Konflikte transparent und lösungsorientiert bearbeitet werden, anstatt sie zu ignorieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die drei Säulen lernender Teams?

Laut dem Modell, auf das in der Folge Bezug genommen wird, sind die drei Säulen lernender Teams Gemeinschaft, Orientierung und Autonomie.

Warum ist es wichtig, dass Teams Fehler machen?

Fehler sind ein Indikator dafür, dass ein Team Risiken eingeht und Dinge ausprobiert. Wer keine Fehler macht, reizt seine Autonomie möglicherweise nicht aus und geht nicht ins Risiko, was Innovation und Wachstum behindern kann.

Wie kann ich feststellen, ob mein Team gut orientiert ist?

Ein gut orientiertes Team kann beantworten, wie das eigene Handeln auf den Erfolg des Unternehmens einzahlt, kennt die aktuelle Priorisierung der Aufgaben und ist sich bewusst, was von anderen Teams gelernt wurde.

Welche Rolle spielt der Moderator bei Teamkonflikten?

Der Moderator oder die Moderatorin sollte darauf achten, ob Konflikte im Team aktiv und transparent gelöst werden. Eine wichtige Reflexion ist, ob man dazu neigt, Konflikte zu vermeiden oder sie konstruktiv anzugehen, um die bestmögliche Lösung zu finden.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Fragen, die Teambegleiter:innen helfen können

Lernende Teams brauchen Gemeinschaft, Orientierung und Autonomie – wie aber können Teambegleiter:innen erkennen, wie ihre eigenen Teams dastehen? In dieser Folge stellen Jan und Florian einige Fragen vor, die sich Scrum Master und andere Fascilitator stellen könnten.

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