Ein einfacher Strategie-Workshop mit Donata Dröge

Strategie-Workshop für Teams in zwei Schritten – Schnelle Teamergebnisse in einem Tag

TL;DR: Dieser pragmatische Strategie-Workshop hilft Teams in nur zwei Schritten, ein klares Zielbild („Wo wollen wir hin?“) und eine umsetzbare Roadmap („Wie kommen wir dahin?“) zu entwickeln. Er fördert Kreativität und individuelle Beiträge, um in kurzer Zeit konkrete Ergebnisse zu erzielen und das Team aktiv in den Veränderungsprozess einzubinden.

Worum geht es?

Die vorgestellte Methode ermöglicht es Teams, in einem intensiven Strategie-Workshop von einem halben bis ganzen Tag, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Sie konzentriert sich darauf, zwei zentrale Fragen zu beantworten: „Wo wollen wir hin?“ und „Wie kommen wir dahin?“. Dieser Ansatz ist bewusst pragmatisch gehalten, um auch in kürzerer Zeit tiefgehende Ergebnisse zu erzielen und die Kreativität sowie den Beitrag jedes Teammitglieds zu nutzen. Donata Dröge von RTL News teilt ihre Erfahrungen mit dieser Methode, die sie zur Begleitung von Veränderungsprozessen einsetzt.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Strategie-Workshop, Teamentwicklung, Begleitung von Veränderungsprozessen
Zielgruppe / Größe Teams (ideal 7-10 Personen), auch größere Gruppen durch Kleingruppenarbeit möglich
Dauer Ein halber bis ganzer Tag (1. Schritt: ca. 30 Min.; 2. Schritt: ca. 30 Min. für Notizen, plus Diskussionszeit)
Material Bilder, Postkarten, Zeitungen, Gegenstände zum Assoziieren; Flipchart oder Whiteboard zum Aufzeichnen des Circle of Influence; Schreibmaterial für Notizen
Schwierigkeitsgrad Einfach in der Struktur, erfordert jedoch aktive Moderation und Reflexion

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Gemeinsames Zielbild: Ermöglicht die Entwicklung eines kollektiv getragenen „Soll-Zustandes“ und zeigt das Delta zum „Ist-Zustand“ auf.
  • Hohe Aktivierung: Fördert die Kreativität und den individuellen Beitrag jedes Teammitglieds, unabhängig vom bevorzugten Kommunikationstyp (verbal, visuell).
  • Konkrete Roadmap: Liefert am Ende des Workshops einen klaren Plan mit spezifischen To-Dos und Zuständigkeiten, um die erarbeitete Strategie umzusetzen.
  • Teambuilding-Element: Stärkt den Zusammenhalt und das gemeinsame Verständnis durch die aktive Beteiligung aller an der Strategieentwicklung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1: Wo wollen wir hin? Was wollen wir sein? (Zielbild entwickeln)

    • Vorbereitung: Stellen Sie eine breite Palette an assoziativen Materialien bereit: Bilder, Postkarten, Zeitschriften zum Ausschneiden, kleine Gegenstände. Ermutigen Sie die Teilnehmenden auch, eigene Slogans oder Beschreibungen zu formulieren.
    • Individuelle Phase (ca. 15-20 Minuten): Jede Person wählt ein bis drei Bilder oder formuliert Texte, die ausdrücken, wo sie das Team in der Zukunft sieht und was ihr persönlich als Ziel für das Team wichtig ist. Oft entstehen dabei direkt Beschreibungen von „Ist“ und „Soll“.
    • Präsentation und Austausch (ca. 30 Minuten): Jede Person stellt ihre Auswahl vor und erklärt, warum sie diese getroffen hat. Sammeln Sie alle Beiträge. Nehmen Sie sich Zeit für die Diskussion, klären Sie Verständnisfragen und lassen Sie das Team das gemeinsam entstandene Zielbild reflektieren. Dies bildet die Grundlage für den nächsten Schritt.
  2. Schritt 2: Wie kommen wir dahin? (Roadmap und Maßnahmenplan)

    • Individuelle Brainstorming-Phase (ca. 20-30 Minuten): Jede Person notiert für sich, welche konkreten Maßnahmen notwendig sind, um das im ersten Schritt erarbeitete Zielbild zu erreichen. Fragen, die dabei helfen können, sind: „Was müssen wir jetzt tun?“, „Was brauchen wir dafür?“, „Was kann ich selbst tun?“.
    • Strukturierung mit dem Circle of Influence: Zeichnen Sie einen großen und einen kleineren, konzentrischen Kreis auf ein Flipchart oder Whiteboard (den „Circle of Influence“ von Stephen Covey). Der innere Kreis repräsentiert Dinge, die das Team direkt beeinflussen kann. Der äußere Kreis enthält Themen, die wichtig sind, aber nicht unmittelbar vom Team beeinflusst werden können.
    • Verorten und Diskutieren: Moderieren Sie die individuellen Beiträge, indem Sie gemeinsam mit dem Team jeden Punkt in den passenden Kreis verorten. Typische Inputs für den inneren Kreis sind Workflows, Kommunikation, Schulungen, Professionalisierung. Für den äußeren Kreis oft Budget, Ressourcen, Schnittstellen.
    • Konkretisierung und Aufgabenverteilung: Gehen Sie jeden Punkt im inneren Kreis durch, konkretisieren Sie ihn und verteilen Sie klare Aufgaben und Zuständigkeiten („Wer klärt Folgendes mit wem?“, „Wir lernen dieses Tool“, „Wir führen ein Daily ein“).

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Obwohl die Methode einfach strukturiert ist, erfordert sie eine aufmerksame Moderation. Bei größeren Teams kann eine Doppelmoderation sinnvoll sein, um das Clustern und Sortieren der Beiträge effizienter zu gestalten. Um sicherzustellen, dass jede Stimme gehört wird, empfiehlt es sich, die Teamgröße idealerweise auf sieben bis zehn Personen zu beschränken, damit jeder Einzelne ausreichend Sprechzeit erhält. Bei sehr großen Teams können die individuellen Brainstorming-Phasen auch in Zweier- oder Dreier-Konstellationen durchgeführt werden, bevor die Ergebnisse im Plenum zusammengeführt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist diese Methode auch für sehr große Teams geeignet?

Grundsätzlich ist die Methode skalierbar. Bei sehr großen Teams können die individuellen Beiträge zunächst in Zweier- oder Dreier-Konstellationen erarbeitet werden, bevor sie im Plenum zusammengeführt werden. Ideal ist jedoch eine Größe von 7 bis 10 Personen, um jedem Teilnehmenden ausreichend Sprechzeit zu ermöglichen.

Wie pragmatisch ist diese Methode wirklich?

Die Methode ist bewusst pragmatisch gestaltet, um in einem halben bis ganzen Tag ein klares Zielbild und eine konkrete Roadmap zu erarbeiten. Sie konzentriert sich auf die wesentlichen Fragen „Wo wollen wir hin?“ und „Wie kommen wir dahin?“, anstatt sich in zu vielen Details zu verlieren.

Was, wenn viele Punkte im äußeren Kreis des „Circle of Influence“ landen?

Es ist normal, dass sowohl interne als auch externe Einflussfaktoren identifiziert werden. Die Moderation sollte das Team ermutigen, auch die inneren, beeinflussbaren Punkte herauszuarbeiten, um Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Beide Kreise sind wichtig und liefern wertvolle Erkenntnisse.

Welche Materialien sind für den ersten Schritt am besten geeignet?

Stellen Sie eine vielfältige Auswahl bereit: Bilder, Postkarten, Zeitschriften zum Ausschneiden oder kleine Gegenstände. Es ist auch erlaubt, einfach Slogans oder Beschreibungen zu formulieren. Ziel ist es, die Kreativität zu fördern und unterschiedlichen Lerntypen gerecht zu werden.

Der Kopf hinter dem Impuls

Donata Dröge ist Teil des Teams Business Transformation bei RTL News. In ihrer Rolle begleitet sie Kolleginnen und Kollegen durch Veränderungsprozesse. Aus diesem Kontext heraus teilt sie ihre praxiserprobte Methode für einen effektiven Strategie-Workshop für Teams.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Ein einfacher Strategie-Workshop mit Donata Dröge

Heute bringt uns unsere Gästin Donata von RTL News gleich zwei Methoden mit – und verrät, wie man mit zwei einfachen Fragen einen kompletten Strategie-Workshop bestreiten kann.
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