Drei Spiele für lebendige Workshops

Drei Spiele für lebendige Workshops – Spielerisch Teams aktivieren & Kreativität fördern

TL;DR: Entdecke drei einfache Kartenspiele – Black Stories, Wortblitz und The Game – die deine Workshops, Meetings und Retrospektiven auflockern, die Kreativität anregen und die nonverbale Kommunikation in Teams stärken. Ideal, um Energie zu laden, Perspektivwechsel zu fördern und spielerisch ins Handeln zu kommen.

Worum geht es?

In dieser Episode des Methoden-Montags teilt Jan drei spielerische Methoden, die er beim Aufräumen seines Homeoffice wiederentdeckt hat. Es sind kleine Spiele für Moderation und Workshops, die Teams auf lockere Art und Weise aktivieren und ins konkrete Spielen und Handeln bringen können. Florian testet die Spiele live und diskutiert ihren Mehrwert für die Teambegleitung.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief für „Spiele in Workshops“)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Workshops, Meetings, Retrospektiven, Teambegleitung, zur Auflockerung, nach der Mittagspause, zum Energieaufladen
Zielgruppe / Größe Teams
Dauer Variabel (kurze Aktivierungen bis zu längeren Sessions)
Material Spezielle Kartenspiele (Black Stories, Wortblitz, The Game)
Schwierigkeitsgrad Leicht zugänglich, erfordert Offenheit für spielerisches Lernen

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert den Perspektivwechsel und trainiert das präzise Fragenstellen.
  • Steigert die Kreativitätsfähigkeit des Teams und aktiviert die „kreative Hirnhälfte“.
  • Gibt Workshops und Meetings viel Energie und sorgt für eine positive, spielerische Atmosphäre.
  • Verbessert die nonverbale Teamkommunikation und fördert das gemeinsame Lösen komplexer Aufgaben.
  • Bietet eine willkommene Abwechslung zu klassischen Workshop-Methoden mit Post-its.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Die drei Spiele im Detail

1. Black Stories

  1. Initialstory erzählen: Erzähle dem Team eine kurze, skurrile Geschichte oder schildere eine Szene. Beispiel: „Ein nackter Mann liegt vor einem Berg, in der Hand hält er ein Stück Holz. Was ist passiert?“
  2. Fragen stellen: Das Team muss nun Fragen stellen, die ausschließlich mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können.
  3. Rätsel lösen: Nach und nach puzzelt sich das Team die gesamte Geschichte zusammen und findet heraus, was passiert ist.
  4. Nutzen: Trainiert Perspektivwechsel, Fragen stellen und lockert die Stimmung auf. Ideal als Start oder nach der Mittagspause.

2. Wortblitz

  1. Kartenstapel vorbereiten: Lege einen Stapel kleiner, runder Karten verdeckt bereit. Jede Karte hat einen Buchstaben in der Mitte und eine Aufgabe.
  2. Karte ziehen & Aufgabe vorlesen: Ziehe eine Karte und lese die Aufgabe vor (z.B. „Größer als ein Haus mit S“).
  3. Schnelle Antworten: Das Team ruft so schnell wie möglich passende Begriffe.
  4. Nächste Karte: Sobald ein Begriff gefunden ist (z.B. „Saarland“), wird die nächste Karte gezogen.
  5. Nutzen: Steigert die Kreativitätsfähigkeit und gibt dem Team viel Energie und Kraft. Fördert Bewegung und Lautstärke, ideal für zwei Teams gegeneinander.

3. The Game

  1. Spiel aufbauen: Lege vier Stapel aus: Zwei starten mit 0 (hochzählen bis 100), zwei starten mit 100 (runterzählen bis 0). Jeder Spieler erhält fünf Handkarten (Zahlen von 1 bis 100).
  2. Karten ablegen: Die Spieler legen reihum Karten auf die Stapel. Ziel ist es, von 0 auf 100 und von 100 auf 0 zu kommen, indem man immer eine möglichst passende Karte ablegt (z.B. auf 98 kommt 97 oder 99, je nach Stapel).
  3. Kommunikationsregel: Man darf nicht miteinander reden oder sich absprechen.
  4. Nachziehen & Ziel: Nach jeder abgelegten Karte zieht man eine neue nach. Das Spiel ist gewonnen, wenn alle 100 Karten auf den Stapeln abgelegt wurden.
  5. Nutzen: Fördert nonverbale Teamkommunikation, bringt Gruppen in andere Lösungsräume und macht erlebnisorientiert viel Spaß.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Spiele können polarisierend wirken; manche Teilnehmer fühlen sich dadurch aus ihrer Komfortzone gedrängt. Wichtig ist, den Mehrwert der spielerischen Aktivierung klar zu kommunizieren. Die Erfahrung zeigt, dass die positiven Effekte auf Energie, Kreativität und Teamdynamik oft erst beim Spielen selbst erlebt werden. Ermutige zur Teilnahme und betone, dass es um ein spielerisches Training von Fähigkeiten geht, nicht um „Albernheit“.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum Spiele in Workshops einsetzen?

Spiele dienen der Auflockerung, dem Energiegewinn und der spielerischen Aktivierung von Teamfähigkeiten wie Kreativität und Kommunikation. Sie schaffen eine angenehme Atmosphäre, fördern den Perspektivwechsel und helfen, Denkblockaden zu lösen.

Sind Spiele nicht albern für ernsthafte Workshops?

Obwohl Spiele manchmal als „albern“ empfunden werden können, sind sie effektive Werkzeuge, um Denkblockaden zu lösen, die Stimmung zu heben und zu neuen Lösungsräumen zu inspirieren. Es geht darum, eine Balance zu finden und den Nutzen klar zu kommunizieren, indem man den Fokus auf die trainierten Fähigkeiten legt.

Wie gehe ich mit Widerstand gegen Spiele um?

Es ist normal, dass einige Teilnehmer Spiele als außerhalb ihrer Komfortzone empfinden. Eine offene Haltung des Moderators und das Hervorheben des Lernziels oder des konkreten Mehrwerts können helfen. Oftmals überwiegt die positive Erfahrung während des Spiels und der daraus resultierende Mehrwert die anfängliche Skepsis.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Drei Spiele für lebendige Workshops

In dieser Episode bringt Jan drei kleine Spiele mit, die Workshops und Meetings sofort mehr Energie verleihen. Von kniffligen Rätselgeschichten über kreative Wortspiele bis hin zu einem kooperativen Kartenspiel für nonverbale Teamarbeit – Florian testet live, wie gut sie funktionieren. Eine inspirierende Folge für alle, die ihre Moderationsmethoden spielerisch erweitern wollen.

🎧 Hier geht es direkt zur Episode

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