Das Schweizer Methoden-Taschenmesser mit Isabell Schäfer

ABC-Liste nach Vera F. Birkenbihl – Kreativität und Wissensfindung leicht gemacht

TL;DR: Die ABC-Liste ist ein vielseitiges Assoziationstool von Vera F. Birkenbihl, das hilft, „out of the box“ zu denken und schnell Ideen oder Wissen zu generieren. Durch die systematische Verknüpfung von Buchstaben mit einer Fragestellung überwindet sie Denkblockaden und fördert sowohl individuelle Kreativität als auch kollaborative Problemlösung in Teams.

Worum geht es?

Die ABC-Liste ist ein cleveres und flexibles Tool von Vera F. Birkenbihl, das Teams und Einzelpersonen dabei unterstützt, kreativer zu werden, neue Ideen zu entwickeln und den eigenen Wissensstand abzufragen. Es ist eine spielerische Methode, die die Angst vor dem leeren Blatt nimmt und Assoziationen zu einer bestimmten Fragestellung freisetzt. Ursprünglich aus der Werbebranche kommend, nutzt Isabel Schäfer diese Technik als Innovationsentwicklerin, um Teams zu befähigen, flexibler und innovativer auf neue Herausforderungen zu reagieren.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Ideenfindung, Brainstorming, Selbstreflexion, Problemlösung, Wissensstandabfrage, Gesprächsnotiz, Design Thinking Sprints, Retrospektiven
Zielgruppe / Größe Einzelpersonen, Teams, Kleingruppen
Dauer Kann sehr gut timeboxed werden (Nicht spezifiziert)
Material Papier, Stift
Schwierigkeitsgrad Leicht

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert „Out of the Box“-Denken und innovative Reaktionen auf Herausforderungen.
  • Nimmt die Furcht vor dem leeren Blatt Papier, indem es konkrete Ankerpunkte (Buchstaben) bietet.
  • Ermöglicht eine effektive Wissensstandabfrage, um Lücken in einem Team oder bei Einzelpersonen schnell zu identifizieren.
  • Dient als flexible und spielerische Alternative zu traditionellen Brainstorming-Methoden, auch mit Gamification-Potenzial.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Fragestellung definieren: Klären Sie im Vorfeld die konkrete Frage oder das Thema, zu dem Ideen oder Wissen gesammelt werden sollen.
  2. Alphabet anordnen: Schreiben Sie das gesamte Alphabet von A bis Z am linken Rand eines Blatt Papiers, von oben nach unten.
  3. Assoziieren und Notieren: Lassen Sie zu jedem Buchstaben Wörter, Ideen oder Konzepte einfallen, die zur festgelegten Fragestellung passen.
  4. Flexibel bleiben: Es ist nicht notwendig, das Alphabet von A bis Z abzuarbeiten. Beginnen Sie bei jedem beliebigen Buchstaben und springen Sie zwischen den Buchstaben hin und her.
  5. Quantität zulassen: Notieren Sie alle Ideen, die Ihnen einfallen. Bei einem Buchstaben können mehrere Wörter stehen, bei einem anderen keines – das ist völlig in Ordnung.
  6. Anwendung im Team: Die Methode kann einzeln oder im Team angewendet werden. Entweder füllt jeder Teilnehmende eine Liste aus, oder das Team arbeitet gemeinsam an einer Liste. Auch eine Aufteilung des Alphabets auf Kleingruppen ist möglich.
  7. Auswertung und Weiterverarbeitung: Sammeln und konsolidieren Sie die entstandenen Ideen, um Muster, Lösungsansätze oder Wissenslücken zu identifizieren.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein häufiger „Stolperstein“ bei der ABC-Liste sind die als schwieriger empfundenen Buchstaben wie X oder Y. Hier gibt es jedoch einfache Tricks, um diese Herausforderung zu meistern:

  • Buchstabe X: Verwenden Sie „x beliebig“ als Joker. Dies erlaubt den Teilnehmenden, an dieser Stelle eine beliebige passende Idee zu notieren, die keinen direkten Buchstabenbezug hat.
  • Buchstabe Y: Nutzen Sie „Ying und Yang“ als Denkimpuls, um etwas Gegensätzliches oder Komplementäres zur Fragestellung zu assoziieren. Dies kann neue Perspektiven eröffnen.

Ein weiterer Tipp für die Moderation ist, die Methode zu „timeboxen“, um Energie in den Raum zu bekommen und einen gewissen spielerischen Wettkampf anzuregen. Die Methode nimmt zudem die Furcht vor dem weißen Blatt Papier, da die vorgegebenen Buchstaben einen Anhaltspunkt bieten und sofort zum Denken anregen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann die ABC-Liste auch zur Selbstreflexion genutzt werden?

Ja, absolut. Man kann sich selbst eine Frage stellen und die Liste nutzen, um tief in das eigene Gehirn zu graben und unbewusste Assoziationen und Ideen freizulegen.

Ist die ABC-Liste eine gute Alternative zu klassischen Brainstormings?

Ja, die ABC-Liste wird im Podcast als „bessere Brainstorming-Alternative“ bezeichnet, da sie durch die Strukturierung über das Alphabet neue Denkwege eröffnet und kreative Blockaden reduziert.

Was mache ich, wenn mir zu einem Buchstaben nichts einfällt?

Das ist völlig in Ordnung. Man muss sich nicht von A bis Z durcharbeiten. Lassen Sie den Buchstaben einfach aus und kommen Sie später eventuell darauf zurück, oder nutzen Sie die Joker-Regeln für X und Y.

Wie kann die ABC-Liste in Retrospektiven eingesetzt werden?

In Retrospektiven kann die ABC-Liste genutzt werden, um Lösungen für Probleme zu entwickeln. Man kann Teams in Kleingruppen aufteilen, die für verschiedene Anfangsbuchstaben Lösungen finden, was die Methode gamifiziert und eine hohe Anzahl an Ideen generiert.

Der Kopf hinter dem Impuls

Isabel Schäfer ist eine kreative Persönlichkeit mit Wurzeln in der Werbebranche. Als Innovationsentwicklerin unterstützt sie Teams dabei, über den Tellerrand zu blicken und flexibler sowie innovativer auf neue Herausforderungen zu reagieren. Sie nutzt die ABC-Liste regelmäßig und bezeichnet sie als ihr „Schweizer Taschenmesser“ unter den Methoden.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Das Schweizer Methoden-Taschenmesser mit Isabell Schäfer

Wer diese Methode von Vera F. Birkenbihl kennt, muss nie wieder Sorge vor Brainstormings, Erkenntnis-Sammlungen oder Findung von Lösungs-Ideen haben. Unsere heutige Gästin Isabell Schäfer stellt uns eine besondere Liste vor, mit der die Teilnehmenden unserer Workshops auf Ideen von A bis Z kommen.

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