Das Duell der Lösungs-Ideen – Konflikte konstruktiv nutzen für bessere Entscheidungen
TL;DR: Diese Methode bringt Teammitglieder dazu, Lösungsideen des jeweils anderen zu verteteidigen und eigene auf Schwachstellen zu prüfen. Sie fördert die kritische Auseinandersetzung mit Vorschlägen, um fundiertere Entscheidungen für die Retrospektive-Phase ‚Decide What to Do‘ zu treffen.
Worum geht es?
In der entscheidenden Phase einer Retrospektive, ‚Decide What to Do‘, stehen Teams oft vor der Herausforderung, aus verschiedenen Lösungsansätzen den besten Weg zur Verbesserung der Zusammenarbeit zu finden. Die hier vorgestellte Methode bietet einen innovativen Ansatz, um Ideen nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, indem Teammitglieder in eine Art ‚Kampfabstimmung‘ treten.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Retrospektiven-Station „Decide What to Do“ |
| Zielgruppe / Größe | Teams (besonders geeignet für introvertierte Teams) / mindestens 4 Personen (Paarbildung) |
| Dauer | Nicht spezifiziert (Moderator wird ermutigt, eine Timebox zu setzen) |
| Material | Nicht spezifiziert (Vermutlich Stift und Papier für Lösungsideen) |
| Schwierigkeitsgrad | Nicht spezifiziert |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Fördert die Weiterentwicklung von Ideen durch konstruktive Auseinandersetzung.
- Zwingt die Teilnehmer, die Lösungsansätze anderer zu verstehen und aktiv zu verteidigen.
- Hilft dabei, Schwachstellen der eigenen Lösungsideen frühzeitig zu erkennen.
- Inspiriert das gesamte Team zu neuen, kombinierten Lösungsansätzen.
- Trainiert Argumentationsfähigkeiten in einem geschützten Rahmen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Ideenfindung: Jedes Teammitglied schreibt eine eigene Lösungsidee für das zuvor identifizierte Problem oder Hindernis auf.
- Paarbildung: Die Teilnehmer werden in Paare zusammengewürfelt.
- Ideenpräsentation: Innerhalb jedes Paares stellt jeder seine eigene Lösungsidee dem Partner vor.
- Rollenwechsel & Argumentation: Nun verteidigt jeder Partner die Lösungsidee des jeweils anderen. Gleichzeitig überprüft man die eigene ursprünglich eingebrachte Idee auf mögliche Schwachstellen.
- Zuhören & Timeboxing: Das gesamte Team hört den „Scheingefechten“ zu. Der Moderator setzt eine Timebox, um zu verhindern, dass die Diskussionen ausufern.
- Entscheidungsfindung: In der großen Runde wird basierend auf den gehörten Argumenten entschieden, welche Lösungsidee oder welcher Ansatz ausprobiert werden soll.
- (Optional) Ideen-Weiterentwicklung: Eine zusätzliche Phase kann eingeplant werden, um aus den Diskussionen und kombinierten Erkenntnissen neue, verbesserte Ideen zu entwickeln.
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Die Methode ist besonders reizvoll für introvertierte Teams, da sie dazu anregt, in die Öffentlichkeit zu treten und Argumente zu präsentieren. Es ist wichtig zu betonen, dass die Retrospektive ein geschützter Raum ist, in dem das Argumentieren und das Führen solcher „Scheingefechte“ geübt werden kann. Eine klare Timebox für die einzelnen Argumentationsphasen ist entscheidend, um den Fokus zu bewahren und ein Ausufern der Diskussionen zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Für welche Phase einer Retrospektive ist diese Methode am besten geeignet?
Diese Methode ist explizit für die Retrospektiven-Station „Decide What to Do“ konzipiert, um konkrete Maßnahmen und Experimente festzulegen.
Was ist der primäre Vorteil dieser Methode gegenüber traditionellen Abstimmungen?
Der Hauptvorteil liegt darin, dass Ideen nicht nur vorgestellt, sondern aktiv verteidigt und gleichzeitig auf Schwachstellen überprüft werden. Dies führt zu einer tieferen Auseinandersetzung mit den Vorschlägen und fördert die gemeinsame Weiterentwicklung.
Ist diese Methode auch für Teams geeignet, die Schwierigkeiten beim öffentlichen Sprechen haben?
Ja, sogar besonders. Sie zwingt die Teilnehmer auf spielerische Weise dazu, in die Öffentlichkeit zu treten und ihre Argumentationsfähigkeiten in einem geschützten Rahmen zu üben.
Wie wird sichergestellt, dass die Diskussionen nicht zu hitzig werden?
Der Moderator sollte unbedingt eine Timebox setzen und den geschützten Rahmen der Retrospektive hervorheben, um eine konstruktive und zielgerichtete Auseinandersetzung zu gewährleisten.
Der Kopf hinter dem Impuls
Jan, einer der Gastgeber des Methoden-Montags, brachte diese innovative Methode ein. Er erhofft sich durch den spielerischen „Kampf“ um Lösungsideen eine tiefere Auseinandersetzung und Weiterentwicklung von Vorschlägen, insbesondere in Phasen, in denen es darum geht, konkrete Maßnahmen für die Teamverbesserung zu definieren.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Das Duell der Lösungs-Ideen
Eine Idee zu finden, wie man ein Problem lösen kann, kann ganz schön tricky sein. Heute stellen wir dir eine Methode vor, bei der die Teilnehmenden in einem Workshops sich duellieren. Erfahre hier, wie’s geht!
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