New Normal: Welche Regeln brauchen hybride Teams?

Regeln für hybride Teams festlegen – Gemeinsam erfolgreich im New Normal

TL;DR: Agile Teams benötigen klare Regeln und Leitplanken, um im hybriden Arbeitsmodell erfolgreich zu sein. Dieser Artikel zeigt Führungskräften, wie sie gemeinsam mit ihren Teams flexible und iterative Regeln entwickeln, um Produktivität und Teamzusammenhalt im „New Normal“ zu gewährleisten.

Worum geht es?

Die Annahme, agile Teams kämen ohne Regeln aus, ist ein Missverständnis. Ganz im Gegenteil: Selbstorganisierte Teams legen sich oft die strengsten Regeln auf. Im Kontext hybriden Arbeitens, bei dem ein Teil des Teams remote arbeitet und ein anderer im Büro, wird die Notwendigkeit klarer Leitplanken noch deutlicher. Dieser Artikel beleuchtet, wie Führungskräfte Regeln und Leitplanken für ihre hybriden Teams erstellen können, die Vertrauen fördern und die Zusammenarbeit effektiv gestalten, anstatt dogmatisch zu wirken.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Definition von Arbeitsweisen und Regeln für hybride und remote arbeitende Teams
Zielgruppe / Größe Führungskräfte und ihre Teams
Dauer Regelmäßige, iterative Reflexion über längere Zeiträume (z.B. erste Experimente über 3 Monate)
Material Nicht spezifiziert (Diskussionsbereitschaft, Moderationskenntnisse)
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Schafft klare Erwartungen und einheitliche Leitplanken für die hybride Zusammenarbeit.
  • Fördert die Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Teammitglieder durch gemeinsame Regelerarbeitung.
  • Ermöglicht flexible Anpassung der Regeln an sich ändernde Bedürfnisse und Arbeitsrealitäten.
  • Stärkt das Teamgefühl und die Leistung durch gemeinsame Gestaltung und Reflexion der Arbeitsweise.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Führungskraft definiert erste Leitplanken: Überlegen Sie als Führungskraft, welche Rahmenbedingungen Sie vertreten können und welche zum Reifegrad Ihres Teams passen. Dies sind die initialen „Leitplanken“.
  2. Mitarbeitende aktiv einbeziehen: Fragen Sie Ihr Team, welche potenziellen Stolpersteine beim Übergang zu hybridem Arbeiten auftreten könnten. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um den Bedarf an Regeln zu identifizieren.
  3. Regeln als Experiment formulieren: Beginnen Sie mit wenigen, flexiblen Regeln und formulieren Sie diese als Experimente. Zum Beispiel: „In den nächsten drei Monaten kann jeder ohne Absprache drei Tage die Woche remote arbeiten.“
  4. Regelmäßige Reflexion und iterative Anpassung: Reflektieren Sie gemeinsam als Team und mit der Führungskraft, wie sich Teamgefühl und Leistung entwickeln. Hinterfragen Sie regelmäßig, ob die bestehenden Regeln noch zeitgemäß und hilfreich sind.
  5. Stand-Up-Meetings als Praxisübung nutzen: Starten Sie mit einer einfachen Diskussion im täglichen Stand-Up: Wie soll das Stand-Up ablaufen, wenn ein Teil remote und ein Teil im Büro ist (z.B. alle remote zugeschaltet oder gemischt)? Üben Sie so das Schaffen und Reflektieren von Regeln.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Vermeiden Sie es, Regeln dogmatisch „in Stein zu meißeln“. Betrachten Sie Regeln stattdessen als flexible Vereinbarungen, die bei Bedarf angepasst werden können. Wenn die einzige Begründung für eine Regel ist „das haben wir doch so vereinbart“, ist es an der Zeit, diese Regel zu hinterfragen und gegebenenfalls auf den „Recyclinghof“ zu bringen. Beginnen Sie mit so wenigen Regeln wie möglich und so vielen wie nötig, und seien Sie bereit, diese im Laufe der Zeit gemeinsam mit dem Team zu verfeinern.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauchen agile Teams wirklich Regeln?

Ja, entgegen einem weit verbreiteten Missverständnis legen sich agile und selbstorganisierte Teams oft die strengsten Regeln auf. Diese Regeln dienen als Leitplanken für eine effektive Zusammenarbeit und Selbstorganisation.

Wer erstellt die Regeln für hybrides Arbeiten?

Idealerweise erstellt die Führungskraft zunächst grundlegende Leitplanken. Der Großteil der Regeln sollte jedoch gemeinsam mit den Mitarbeitenden erarbeitet werden, um Akzeptanz und Relevanz sicherzustellen.

Wie viele Regeln sollten wir für unser hybrides Team haben?

Es gilt der Grundsatz: So viele Regeln wie nötig, so wenig wie möglich. Beginnen Sie mit wenigen essenziellen Regeln und schärfen Sie diese bei Bedarf nach, anstatt jede Eventualität im Voraus abzudecken.

Wie können wir mit der Regelfindung beginnen?

Ein einfacher Startpunkt ist das tägliche Stand-Up-Meeting. Diskutieren Sie mit Ihrem Team, ob sich alle remote zuschalten oder ob ein Teil im Büro und ein Teil remote teilnimmt. Dies ist eine praktische Übung, um das Schaffen und Reflektieren von Regeln zu beginnen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

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Wenn ein Teil der Kolleginnen und Kollegen im Büro arbeitet und ein Teil mobil, verändert sich einiges. Ganz ohne Regeln geht der Übergang ins „Neue Normal“ nicht. Doch welche Regeln brauchen wir und was sollten wir bei allen neuen Regeln beachten? Darum geht es heute.

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