Hybride Führung meistern – Nahbarkeit und Feedback im hybriden Team
TL;DR: Hybride Führung stellt Führungskräfte vor neue Herausforderungen durch unterschiedlich präsente Mitarbeiter. Um dies zu meistern, müssen Führungskräfte nahbarer werden und regelmäßiges, situatives Feedback geben. Durch Methoden wie den „Joe Fix“ und Update-Calls wird die Sichtbarkeit und Wertschätzung aller Teammitglieder sichergestellt, was das persönliche Empfinden und die Entwicklung fördert.
Worum geht es?
Die Führung hybrider Teams verändert den Führungsalltag grundlegend. Führungskräfte arbeiten mit Mitarbeitern zusammen, die teils im Büro präsent sind, teils remote. Dies erfordert eine Anpassung des Führungsstils, um alle Teammitglieder gleichermaßen zu erreichen und zu motivieren. Es geht darum, nahbarer und persönlicher zu werden, um auch auf Distanz eine starke Verbindung zu den Kollegen aufzubauen und ihre Leistungen sichtbar zu machen.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Führung hybrider Teams, Mitarbeiterentwicklung, Feedback-Kultur |
| Zielgruppe / Größe | Führungskräfte und ihre hybriden Teams (einzelne Mitarbeiter für Joe Fix, gesamtes Team für Update-Call) |
| Dauer | Joe Fix: halbe Stunde wöchentlich oder zweiwöchentlich; Update-Call: kurz, wöchentlich |
| Material | Nicht spezifiziert |
| Schwierigkeitsgrad | Nicht spezifiziert |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Fördert Nahbarkeit und persönliche Brücken zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, auch über räumliche Distanz hinweg.
- Sichert die Sichtbarkeit der Leistung von Remote-Mitarbeitern durch regelmäßiges, situatives Feedback und digitale Wertschätzung.
- Verhindert das Gefühl des Abgehängtseins bei Mitarbeitern im Mobile Office und stellt deren gleichberechtigte Teilhabe sicher.
- Stärkt die persönliche Entwicklung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter durch fokussierte Gespräche abseits operativer Themen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Werde nahbarer und persönlicher: Nutze Video und Blickkontakt, um eine stärkere Verbindung aufzubauen. Erwäge informelle Gesprächsformate wie gemeinsame „Spaziergänge“ (telefonisch), um gelöste Gespräche zu ermöglichen.
- Fokussiere auf Feedback: Lobe aktiv und regelmäßig über digitale Kanäle, um sicherzustellen, dass die Leistungen aller Mitarbeiter, insbesondere der Remote-Kollegen, gesehen und gewertschätzt werden. Gib konstruktives, situatives Feedback.
- Etabliere den „Joe Fix“ (individuelle Entwicklung):
- Setze wöchentliche oder zweiwöchentliche halbstündige Einzeltermine mit jedem Teammitglied an.
- Trefft euch remote (z.B. virtueller Kaffee) oder persönlich.
- Fokussiert euch auf das persönliche Empfinden und die Entwicklung des Mitarbeiters, nicht auf operative Aufgaben.
- Gib situatives Feedback: Beschreibe eine konkrete Situation, wie du sie wahrgenommen hast, was sie mit dir gemacht hat und was du dir wünschen würdest – sowohl bei positivem als auch bei konstruktivem Feedback.
- Mache diese Termine zu einem festen Ritual, um Wertschätzung und Sicherheit zu vermitteln.
- Führe wöchentliche „Update-Calls“ (Team-Synchronisation):
- Stelle einen kurzen wöchentlichen Termin für das gesamte Team per Videokonferenz ein.
- Gib ein kurzes Update zu den aktuellen wichtigen Themen und schaffe Raum für Fragen.
- Sorge dafür, dass alle, ob vor Ort oder im Mobile Office, gleichberechtigt teilhaben können.
- Nutze asynchrone Updates: Alternativ zum synchronen Update-Call kannst du auch eine Videobotschaft an dein Team schicken, in der du das Wichtigste zusammenfasst, Lob aussprichst und einen Ausblick auf die nächste Woche gibst.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist Nahbarkeit in der hybriden Führung so wichtig?
Nahbarkeit ist entscheidend, um eine persönliche Brücke zu allen Mitarbeitern aufzubauen und auch bei Remote-Kollegen kurze Zwischentöne wahrzunehmen. Sie hilft der Führungskraft, ein Gefühl für das Team und einzelne Mitglieder zu bekommen, die sie nicht physisch trifft, und fördert Vertrauen sowie eine offene Kommunikation.
Was ist der Unterschied zwischen einem „Joe Fix“ und einem operativen Meeting?
Der „Joe Fix“ fokussiert sich explizit auf das persönliche Empfinden und die Entwicklung der Mitarbeiter, nicht auf operative Aufgaben oder Projektthemen. Er dient dem Austausch darüber, wie gearbeitet wird und wie es den Mitarbeitern geht, und ist als Geschenk der Führungskraft an den Mitarbeiter für dessen individuelle Entwicklung gedacht.
Wie kann ich sicherstellen, dass Remote-Mitarbeiter sich nicht abgehängt fühlen?
Dies gelingt durch regelmäßiges, situatives Feedback und Lob über digitale Kanäle, die den direkten Kontakt im Büro ausgleichen. Zudem durch Update-Calls per Video oder asynchrone Videobotschaften, die alle Teammitglieder gleichberechtigt informieren und einbeziehen und Raum für Fragen bieten.
Können informelle Spaziergänge zur Führung beitragen?
Ja, informelle „Gassi gehen“-Telefonate, bei denen man während eines Spaziergangs telefoniert, ermöglichen einen gelösten Austausch über Themen und helfen, Gedanken zu sortieren. Diese Methode fördert die Nahbarkeit und schafft eine entspannte Gesprächsatmosphäre, die auch im hybriden Umfeld wertvoll ist und die persönliche Verbindung stärkt.
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