Wie bist du Agile Coach geworden, Eric Sönitz?

Agile Coach werden: Eriks Weg vom Projektleiter – Praktische Einblicke & Tipps

TL;DR: Erik Sönitz teilt seine persönliche Reise vom klassischen Projektmanager zum Agile Coach. Dieser Erfahrungsbericht bietet angehenden Coaches wertvolle Einblicke in die notwendigen Schritte, persönlichen Veränderungen und die Kernaufgaben der Rolle, um wirksam in agilen Umfeldern zu wirken.

Worum geht es?

In dieser Sonderfolge des Methoden-Montags spricht Jan mit seinem ehemaligen Ausbildungsjahrgangskollegen Erik Sönitz über die häufig gestellte Frage: Wie wird man eigentlich Agile Coach? Erik nimmt uns mit auf seine Reise von den Anfängen im Wasserfall-Projektmanagement bis zu seiner heutigen Rolle als Agile Coach und Führungskraft für Agile Master und Scrum Master.

Die Rolle auf einen Blick

Kriterium Details
Einsatzgebiet Karrierepfad zum Agile Coach, Organisationsentwicklung
Zielgruppe / Größe Angehende Agile Coaches, Projektleiter, Führungskräfte
Dauer Nicht spezifiziert
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fokussierung auf den Menschen und die einzelnen Teammitglieder in der Zusammenarbeit.
  • Neubewertung und Priorisierung wertvoller Dinge zur Schaffung von Mehrwert.
  • Schaffung eines Umfelds, in dem agile Rollen wie Scrum Master wirksam agieren können.
  • Impulse für die Transformation und das Angehen von Problemen im Führungskreis.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Entwickle Neugier und den Drang zur Veränderung: Starte mit der Motivation, Dinge voranzutreiben und zu verändern, auch wenn es bedeutet, etablierte Arbeitsweisen zu hinterfragen.
  2. Finde erste Berührungspunkte mit Agilität: Engagiere dich in Projekten oder Initiativen, die agile Arbeitsweisen einführen, auch wenn du noch keine agile Rolle inne hast (z.B. als Projektleiter in einem agilen Pilotprojekt).
  3. Erkenne die Unterschiede und Vorteile agiler Arbeit: Nimm wahr, wie sich die Zusammenarbeit verändert, wie der Fokus auf den Menschen zunimmt und wie die Wertschöpfung neu bewertet wird.
  4. Entscheide dich für die Prozess-Schiene: Wenn dich die Gestaltung von Umfeldern für gute Arbeit und die Prozessbegleitung mehr reizen, wähle den Weg des Scrum Masters oder Agile Coaches.
  5. Absolviere eine entsprechende Ausbildung: Investiere in eine fundierte Ausbildung, um die methodischen Kenntnisse zu erwerben und die eigene Wirksamkeit als Coach zu stärken.
  6. Praktiziere kontinuierliche Reflektion: Reflektiere ständig das eigene Handeln, die Beobachtungen im Team und die Wirkungsweise der angewandten Methoden.
  7. Such dir ein unterstützendes Umfeld: Finde eine Stelle oder Organisation, in der die Rolle des Agile Coaches ernsthaft gewünscht ist und du aktiv wirken kannst.
  8. Bringe hohe Frustresistenz mit: Sei bereit für Rückschläge und Widerstände, die in Transformationsprozessen auftreten können.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Der Weg zum Agile Coach kann Herausforderungen mit sich bringen, insbesondere wenn man aus einer anderen Rolle wie dem Projektmanagement kommt. Wichtig ist, zu verstehen, dass die neue Rolle einen auch persönlich verändert und neue Denkweisen erfordert. Eine hohe Frustresistenz ist unerlässlich, da nicht jeder im Unternehmen den Mehrwert des Redens und Spiegels direkt erkennt oder zu schätzen weiß.

Für die eigene Wirksamkeit empfiehlt Erik, sich als Agile Coach nicht nur auf Methoden zu konzentrieren, sondern auch ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, warum Menschen so handeln, wie sie handeln. Indem man sich zurücknimmt und beobachtet, kann man maßgebliche Impulse setzen und ein Umfeld schaffen, in dem Teams und einzelne Agile Master optimal arbeiten können. Reflektion, sowohl der eigenen Rolle als auch der Situation im Team, ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird man Agile Coach, wenn man aus dem klassischen Projektmanagement kommt?

Oft beginnt der Weg mit Neugier und dem Wunsch nach Veränderung. Erste Berührungspunkte mit agilen Methoden und die Erkenntnis über die Vorteile einer anderen Zusammenarbeit führen dazu, sich für die Prozess-Schiene zu entscheiden. Eine fundierte Ausbildung und kontinuierliche Reflektion sind entscheidend.

Welche Eigenschaften sind für einen angehenden Agile Coach besonders wichtig?

Erik betont die Notwendigkeit von viel Neugier, um neue Dinge aufzunehmen, und einer hohen Frustresistenz, um mit den Herausforderungen und Widerständen in agilen Transformationen umzugehen. Auch ein starker Fokus auf den Menschen und das Team ist unerlässlich.

Was macht ein Agile Coach in der Praxis?

Ein Agile Coach beobachtet viel in diversen Teamkonstrukten, nimmt wahr, was passiert, und spiegelt dies zurück. Er gibt Impulse, um Probleme anzugehen, die Transformation voranzubringen und ein Umfeld zu schaffen, in dem Teams und einzelne Agile Master wirksam werden können. Dies geschieht oft durch Gespräche, im One-on-One oder in größeren Kreisen.

Wie erklärt man die Rolle des Agile Coaches Dritten?

Erik erklärt es oft so, wie seine Tochter es beschreibt: „Mein Papa redet die ganze Zeit mit den Leuten.“ Er beobachtet, nimmt wahr, was um ihn herum passiert, und spiegelt dies den Teams oder Führungskräften zurück, um Impulse zu setzen und Lösungen zu finden.

Der Kopf hinter dem Impuls

Erik Sönitz ist seit 2017 als Agile Coach tätig, nachdem er zuvor im Projektleitungsmanagement arbeitete. Er betreut aktuell ein Team von Agile Mastern und Scrum Mastern, bringt den Agile Coaching Gedanken voran und ist auch als Führungskraft im Führungskreis aktiv, um Impulse für die Transformation zu setzen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Wie bist du Agile Coach geworden, Eric Sönitz?

Eine der Fragen, die Jan und Florian am häufigsten gestellt werden, lautet: „Wie seid ihr Agile Coaches geworden?“ – im Advent geben sie diese Frage weiter an andere Coaches. Zum Auftakt beantwortet Eric Sönitz von Tchibo die Frage.

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