Teambuilding durch Intuition mit Canan Dursun

Teambuilding mit der Intuitionsmethode – Stärken entdecken, Spannungen lösen

TL;DR: Die Intuitionsmethode ist ein kraftvoller Icebreaker, bei dem Teammitglieder intuitiv vermutete Stärken des Gegenübers benennen. Sie fördert positive Gefühle, reduziert Spannungen zu Beginn von Workshops und stärkt die Teamverbundenheit durch gegenseitige Wertschätzung und das Sichtbarmachen verborgener Potenziale.

Worum geht es?

Herzlich willkommen beim Methodenmontag! In dieser Folge stellen Florian und Jan ihre Kollegin Canan von RTL Publishing vor. Canan bringt eine besonders wirksame und beliebte Methode für Teambuilding und den Einstieg in Workshops mit, die sie selbst gerne anwendet. Es geht darum, Personen in einer Gruppe intuitiv zu erfassen und ihre vermuteten Stärken zu benennen, ohne viel über sie zu wissen. Eine Übung, die positive Gefühle weckt und Teams enger zusammenwachsen lässt.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Teambuilding, Workshops, Meetings, Retrospektiven (besonders als Icebreaker)
Zielgruppe / Größe Teams, Kleingruppen (3-4 Personen)
Dauer Nicht spezifiziert
Material Nicht spezifiziert (Notizen können hilfreich sein)
Schwierigkeitsgrad Einfach

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Dient als äußerst effektiver Icebreaker, insbesondere für Gruppen, die sich noch nicht gut kennen.
  • Fördert positive Gefühle und stärkt das Selbstwertgefühl der Teilnehmer durch wertschätzendes, intuitives Feedback.
  • Reduziert anfängliche Spannungen und schafft von Beginn an eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre im Team.
  • Stärkt die Intuition der Teilnehmer und zeigt auf, wie treffsicher erste Eindrücke sein können.
  • Hilft, verborgene Stärken, Kompetenzen und Ressourcen im Team sichtbar zu machen und anzuerkennen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Aufgabenstellung erläutern

    Der Moderator erklärt die Übung: Jede Person soll spontan Stärken, Kompetenzen oder Ressourcen ihres Gegenübers benennen, basierend auf dem Gefühl oder der Intuition, nicht auf rationalen Argumenten oder Vorwissen.

  2. Gruppenbildung

    Teilen Sie die Teilnehmer in Dreier- oder Vierergruppen ein. Dies kann physisch in separaten Räumen oder remote in Breakout-Sessions erfolgen.

  3. Feedback-Runde (Phase 1: Feedback geben)

    Eine Person in der Gruppe beginnt und bittet die anderen Gruppenmitglieder um Rückmeldung über ihre spontan vermuteten Kompetenzen und Fähigkeiten.

    Die anderen Gruppenmitglieder geben ihr intuitives Feedback. Die feedbackempfangende Person kommentiert das Gesagte nicht, sondern bedankt sich lediglich und kann sich Notizen machen.

    Dieser Vorgang wird reihum wiederholt, bis jede Person in der Gruppe Feedback erhalten hat.

  4. Reflexions-Runde (Phase 2: Feedback verarbeiten)

    Nachdem alle Feedback erhalten haben, äußert sich jede Person, die Feedback bekommen hat, dazu, wie zutreffend die vermuteten Stärken waren.

    Die Gruppe tauscht sich anschließend darüber aus, wie die Übung wahrgenommen wurde und wie treffsicher die Intuition war.

  5. Optional: Plenums-Austausch

    Zum Abschluss kann ein Austausch im gesamten Plenum stattfinden, um gemeinsame Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen und die Wirkung der Methode zu reflektieren.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Tipp für den idealen Zeitpunkt: Setzen Sie die Intuitionsmethode am besten ganz am Anfang eines Workshops oder Offsites ein, besonders wenn sich die Teilnehmer noch nicht oder nur wenig kennen. Dies löst sofort positive Gefühle aus, nimmt Spannung aus dem Raum und schafft eine exzellente Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Fokus auf Intuition betonen: Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer verstehen, dass es wirklich um die erste, intuitive Wahrnehmung geht und nicht um rationales „Kennen“ der Person. Dies fördert überraschende Erkenntnisse und echte Wertschätzung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für welche Situationen eignet sich diese Methode am besten?

Die Intuitionsmethode ist perfekt als Icebreaker zu Beginn von Workshops, Offsites oder Teambuilding-Maßnahmen geeignet, insbesondere bei neu zusammengestellten oder sich noch fremden Teams.

Was ist der Hauptnutzen der Intuitionsmethode?

Sie stärkt die Verbundenheit im Team, fördert positive Gefühle, reduziert anfängliche Spannungen und macht unerwartete oder unbewusste Stärken sichtbar, was zu einem gesteigerten Wir-Gefühl führt.

Sollte man die Methode auch bei bereits bekannten Teams anwenden?

Ja, auch bei Teams, die sich bereits kennen, kann es spannend sein, über die erste Intuition hinaus verborgene Stärken zu entdecken oder eine neue, wertschätzende Perspektive auf bekannte Kollegen zu erhalten.

Was tun, wenn das Feedback nicht zutrifft?

Auch wenn das Feedback nicht zu 100 % zutrifft, ist dies wertvoll. Es zeigt auf, wie man auf andere wirkt und wie diese Wahrnehmung gegebenenfalls von der eigenen Selbstwahrnehmung abweicht, und bietet Ansätze für weitere Gespräche.

Der Kopf hinter dem Impuls

Canan Dursun ist Agile Coach bei RTL Publishing. Sie unterstützt Bereiche dabei, als Lernorganisation mit selbstorganisierten und standortübergreifenden Teams zusammenzuwachsen und fördert agile Arbeitsweisen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Teambuilding durch Intuition mit Canan Dursun

Wie schätzen wir die anderen Teammitglieder ein? Unsere Intuition kann ein wertvolles Teambuilding-Instrument sein. Wie wir sie gut einsetzen können, verrät uns heute die liebe Canan.

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