Mit Fokus gegen Flut – Priorisieren mal anders

Priorisieren durch aktives Streichen – Mit Fokus gegen die Aufgabenflut

TL;DR: Entdecke eine einfache Methode, um Klarheit bei einer Vielzahl von Aufgaben zu schaffen. Anstatt nur Top-Prioritäten zu definieren, streichst du alle anderen aktiv als „Störfeuer“ durch, die dich von den wirklich wichtigen Zielen abhalten. So schaffst du konsequenten Fokus und erreichst deine Ziele.

Worum geht es?

Kennen Sie das? Ein „bunter Blumenstrauß von Möglichkeiten“ oder eine schier endlose Liste von Ideen und Aufgaben, sei es persönlich oder im Team. Die Frage ist immer: Womit fange ich an und was treibe ich jetzt nach vorne? Die Priorisierung ist entscheidend, aber oft schwierig, da viele Themen verlockend wirken. Diese Methode hilft dabei, den Fokus zu schärfen und sich nicht in zu vielen Projekten zu verzetteln.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Workshops, Meetings, Retrospektiven, persönliche Priorisierung, Teambegleitung
Zielgruppe / Größe Teams, Workshop-Teilnehmer, Einzelpersonen
Dauer Nicht spezifiziert (Methode ist „schnell erklärt“)
Material Nicht spezifiziert (Ideen werden aufgeschrieben)
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Schafft einen klaren Fokus: Das Team konzentriert sich auf die wirklich wichtigen Aufgaben.
  • Vermeidet Verzettelung: Es wird aktiv verhindert, an zu vielen Themen gleichzeitig zu arbeiten.
  • Führt zu Ergebnissen: Maßnahmen und Produkte werden fertiggestellt, anstatt nur Konzepte oder Kick-offs zu haben.
  • Identifiziert Störfeuer: Themen, die vom Wesentlichen ablenken, werden bewusst erkannt und zur Seite gelegt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Ideen sammeln: Fordere das Team auf, alle Ideen oder Möglichkeiten aufzuschreiben. Es können auch eine „Top 25“ oder andere große Mengen an Themen sein.
  2. Top-Prioritäten identifizieren: Zieht eine Klammer oder einen Kreis um die obersten 3, 5 oder 7 (die „Märchenzahl“) der priorisierten Themen.
  3. Den Rest aktiv streichen: Im Gegensatz zum bloßen Ignorieren wird der Rest der Liste (z.B. von Position 6 bis 25) aktiv durchgestrichen.
  4. Kommunizieren und Begründen: Erklärt, dass die durchgestrichenen Themen bewusst nicht angegangen werden, weil sie „Störfeuer“ sind. Sie würden das Team davon abhalten, die Top-Prioritäten zu erreichen.
  5. Feinjustierung mit der „Was-passiert-wenn-Frage“: Für eine tiefere Priorisierung der verbleibenden Aufgaben, frage bei jedem Punkt: „Was passiert eigentlich, wenn ich das nicht tue?“. Dies hilft, zu entscheiden, ob eine Aufgabe delegiert, weggelassen oder selbst erledigt werden muss.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein häufiger Stolperstein in Organisationen ist der fehlende Fokus, da an zu vielen Themen gleichzeitig gearbeitet wird. Die Methode des aktiven Streichens hilft genau hier, indem sie klar signalisiert, welche Themen bewusst zur Seite gelegt werden, um die wichtigsten Ziele zu erreichen. Als Moderator sollte man betonen, dass es nicht darum geht, gute Ideen zu verwerfen, sondern den Fokus auf die Top-Ziele zu lenken.

Nutze die Frage „Was passiert eigentlich, wenn ich das nicht tue?“ als mächtiges Werkzeug, um das Team zur Reflexion anzuregen und die Priorisierung bis ins Detail zu schärfen. Dies hilft nicht nur beim Aussortieren, sondern auch bei der Delegation.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ist das aktive Streichen so wichtig?

Das aktive Streichen sendet ein klares Signal. Es zeigt, dass diese Themen bewusst als „Störfeuer“ identifiziert wurden und nicht bearbeitet werden, um den Fokus auf die obersten Prioritäten zu legen. Es verhindert, dass sie als „irgendwann mal“ Aufgaben im Hinterkopf bleiben.

Wie viele Top-Prioritäten sollte man festlegen?

Die Methode schlägt vor, eine „Märchenzahl“ wie 3, 5 oder 7 als Obergrenze für die Top-Prioritäten zu verwenden, um den Fokus scharf zu halten.

Was passiert mit den durchgestrichenen Ideen? Sind sie für immer verloren?

Die Methode legt den Fokus auf das Hier und Jetzt. Es wird nicht explizit erwähnt, dass die Ideen für immer verloren sind, sondern dass sie jetzt als Ablenkung gelten, um die aktuellen Top-Prioritäten zu erreichen. Sie könnten zu einem späteren Zeitpunkt erneut bewertet werden.

Kann ich diese Methode auch für meine persönliche Aufgabenplanung nutzen?

Ja, die Methode eignet sich hervorragend für die persönliche Priorisierung, um einen klaren Fokus für die eigenen Wochen- oder Tagesaufgaben zu schaffen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Mit Fokus gegen Flut – Priorisieren mal anders

Entdecke in "Mit Fokus gegen die Flut", wie Du durch das Aussortieren von Anti-Prioritäten Klarheit schaffst und Deine wahren Ziele erreichst. Mach Dich bereit, die Aufgabenflut hinter Dir zu lassen und mit klarem Fokus durchzustarten.

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