Heute kommt MacGyver ins Meeting – mit Ansgar Wimmer

What would MacGyver do? – Kreativität & Empathie im Team fördern

TL;DR: Die „What would MacGyver do?“-Methode verwendet zugeloste Alter Egos wie MacGyver oder die Queen, um Teams aus ihrer Komfortzone zu locken und unkonventionelle Lösungen für Probleme zu finden. Sie öffnet den Kreativraum, erzeugt wilde Ideen und fördert das empathische Hineinversetzen in andere Perspektiven.

Worum geht es?

Manchmal braucht es eine neue Perspektive, um alte Probleme zu lösen. Die Methode „What would MacGyver do?“ liefert genau das: Indem Teilnehmende in die Rolle einer bekannten Persönlichkeit schlüpfen, werden Denkmuster aufgebrochen und der Weg für innovative und oft überraschende Ansätze geebnet. Ursprünglich aus dem Design Thinking kommend, findet sie vielseitigen Einsatz, um Kreativität und Empathie in Teams zu stärken.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Retrospektiven, Design Thinking, Kreativphasen, Workshops mit unterschiedlichen Stakeholdern (z.B. Entwickler, Business-Teams, Scrum Master, PO, QAler)
Zielgruppe / Größe Einzelpersonen, Zweierteams, Kleingruppen, ganze Teams
Dauer 10-15 Minuten pro Alter Ego (für Ideenfindung)
Material Nicht spezifiziert
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Öffnet den Kreativraum weit und fördert unkonventionelles Denken.
  • Erzeugt wilde, verrückte und innovative Ideen, auf die man sonst nicht gekommen wäre.
  • Stärkt Empathie, indem sich Teilnehmende in andere Rollen oder Perspektiven hineinversetzen müssen.
  • Hilft Teams, aus ihrer Komfortzone auszubrechen und Probleme aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.
  • Dient als hervorragende Aufwärmübung, um Kreativität und empathisches Verständnis zu aktivieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Problem oder Herausforderung definieren: Klärt die genaue Fragestellung oder das Thema, für das eine Lösung gefunden werden soll.
  2. Alter Egos zulosen oder wählen lassen: Bereitet eine Liste von möglichst unterschiedlichen Charakteren vor (z.B. MacGyver, die Queen, der Papst, Mutter Theresa, Frank Sinatra, James Bond, das Krümelmonster, Pippi Langstrumpf). Weist diese Figuren den Einzelpersonen oder Kleingruppen zu. Eine spielerische Variante ist es, die Gruppen selbst einen Charakter wählen zu lassen oder die Charaktere nach und nach zuzulosen, wobei mutigere Entscheidungen belohnt werden können.
  3. Ideenfindung aus der zugewiesenen Rolle: Gebt den Teilnehmenden 10-15 Minuten Zeit. Sie sollen überlegen, wie ihr zugelostes Alter Ego das definierte Problem angehen oder lösen würde. Das Ziel ist es, aus dieser fremden Perspektive heraus möglichst unkonventionelle und kreative Lösungsansätze zu entwickeln.
  4. Präsentation und Diskussion der Lösungen: Jede Gruppe stellt ihre „charakterbasierte“ Lösung vor. Optional können andere Gruppen erraten, welcher Charakter hinter der präsentierten Lösung steckt, um ein spielerisches Element einzuführen.
  5. Ideen weiterentwickeln: Diskutiert die gesammelten Ideen und identifiziert Elemente, die sich auch in einer finalen Lösung integrieren lassen, selbst wenn sie auf den ersten Blick verrückt erscheinen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Um Widerstände zu minimieren und die Kreativität optimal zu fördern, könnt ihr die Auswahl der Charaktere strategisch gestalten. Beginnt mit weniger „verrückten“ Figuren und steigert den Schwierigkeitsgrad oder die Exzentrik der Charaktere. Belohnt den Mut der Teilnehmenden, sich auf ungewöhnliche Rollen einzulassen, da dies oft zu den innovativsten Ideen führt. Wählt die Charaktere bewusst passend zur Gruppe aus, um sie entweder behutsam aus ihrer Komfortzone zu locken oder gezielt herauszufordern, das Problem aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. Die Methode kann auch hervorragend genutzt werden, um Empathie zwischen verschiedenen Stakeholdern zu fördern, indem beispielsweise ein Product Owner versucht, ein Problem aus der Sicht eines Entwicklers zu lösen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Woher stammt die Methode „What would MacGyver do?“?

Die genaue Quelle der Methode ist nicht bekannt. Der Gast Ansgar Wimmer hat sie aufgegriffen und seit vielen Jahren erfolgreich in seiner Arbeit als agiler Coach eingesetzt.

Ist die Methode nur für spielerische oder lockere Settings geeignet?

Nein, obwohl sie spielerisch ist, kann die Methode auch bei ernsteren Problemen eingesetzt werden, um den Kreativraum zu öffnen und Teams zu helfen, neue, unkonventionelle Perspektiven und Lösungsansätze zu finden.

Wie wähle ich die passenden Alter Egos für mein Team aus?

Wählt bewusst Persönlichkeiten, die sich möglichst stark in Charakter, Aufgabe und Herangehensweise unterscheiden. Ihr könnt die Auswahl an die Gruppe anpassen: Entweder wählt ihr Charaktere, die den Teilnehmenden naheliegen, um den Einstieg zu erleichtern, oder solche, die sie gezielt aus ihrer Komfortzone reißen, um völlig neue Denkweisen zu erzwingen.

Kann die Methode auch verwendet werden, um Empathie zwischen verschiedenen Teamrollen zu fördern?

Ja, absolut. Die Methode eignet sich hervorragend dafür, indem die Teilnehmenden beispielsweise die Rolle eines Kollegen aus einem anderen Bereich (z.B. ein Entwickler als QAler, ein Business-Mitarbeiter als PO) übernehmen und versuchen, ein Problem aus deren Sicht zu lösen.

Der Kopf hinter dem Impuls

Ansgar Wimmer ist ein erfahrener agiler Coach aus Hamburg. Ursprünglich aus dem klassischen BWL-Geschäft kommend, setzt er sich leidenschaftlich dafür ein, Agilität über die reine Softwareentwicklung hinaus in den Business-Bereich zu tragen. Er nutzt spannende Methoden, um Teams dabei zu unterstützen, innovative Lösungen zu finden und ihre Arbeitsweise zu verbessern.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Heute kommt MacGyver ins Meeting – mit Ansgar Wimmer

Da kommt Retro-Feeling auf: Unser heutiger Gast, Ansgar Wimmer, lässt den guten alten MacGyver am Meeting teilnehmen! Wie der Superheld der Neunziger Teams helfen kann, erfahrt ihr in dieser Methode! Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

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