Wer dreht an der Uhr mit Julia Crombach?

Tuckmans Team-Uhr: Phasen der Teamentwicklung verstehen und steuern

TL;DR: Die Team-Uhr nach Bruce Tuckman beschreibt vier Kernphasen der Teamentwicklung: Forming, Storming, Norming, Performing. Sie hilft Teams und Moderatoren, den aktuellen Entwicklungsstand zu erkennen, Konflikte zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung einzuleiten, um so die Leistung und Zusammenarbeit zu optimieren.

Worum geht es?

Jedes Team durchläuft verschiedene Entwicklungsphasen. Doch wie erkennt man, wo ein Team gerade steht und wie kann man es gezielt auf die nächste Stufe bringen? Die Team-Uhr von Bruce Tuckman, ein altbewährtes Modell aus dem Jahr 1965, bietet hierfür einen hervorragenden Rahmen. Julia, Agile Coach bei GONA, stellt uns dieses Modell vor und zeigt, wie es als praktische Methode im Workshop-Kontext eingesetzt werden kann, um Teams zu begleiten und zu stärken.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Team-Entwicklung, Retrospektiven, Team-Building-Events
Zielgruppe / Größe Teams
Dauer Nicht spezifiziert (Modellerklärung sehr schnell, Diskussion variiert)
Material Nicht spezifiziert (Diskussion, eventuell Moderationskarten oder Whiteboard zur Visualisierung der „Uhrzeit“)
Schwierigkeitsgrad Leicht verständlich, eingängig

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Erhöht das Verständnis für die eigene Teamdynamik und die Phasen der Teamentwicklung.
  • Schafft eine gemeinsame Diskussionsgrundlage für den aktuellen Teamzustand, auch bei unterschiedlichen individuellen Wahrnehmungen.
  • Ermöglicht die Identifizierung gezielter Maßnahmen, um das Team bewusst in die nächste Phase zu bewegen.
  • Unterstützt bei der Auswahl passender Team-Building-Maßnahmen, die zum aktuellen Reifegrad des Teams passen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Modell vorstellen: Erläutern Sie die vier Kernphasen der Team-Uhr von Bruce Tuckman (Forming, Storming, Norming, Performing). Beschreiben Sie die typischen Merkmale jeder Phase, wie im Podcast erklärt.
  2. Individuelle Einschätzung: Bitten Sie jedes Teammitglied, sich individuell auf der Team-Uhr zu positionieren und zu überlegen, in welcher Phase es das Team aktuell sieht.
  3. Diskussion & Einigung: Regen Sie eine Diskussion über die individuellen Einschätzungen an. Ziel ist es, dass sich das Team auf eine gemeinsame „Uhrzeit“ bzw. Phase einigt, in der es sich als Ganzes befindet.
  4. Nächste Schritte definieren: Stellen Sie die Frage: „Was könnt ihr jetzt tun, um die Team-Uhr eine Stunde vorzustellen?“ Sammeln Sie konkrete Maßnahmen, die das Team in die nächste Entwicklungsphase bringen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Besonders im Storming können sich Teams sehr unterschiedlich verhalten: Während manche Konstellationen (z.B. mit vielen „männlichen Attributen“) zu offenem, ruppigem Austausch neigen, äußern sich Konflikte in anderen Teams möglicherweise subtiler in kleineren Grüppchen. Achten Sie auf diese unterschiedlichen Dynamiken und schaffen Sie einen sicheren Raum für offene Kommunikation. Wenn neue Teammitglieder hinzukommen, kann das Team in eine frühere Phase zurückfallen, da die Bedürfnisse des neuen Mitglieds im Forming ganz andere sind als die des bereits bestehenden Teams. Nutzen Sie dies, um die Empathie im Team zu fördern und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die Phasen der Team-Uhr nach Tuckman?

Die vier Kernphasen sind: Forming (Aufwärmen, Orientierung), Storming (Konflikte, Machtspielchen), Norming (neue Umgangsformen, Feedback-Kultur) und Performing (ideenreich, flexibel, leistungsstark).

Kann ein Team in den Phasen der Team-Uhr zurückfallen?

Ja, im Gegensatz zu einer normalen Uhr kann die Team-Uhr auch mal rückwärts gehen. Dies geschieht häufig, wenn sich die Teamkonstellation ändert, z.B. wenn jemand das Team verlässt oder ein neues Mitglied hinzukommt.

Warum ist es wichtig, die Team-Uhr zu kennen?

Das Modell hilft, Teamdynamiken zu verstehen, den aktuellen Entwicklungsstand zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um das Team weiterzuentwickeln. Es hilft auch, Team-Building-Maßnahmen passend zur aktuellen Phase auszuwählen.

Gibt es mehr als vier Phasen in Tuckmans Modell?

Bruce Tuckman fügte später, etwa 12-15 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung, noch die Adjourning-Phase hinzu. Der Podcast konzentriert sich jedoch auf die vier Kernphasen.

Der Kopf hinter dem Impuls

Julia ist eine der agilen Coaches bei GONA und hat die Team-Uhr von Bruce Tuckman als Methode in den Podcast mitgebracht. Sie nutzt das Modell in ihrer Arbeit, um Teams zu spiegeln und bei ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Wer dreht an der Uhr mit Julia Crombach?

Heute behandeln wir wieder einen absoluten Klassiker im Podcast und Agile Coach Julia verrät euch, wie ihr ein altbekanntes Modell einfach zur Workshop-Methode umfunktionieren könnt! Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

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