Toffifee-Retro – Süße Einblicke für deine Retrospektive
TL;DR: Die Toffifee-Retro ist eine kreative Methode, um Retrospektiven ansprechend und spielerisch zu gestalten. Sie löst das Problem monotoner Reflexionsrunden, indem sie eine strukturierte Kategorisierung von Erfolgen, Herausforderungen, Learnings und zu entsorgenden Themen ermöglicht, was zu mehr Engagement und klaren Ergebnissen führt.
Worum geht es?
Entdecke mit Inga Laufkötter eine ungewöhnlich süße Methode für deine nächste Retrospektive: die Toffifee-Retro. Diese Methode nutzt die beliebte Süßigkeit als Metapher, um Teams auf spielerische Weise durch die Reflexion eines vergangenen Sprints oder Projektzeitraums zu führen. Egal ob digital, hybrid oder vor Ort – die Toffifee-Retro macht die Teambegleitung wirksamer und bringt verborgene Erkenntnisse ans Licht.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Retrospektiven, Team-Meetings, Workshops zur Reflexion |
| Zielgruppe / Größe | Teams, agile Arbeitsgruppen, auch für Personen ohne Vorkenntnisse in Retros |
| Dauer | Nicht spezifiziert |
| Material | Toffifees, Post-its (physisch oder digital), Whiteboard/Flipchart oder digitales Concept-Board |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Fördert eine positive Gesprächskultur durch den Fokus auf Erfolge und Wertschätzung (Schokolade).
- Strukturiert die Diskussion über gemeisterte Herausforderungen und Hürden (Nuss).
- Hilft, wichtige Learnings und Erkenntnisse explizit zu identifizieren und festzuhalten (Karamell).
- Bietet einen effektiven Weg, störende oder nervige Themen klar zu benennen und konkrete Schritte zu deren Entsorgung zu planen (Verpackung).
- Steigert das Engagement und die Zugänglichkeit der Retrospektive durch den spielerischen und bekannten Süßigkeiten-Ansatz.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Vorbereitung: Besorge ausreichend Toffifees und stelle diese zu Beginn des Meetings bereit (physisch oder virtuell). Bereite ein Whiteboard, Flipchart oder ein digitales Concept-Board mit vier klar beschrifteten Bereichen vor: „Schokolade“, „Nuss“, „Karamell“ und „Verpackung“.
- Einführung: Stelle die Toffifee-Methode vor und erkläre kurz die Analogie der einzelnen Bestandteile zur Retrospektive. Wecke die Neugierde der Teilnehmenden.
- „Schokolade“ – Was war süß wie Schokolade? Beginne damit, positive Ereignisse, Erfolge, gelungene Kooperationen oder Lobpunkte zu sammeln. Was hat euch gefreut? Ermutige das Team, sowohl individuelle Leistungen als auch Teamerfolge zu würdigen. Lasst die Teilnehmenden ihre Gedanken auf Post-its notieren und in den Bereich „Schokolade“ kleben.
- „Nuss“ – Welche Nuss haben wir geknackt? Konzentriere dich auf Herausforderungen, Hindernisse oder ungewisse Situationen, die im letzten Sprint oder Projektzeitraum gemeistert wurden. Welche Probleme mussten gelöst werden? Sammelt diese auf Post-its und ordnet sie dem Bereich „Nuss“ zu.
- „Karamell“ – Was ist kleben geblieben? Hier geht es um Learnings, Erkenntnisse und wichtige Dinge, die das Team mitnimmt. Was habt ihr gelernt? Was sollte beibehalten oder weiterentwickelt werden? Sammelt diese Punkte auf Post-its und platziert sie im Bereich „Karamell“.
- „Verpackung“ – Was können wir entsorgen? (Bonus-Track) Dieser Bereich widmet sich den Themen, die das Team nerven, stören oder loswerden möchte. Was sollte zukünftig vermieden oder entsorgt werden? Nutzt Post-its für diese Punkte und ordnet sie dem Bereich „Verpackung“ zu.
- Priorisierung & Diskussion: Nach dem Sammeln könnt ihr eine Voting-Funktion (digital) oder Punkt-Voting (physisch) nutzen, um die Top-Themen in jeder Kategorie zu identifizieren. Diskutiert die meistgenannten Punkte und entwickelt gegebenenfalls konkrete Maßnahmen und Verantwortlichkeiten.
- Abschluss: Lasst das Team die Toffifees genießen und bedankt euch für die offene Reflexion.
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Ein wesentlicher Tipp ist es, die Toffifees nicht erst am Ende, sondern bereits zu Beginn der Retro bereitzustellen. Dies weckt die Neugier und fördert die aktive Teilnahme, da die Teilnehmenden während des Brainstormings die Süßigkeit „rundlutschen“ können. Bei Remote-Events kann das Versenden kleiner Toffifee-Pakete vorab eine tolle Geste sein, um das Engagement zu erhöhen. Zudem ist es wichtig, den positiven Aspekten (Kategorie „Schokolade“) ausreichend Raum zu geben, da im Arbeitsalltag oft der Austausch über Erfolge und Lob zu kurz kommt. Für die Priorisierung vieler gesammelter Punkte empfiehlt sich der Einsatz digitaler Tools mit Voting-Funktion, um schnell die relevantesten Themen herauszufiltern.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann die Toffifee-Retro auch remote durchgeführt werden?
Ja, die Methode eignet sich hervorragend für Remote-Teams. Es wird empfohlen, digitale Tools wie ein Concept-Board zu nutzen. Für ein besonderes Erlebnis können Toffifees auch vorab an die Teilnehmenden verschickt werden, um die Neugier zu wecken und die Metapher erlebbar zu machen.
Wofür stehen die einzelnen Bestandteile des Toffifees?
Die Schokolade symbolisiert positive Ereignisse, Erfolge und Lob. Die Nuss steht für gemeisterte Herausforderungen und überwundene Hindernisse. Das klebrige Karamell repräsentiert Learnings und Erkenntnisse. Die Verpackung, als Bonus-Track, dient dazu, nervige oder zu entsorgende Themen zu identifizieren.
Warum ist es wichtig, über positive Aspekte zu sprechen?
Laut Inga Laufkötter ist es besonders wichtig, im Alltag auch über Positives zu sprechen, da dies oft untergeht. Die Kategorie „Schokolade“ bietet hierfür einen dedizierten Raum, um Lob und Wertschätzung für Leistungen und Personen im Team auszudrücken.
Welche Tools können für die Toffifee-Retro verwendet werden?
Das Concept-Board wird im Podcast als Top-Tool für digitale oder hybride Retrospektiven genannt, da es das Kleben von Post-its und eine effektive Voting-Funktion ermöglicht, um den Input zu priorisieren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Der Kopf hinter dem Impuls
Inga Laufkötter ist Senior Projektmanagerin im Team Transformation Management Office bei Avato Bertelsmann. Mit 18 Jahren Erfahrung in verschiedenen Positionen im Unternehmen, unterstützt sie als Teil des Projektmanagement Offices die übergeordnete Projektgovernance, betreut Projekte und bietet regelmäßiges Coaching sowie Moderation für Projektleiter an.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Die Toffifee-Retro mit Inga Laufkötter
Die Toffifee-Retro-Methode bietet eine kreative und unterhaltsame Möglichkeit für Teams, retrospektive Meetings durchzuführen. Durch die spielerische Aufteilung in Schokolade, Nuss, Karamell und Verpackung können positive Ereignisse, Herausforderungen, Learnings und aufzugebende Themen strukturiert reflektiert werden. Wie es geht, erfahrt ihr in der heutigen Folge!