Die 12 Lieblingsprobleme Methode – Fokus für wirksame Problemlösung
TL;DR: Die „12 Lieblingsprobleme Methode“ nach Richard Feynman hilft Individuen und Teams, sich auf die wichtigsten Herausforderungen zu konzentrieren. Durch das regelmäßige Betrachten einer Liste von zwölf Kernthemen werden unbewusst Lösungsansätze aktiviert und langfristiger Fokus gewährleistet.
Worum geht es?
In unserer heutigen Methode, den „12 Lieblingsproblemen“, tauchen wir tief in ein Konzept ein, das zunächst nach einer Belastung klingt, aber tatsächlich ein mächtiges Werkzeug für Selbstreflexion und Teamentwicklung ist. Entdecke, wie diese Methode, die auf den Physiker und Mathematiker Richard Feynman zurückgeht, dir und deinem Team helfen kann, sich langfristig auf die wirklich wichtigen Themen zu fokussieren und innovative Lösungen zu finden – oft sogar unbewusst.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Selbstreflexion, Teamentwicklung, Problemlösung |
| Zielgruppe / Größe | Einzelpersonen, Teams (nicht spezifiziert) |
| Dauer | Nicht spezifiziert (tägliche Reflexion, regelmäßige Überprüfung) |
| Material | Schreibmaterial (Papier/digital) |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Fokussierung auf die relevantesten teaminternen Herausforderungen.
- Klärung der Problemlandschaft – der „Nebel“ lichtet sich.
- Identifikation von Überschneidungen und individuellen Problemwahrnehmungen innerhalb des Teams.
- Bewusstmachen von Problemen, die außerhalb des eigenen „Circle of Influence“ liegen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Methode lässt sich sowohl für die Selbststeuerung als auch für die Teambegleitung anwenden:
Für Einzelpersonen (Selbststeuerung)
- Liste erstellen: Schreibe eine Liste mit deinen zwölf wichtigsten und interessantesten Themen, die dich aktuell beschäftigen. Das Wort „Problem“ meint hier nicht zwingend etwas, das ad hoc gelöst werden muss, sondern kann auch Themen umfassen, die dich begeistern, herausfordern oder faszinieren (z.B. „Wie kann ich langfristig neue Gewohnheiten etablieren, die mich gesünder und glücklicher machen?“ oder „Wie kann ich meine Arbeitszeit effektiver nutzen, ohne dabei gestresst zu sein?“).
- Priorisieren: Überprüfe die Liste und priorisiere die Themen nach ihrer Relevanz und den potenziellen Auswirkungen auf dein Leben oder deine Arbeit.
- Regelmäßig ansehen: Sieh dir deine Liste am besten täglich an. Das Ziel ist, die „Lieblingsprobleme“ im Unterbewusstsein präsent zu halten.
- Reflektieren & Anpassen: Überprüfe die Liste regelmäßig (z.B. monatlich). Ist eines der Probleme bereits gelöst, nicht mehr relevant oder hat sich ein neues Feld aufgetan, das aufgenommen werden sollte?
Für Teams (Teambegleitung)
- Problemidentifikation: Jedes Teammitglied erstellt eine Liste mit bspw. fünf teaminternen „Lieblingsproblemen“ oder eine vollständige Zwölferliste.
- Konsolidieren & Abgleichen: Vergleicht die individuellen Listen im Team. Diskutiert, welche Probleme einen großen Überschnitt haben und welche vielleicht nur von einzelnen Personen wahrgenommen werden.
- Priorisieren & Einordnen: Priorisiert die gemeinsamen und individuellen Probleme. Sprecht darüber, welche davon innerhalb eures „Circle of Influence“ liegen und welche ihr bewusst akzeptieren müsst, dass ihr sie nicht lösen könnt.
- Regelmäßige Überprüfung: Haltet die Liste der Team-Lieblingsprobleme sichtbar (z.B. an einem digitalen Board) und überprüft sie regelmäßig, um den Fortschritt zu verfolgen und neue Herausforderungen aufzunehmen.
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Ein wichtiger Tipp im Umgang mit der Methode ist, bewusst zu erkennen, welche Probleme sich innerhalb des „Circle of Influence“ des Teams befinden und welche nicht. Probleme, die das Team nicht direkt lösen kann, sollten verbalisiert, aber als außerhalb des Einflussbereichs akzeptiert werden, um Frustration zu vermeiden und den Fokus auf lösbare Herausforderungen zu lenken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist mit „Problem“ in diesem Kontext gemeint?
Der Begriff „Problem“ ist hier weit gefasst. Es sind nicht nur akute Schwierigkeiten gemeint, sondern auch faszinierende, herausfordernde oder begeisternde Themen und Fragen, die eine langfristige Auseinandersetzung erfordern und das Potenzial für Wachstum und Entwicklung bieten.
Wer ist Richard Feynman?
Richard Feynman war ein amerikanischer Physiker, der für seine Arbeiten zur Quantenelektrodynamik den Nobelpreis erhielt und auch als Mathematiker tätig war. Die Methode der „12 Lieblingsprobleme“ wird ihm zugeschrieben.
Warum genau zwölf Probleme?
Die Zahl zwölf dient als Rahmen, um den Fokus zu schärfen und eine überschaubare, aber dennoch umfassende Anzahl an Kernthemen langfristig im Blick zu behalten. Es verhindert Überforderung und fördert die kontinuierliche Auseinandersetzung.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Lieblingsprobleme und wie man sie löst
In der heutigen Episode geht es nur um Probleme – und zwar um unsere Lieblingsprobleme. Warum wir die auflisten sollten und regelmäßig anschauen, darum geht es in dieser Folge.