Reflektieren in 3D mit Janek Panneitz

3D-Welten Methode – Gemeinsames Verständnis dreidimensional erleben

TL;DR: Die 3D-Welten Methode von Janek Panneitz nutzt haptische Sechsecke, Höhenplättchen und Figuren, um komplexe Themen dreidimensional sichtbar zu machen. Sie löst das Problem des visuellen Rauschens in Workshops und ermöglicht Teams, Prioritäten und Wechselwirkungen gemeinsam zu verstehen und zu visualisieren.

Worum geht es?

Entdecke eine innovative Methode, die abstrakte Themen der Arbeitsbetriebsorganisationspsychologie durch den Einsatz von Brettspielen und Gamification greifbar macht. Die 3D-Welten sind eine dreidimensionale Repräsentation von Themen, die mit dem gemeinsamen Verständnis der Teilnehmenden wächst. Diese Methodik überwindet die Grenzen traditioneller 2D-Workshop-Ansätze und fördert ein tieferes, gemeinsames Verständnis durch visuelle und haptische Interaktion.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Priorisierungsprozesse, Stakeholder-Analysen, Risikoanalysen, Change-Prozesse, virtuelle Backlogs, Daily Scrum
Zielgruppe / Größe Nicht spezifiziert
Dauer Nicht spezifiziert
Material Sechsecke (wie bei ‚Siedler von Catan‘), spezielle Höhenplättchen, Figuren (für Stakeholder/Interessen)
Schwierigkeitsgrad Nicht spezifiziert (erfordert Facilitation)

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Macht Arbeitsbetriebsorganisationspsychologische Themen erlebbar, statt sie als graue Theorie darzustellen.
  • Reduziert visuelles Rauschen im Vergleich zu herkömmlichen Post-it-Wänden, da jede inhaltliche Dimension eine eigene visuell wahrnehmbare Dimension hat.
  • Ermöglicht das Betrachten von Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Dimensionen.
  • Sorgt für gleichen Zugang und Beteiligung aller Teilnehmenden, besonders beim Silent Clustering, durch die horizontale Anordnung.
  • Fördert Nachhaltigkeit und Ressourcenfreundlichkeit durch wiederverwendbare und abwaschbare Materialien für einen Zero-Waste-Workshop.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Jeder Teilnehmende hat zunächst eine eigene Vorstellung oder „Landkarte“ des Themas.
  2. Diese individuellen Vorstellungen werden schrittweise zusammengeführt und auf einem Tisch als 3D-Welt entwickelt (nicht durch Glasplatten, sondern durch eine spezielle Methodik).
  3. Sechsecke (ähnlich denen aus „Siedler von Catan“) werden thematisch gesammelt und an Stellen inhaltlicher Nähe aneinandergelegt.
  4. Spezielle Höhenplättchen werden eingesetzt, um die Priorität darzustellen: Themen mit hoher Priorität wachsen in die Höhe.
  5. Optional können Figuren hinzugefügt werden, die verschiedene Stakeholder oder Interessen repräsentieren.
  6. Der gesamte Prozess wird durch gezielte Facilitation begleitet, um die Perspektiven aller zu berücksichtigen und das Bild gemeinsam zu erstellen.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Ein häufiger Stolperstein bei kollaborativen Übungen wie dem Silent Clustering ist die Dynamik an vertikalen Flächen wie Pinnwänden, wo oft einzelne Personen dominieren. Ein entscheidender Tipp ist, solche Clusterings in die horizontale Ebene zu verlegen, also auf einem Tisch oder dem Fußboden durchzuführen. In dem Moment, wo alle um den Tisch stehen, haben alle den gleichen Zugang zur Mitte. Das fördert die Involvierung und verhindert, dass zwei „Alphatiere“ den Raum blockieren, was die Teamarbeit erheblich verbessert und die Ergebnisse diverser macht.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie funktioniert das Silent Clustering mit 3D-Welten?

Silent Clustering wird idealerweise auf einer horizontalen Fläche (Tisch oder Fußboden) durchgeführt, um allen Teilnehmenden den gleichen Zugang zur Mitte des Tisches zu ermöglichen. Dies vermeidet, dass einzelne Personen die Sortierung dominieren, wie es manchmal an einer Pinnwand der Fall sein kann. Dabei sortieren alle gleichzeitig und ohne Absprache thematisch ähnliche Sechsecke zusammen.

Was ist der Vorteil gegenüber klassischen Post-it-Wänden?

Im Gegensatz zu Post-it-Wänden, die oft zu visuellem Rauschen und einem „Kindergeburtstag an der Wand“ führen können, haben die 3D-Welten für jede inhaltliche Dimension auch eine andere visuell wahrnehmbare Dimension. Dadurch können Dinge besser miteinander ins Verhältnis gesetzt und Wechselwirkungen betrachtet werden. Zudem sind die Materialien wiederverwendbar und für einen Zero-Waste-Workshop konzipiert.

Kann man die Ergebnisse festhalten?

Ja, die Ergebnisse können per Fotoprotokoll festgehalten und auf digitale Miro-Boards übertragen werden, um dort weiterbearbeitet zu werden. Die 3D-Welten können auch über längere Prozesse ausgestellt und genutzt werden, beispielsweise zur Erstellung virtueller, dreidimensionaler Backlogs oder zur Begleitung von Change-Prozessen.

Sind die Materialien nachhaltig?

Ja, die 3D-Welten sind so konzipiert, dass die Materialien (Sechsecke, Höhenplättchen, Figuren) abwaschbar und wiederverwendbar sind, mit dem Ziel eines Zero-Waste-Workshops, bei dem möglichst kein Müll produziert wird.

Der Kopf hinter dem Impuls

Janek Panneitz ist Arbeitsbetriebsorganisationspsychologe. Er verknüpft seine Expertise mit den Themen Brettspiele und Gamification, um arbeitsbetriebsorganisationspsychologische Inhalte erlebbar zu machen und von grauer Theorie in praktische, reflektierbare Erfahrungen zu verwandeln.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Reflektieren in 3D mit Janek Panneitz

Wenn im Workshop plötzlich komplette Welten entstehen, wird das Problem und mögliche Lösungen förmlich greifbar! Wie wir unsere Themen in eine Dreidimensionalität im Raum bekommen, erzählt uns dieses Mal Janek.

🎧 Hier geht es direkt zur Episode

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert