Put it into Perspective – Schwierige Gespräche sicher meistern
TL;DR: ‚Put it into Perspective‘ ist eine einfache Methode, um sich auf schwierige Gespräche vorzubereiten. Durch das Durchspielen von Worst-Case-, Best-Case- und wahrscheinlichsten Szenarien werden Ängste reduziert und die eigene Handlungsfähigkeit gestärkt. Dies führt zu mehr Sicherheit und einer besseren Gesprächsführung.
Worum geht es?
Herausfordernde Gespräche, sei es ein Kritik-, Kündigungs- oder Gehaltsgespräch, lösen oft Sorgen und Ängste aus – sowohl bei erfahrenen als auch bei jungen Führungskräften. Die Methode ‚Put it into Perspective‘ bietet einen strukturierten Ansatz, um sich diesen Gesprächsanlässen zu stellen, Emotionen zu managen und die eigene Gesprächsstrategie zu optimieren. Sie hilft, Unsicherheiten zu minimieren und mit mehr Gelassenheit und Plan in den Dialog zu gehen.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Vorbereitung auf schwierige Gespräche (Kündigung, Kritik, Gehaltsverhandlung, Beförderung). Auch für Mitarbeitende, die Feedback geben oder Forderungen stellen wollen. |
| Zielgruppe / Größe | Führungskräfte, Mitarbeitende, Coaches (zur Begleitung ihrer Klienten). Einzelanwendung. |
| Dauer | Nicht spezifiziert |
| Material | Nicht spezifiziert |
| Schwierigkeitsgrad | Händelbar (einfach) |
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Reduziert Ängste und Sorgen vor schwierigen Gesprächssituationen.
- Stärkt die Sicherheit und das Selbstvertrauen in der Gesprächsführung.
- Ermöglicht eine strukturierte und proaktive Vorbereitung auf herausfordernde Dialoge.
- Fördert eine ergebnisorientierte Gesprächsgestaltung durch vorausschauende Planung.
- Bietet einen universellen Rahmen für Führungskräfte und Mitarbeitende gleichermaßen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Was kann im schlimmsten Fall passieren? (Worst Case / WKI-SFP): Male dir die denkbar schlechteste Reaktion deines Gegenübers aus. Beschreibe diese Reaktion so konkret wie möglich, um die gefühlte Bedrohung zu reduzieren.
- Was wäre der Best Case? Überlege, wie die ideale oder für dich angenehmste Reaktion des Gegenübers aussehen könnte. Was würdest du dir wünschen?
- Was ist die wahrscheinlichste Reaktion? (Most Probable Case): Bewerte realistisch, welche Reaktion am ehesten zu erwarten ist. Meist liegt diese irgendwo zwischen dem Worst Case und dem Best Case.
- Was kann ich jetzt tun? Entwickle auf Basis der Szenarien konkrete Strategien und überlege, wie du das Gespräch aufbauen kannst, um die Wahrscheinlichkeit eines positiven Verlaufs (näher am Best Case) zu erhöhen.
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Ein häufiger Stolperstein in schwierigen Gesprächssituationen sind unkonkrete Ängste und Sorgen, die das Handeln blockieren. ‚Put it into Perspective‘ hilft, diese diffusen Ängste zu verbalisieren und zu konkretisieren. Sobald der Worst Case klar benannt ist, verliert er oft einen Großteil seiner Bedrohlichkeit. Dies ermöglicht es, von der reinen Angstbeherrschung zu einer lösungsorientierten Planung überzugehen.
Die Methode kann auch als Selbstcoaching-Tool genutzt werden. Durch das strukturierte Durchdenken der verschiedenen Szenarien gelangen Führungskräfte und Mitarbeitende vom Zustand der Sorge direkt zur Entwicklung konkreter Handlungsstrategien und gewinnen dadurch spürbar an Sicherheit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer kann die Methode „Put it into Perspective“ anwenden?
Die Methode ist universell einsetzbar und eignet sich für Führungskräfte zur Vorbereitung auf herausfordernde Mitarbeitergespräche sowie für Mitarbeitende, die kritische Rückmeldungen geben oder Forderungen stellen möchten. Auch Coaches können sie zur Begleitung ihrer Klienten nutzen.
Was bedeutet die Abkürzung WKI-SFP?
WKI-SFP steht für „Was kann im schlimmsten Fall passieren?“. Es ist eine liebevolle Bezeichnung für den Worst Case, der als erster Schritt in der Methode betrachtet wird, um Ängste zu konkretisieren.
Welcher ist der größte Vorteil der Methode?
Der größte Vorteil liegt in der Reduzierung von Ängsten und Sorgen vor schwierigen Gesprächen. Durch das gedankliche Durchspielen aller möglichen Szenarien wird die Unsicherheit minimiert und die eigene Handlungsfähigkeit gestärkt, was zu mehr Gelassenheit und Sicherheit im Gespräch führt.
Kann ich diese Methode auch für positive Gespräche oder Verhandlungen nutzen?
Ja, absolut. Die Methode kann auch hervorragend zur Vorbereitung auf Gehaltsverhandlungen, Beförderungsgespräche oder andere Situationen eingesetzt werden, in denen man ein bestimmtes Ziel erreichen und auf mögliche Reaktionen vorbereitet sein möchte.
Der Kopf hinter dem Impuls
Markus Schweikert ist Experte aus dem Großraum Hamburg, der Führungskräfte und Unternehmen bei Veränderungsprozessen begleitet. Sein Motto ‚Wurzeln beachten, Wandel gestalten, Wachstum entfalten‘ spiegelt seine wachstumsorientierte Herangehensweise wider, die auch in der positiven Führung Anklang findet. Markus ist Co-Autor eines Buches über das positive Führen von Mitarbeitergesprächen und wurde den Gastgebern Florian und Jan von Christian empfohlen.
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
Schwierige Gespräche vorbereiten mit Marcus Schweighart
„Put it into perspective“ heißt die Methode, die uns Marcus Schweighart heute mitbringt. Die Methode soll vor allem Führungskräfte bei der Vorbereitung schwieriger Gespräche helfen – aber zusammen haben wir festgestellt, dass es noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten gibt.