Stärken, Schattenseiten & Überraschungen

Stärken sichtbar machen mit Gegenständen – Eine kreative Methode für mehr Teameinblick und Wertschätzung

TL;DR: Entdecke eine spielerische Methode, bei der jedes Teammitglied einen persönlichen Gegenstand mitbringt, der seine größte Stärke symbolisiert. Dies fördert das gegenseitige Verständnis, die Wertschätzung innerhalb des Teams und ermöglicht eine offene Reflexion über die Stärken sowie deren potenzielle Schattenseiten, ideal als Workshop-Einstieg.

Worum geht es?

Die vorgestellte Methode ist ein wunderbarer Einstieg in Team-Workshops oder Teamtage, sei es für neue oder bereits bestehende Teams. Sie zielt darauf ab, individuelle Stärken auf eine kreative und interaktive Weise sichtbar zu machen und gleichzeitig die Kommunikation und das gegenseitige Verständnis im Team zu fördern. Durch die Assoziation von persönlichen Stärken mit konkreten Gegenständen entsteht eine lebendige Diskussionsgrundlage, die zu tieferen Einsichten in die Teamdynamik führt.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

Kriterium Details
Einsatzgebiet Team-Workshops, Teamtage, Retrospektiven (insbesondere zum Kennenlernen oder zur Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses)
Zielgruppe / Größe Neue und bestehende Teams; keine spezifische Größenbeschränkung genannt.
Dauer Nicht spezifiziert (als „Einstieg“ in einen Workshop gedacht)
Material Gegenstände (von Teilnehmenden mitgebracht), ein Tablett, ein Tuch/Decke
Schwierigkeitsgrad Einfach

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Fördert ein bewusstes und engagiertes Einlassen auf den Workshop oder Teamtag.
  • Ermöglicht eine gegenseitige Wertschätzung, indem Teammitglieder die Stärken der anderen erkennen und benennen.
  • Schafft einen Rahmen, um Stärken und deren potenzielle Schattenseiten transparent zu kommunizieren.
  • Baut Vertrauen auf und vertieft das Kennenlernen der Teammitglieder auf einer persönlichen Ebene.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Vorbereitung durch den Moderator: Ein bis zwei Tage vor dem Teamtermin (z.B. einem Teamtag oder Workshop) sendet der Moderator eine Nachricht an alle Teilnehmenden. Darin werden sie gebeten, einen Gegenstand mitzubringen, der ihre größte Stärke symbolisiert, die sie ins Team einbringen.
  2. Heimliche Abgabe: Die Teilnehmenden geben ihre mitgebrachten Gegenstände dem Moderator heimlich vor Beginn des Termins oder legen sie in einem separaten Raum ab.
  3. Präsentation der Gegenstände: Der Moderator sammelt alle Gegenstände auf einem Tablett, deckt sie mit einem Tuch ab und platziert das Tablett in der Mitte des Stuhlkreises oder Arbeitsbereichs.
  4. Die Vermutungsrunde: Sobald alle Platz genommen haben, nimmt der Moderator das Tuch ab und fordert die Teilnehmenden auf, sich die Gegenstände anzusehen. Anschließend wird die Person links neben sich betrachtet. Jeder sagt reihum, welchen Gegenstand die Person links von ihr mitgebracht haben könnte und für welche Stärke dieser Gegenstand in Bezug auf diese Person stehen könnte. (Beispiel: „Ich glaube, du hast den Hammer mitgebracht, weil du Dinge gerne anpackst und aufbaust.“)
  5. Dank und Weitergabe: Die angesprochene Person bedankt sich für die Einschätzung. Die Runde wird fortgesetzt, bis jede Person einmal die Stärke des links sitzenden Nachbarn interpretiert und einen Gegenstand zugeordnet hat.
  6. Die Auflösung: Nachdem die Runde abgeschlossen ist, löst jede Person reihum selbst auf. Man präsentiert seinen eigenen mitgebrachten Gegenstand und erklärt, welche Stärke man damit meinte. Wichtig ist hierbei auch, die „Schattenseite“ oder einen potenziellen Nachteil dieser Stärke zu benennen (z.B. „Mein Tatendrang kann manchmal überwältigend sein“ oder „Mein Taschenmesser hilft, Probleme schnell zu lösen, aber ich übersehe dabei vielleicht andere passende Werkzeuge oder den größeren Kontext“).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss man ein Experte für Stärken sein, um diese Methode anzuwenden?

Nein, absolut nicht. Die Methode ist so konzipiert, dass jeder sie anwenden kann, indem man sich einmal bewusst mit seinen eigenen Stärken auseinandersetzt und diese metaphorisch mit einem Gegenstand verbindet.

Was passiert, wenn meine Einschätzung der Stärke des anderen Teammitglieds nicht zutrifft?

Das ist sogar ein gewünschter und schöner Effekt! Selbst wenn man nicht ins Schwarze trifft, ist es für die angesprochene Person und die Person, die den Gegenstand wirklich mitgebracht hat, wertvoll zu hören, welche Assoziationen und Komplimente andere mit ihnen verbinden. Es fördert unerwartete Einblicke und Wertschätzung.

Warum sollte man auch die Schattenseiten der Stärken benennen?

Das Benennen der Schattenseiten einer Stärke ermöglicht ein umfassenderes und realistischeres Bild der eigenen Person. Es fördert Transparenz, Selbstreflexion und hilft dem Team zu verstehen, wie Stärken in bestimmten Kontexten auch Herausforderungen mit sich bringen können, was wiederum die Zusammenarbeit verbessert.

Kann diese Methode in jedem Team angewendet werden?

Ja, die Methode eignet sich sowohl für neu zusammengestellte als auch für bereits etablierte Teams. Sie bietet einen hervorragenden Einstieg, um das gegenseitige Kennenlernen zu fördern oder bestehende Beziehungen zu vertiefen und die individuellen Beiträge jedes Teammitglieds zu würdigen.

Der Kopf hinter dem Impuls

Die Methode wurde von Jan für sein neues Team entwickelt und in der Podcast-Folge vorgestellt.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

Stärken, Schattenseiten & Überraschungen

Wie lassen sich Stärken im Team sichtbar und erlebbar machen? In dieser Folge stellt Jan eine kreative Methode vor, bei der Gegenstände genutzt werden, um persönliche Stärken und ihre Schattenseiten spielerisch zu reflektieren. Eine einfache, aber wirkungsvolle Übung für mehr Wertschätzung und bessere Zusammenarbeit im Team.

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