6 Fragen, die dich dir selbst näherbringen

6 Fragen, die dich dir selbst näherbringen – Selbstreflexion für dich allein

TL;DR: Jan und Florian bringen je drei Fragen zur Selbstreflexion mit: über das, was du aufschiebst, wer dich im Spiegel ansieht, wen du zuerst suchst, was du an dir liebst, was dir wirklich wichtig ist und welche Zeit sinnvoll investiert war.

Worum geht es?

Normalerweise geht es im Methoden Montag um Teams. In dieser Folge geht es um dich als Individuum. Jan und Florian haben sich die schönsten Fragen zur Selbstreflexion vorgenommen – auch solche, die dorthin führen, wo es nicht so bequem ist.

Viele der Fragen arbeiten mit einem Perspektivwechsel: ein Blick in den Spiegel, ein Raum voller Menschen, ein stiller Beobachter oder der Rückblick vom Ende des Lebens.

Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)

KriteriumDetails
EinsatzgebietSelbstreflexion, Coaching, Wochenrückblick
Zielgruppe / GrößeEinzelpersonen
DauerNicht spezifiziert
MaterialKeines
SchwierigkeitsgradNiedrig

Die sechs Fragen

  1. Was vermeidest du gerade, von dem du weißt, dass du es tun müsstest? Und was wäre der erste kleine Schritt?
  2. Du stellst dich vor einen Spiegel – wer sieht dich an? Der Held, der Vater, der Schläfer? Eine Anlehnung an das Innere Team von Schulz von Thun.
  3. Du betrittst einen Raum mit allen Menschen, die du je getroffen hast. Wen suchst du zuerst?
  4. Was liebst du an dir?
  5. Ein stiller Begleiter schaut dir eine Woche lang über die Schulter. Was würde er denken, was dir wirklich wichtig ist?
  6. Am Ende deines Lebens blickst du auf diese Woche zurück: Wie viel Zeit war sinnvoll investiert?

Der konkrete Mehrwert für das Team

  • Ins Handeln kommen: Die Aufschiebefrage endet mit dem ersten kleinen Schritt.
  • Rollen erkennen: Die Spiegelfrage zeigt, ob gerade ein Rollenkonflikt wirkt.
  • Wertschätzung: Die Selbstliebe-Frage setzt einen Kontrapunkt zu „da muss ich noch wachsen“.
  • Perspektive: Der Blick vom Lebensende rückt Projekte und Präsentationen ins Verhältnis.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Eine Frage wählen: Nicht alle sechs auf einmal – eine Frage, die gerade passt.
  2. Zeit nehmen: Bewusst innehalten, auch wenn die Antwort unbequem wird.
  3. Konkret werden: Bei der Aufschiebefrage den ersten kleinen Schritt benennen und vielleicht gleich fünf Minuten investieren.
  4. Ritual daraus machen: Etwa jeden Mittwochmorgen vor den Spiegel treten oder eine Woche lang jeden Tag etwas Neues finden, das du an dir liebst.
  5. Rauszoomen: Wenn du zweifelst, größere Zeiträume anschauen und sehen, was du schon alles bewältigt hast.

Stolpersteine & Tipps für die Moderation

Bei der Raum-Frage gibt es einen Hinweis aus der Folge: Wer eine belastende Begegnung im Hintergrund hat, lässt diese Frage besser aus.

Wenn es schwerfällt, im Spiegel eine Figur zu erkennen, lohnt die Nachfrage: Versuche ich gerade, allen Rollen gleichzeitig gerecht zu werden?

Der stille Begleiter lässt sich weiterdenken: Wie verändert er sich im Lauf der Woche?

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen sind die Fragen gedacht?

Für dich als Einzelperson. Es geht in dieser Folge nicht um Teams, sondern darum, sich selbst besser kennenzulernen.

Wie oft sollte ich mir die Fragen stellen?

Einige eignen sich als Ritual, etwa die Spiegelfrage einmal pro Woche oder die Selbstliebe-Frage eine Woche lang jeden Tag.

Gibt es Fragen, bei denen ich vorsichtig sein sollte?

Bei der Raum-Frage: Wer belastende Erfahrungen mit einer Begegnung hat, lässt sie besser aus.

Was hilft, wenn ich an mir zweifle?

„When in doubt, zoom out“ – größere Zeiträume anschauen und sehen, was du schon alles bewältigt hast.

Tiefer eintauchen: Die komplette Folge

6 Fragen, die dich dir selbst näherbringen

Wann hast du dir zuletzt wirklich Zeit genommen, über dich selbst nachzudenken? Jan und Florian bringen jeweils drei Fragen zur Selbstreflexion mit – über Aufschieben, Selbstliebe, Prioritäten, wichtige Menschen und die Frage, welche Momente unseres Lebens wirklich zählen. Eine Folge zum Innehalten, Perspektivenwechseln und vielleicht auch zum Entdecken der einen oder anderen unbequemen Antwort.

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