5 Gesetze, die deine Teamarbeit beeinflussen – von Pareto bis Falkland
TL;DR: Florian bringt fünf eponyme Gesetze mit: das Pareto-Prinzip, Ketterings, Parkinsons, Goodharts und Falklands Gesetz. Keine Regeln, an die man sich halten muss, sondern Muster, die ohnehin wirken – und die beim Priorisieren, Problemklären, Messen und Entscheiden helfen.
Worum geht es?
Eponyme Gesetze sind nach ihren Entdeckern benannt. Sie beschreiben etwas, das sowieso so ist – wie Murphys Gesetz, nach dem alles schiefgeht, was schiefgehen kann.
Florian hat fünf davon mitgebracht, die für die Arbeitswelt besonders hilfreich sind. Über das letzte, das Falkland-Gesetz, ist er überhaupt erst auf das Thema gestoßen.
Die Methode auf einen Blick (Methoden-Steckbrief)
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Einsatzgebiet | Priorisierung, Problemklärung in Retrospektiven, Umgang mit Kennzahlen, Entscheidungen |
| Zielgruppe / Größe | Teams und Einzelne |
| Dauer | Nicht spezifiziert |
| Material | Keines |
| Schwierigkeitsgrad | Niedrig |
Die fünf Gesetze
- Pareto-Prinzip: In 20 Prozent der Zeit entstehen 80 Prozent des Ergebnisses – für die letzten 20 Prozent braucht es noch einmal 80 Prozent der Zeit.
- Ketterings Gesetz: Ein Problem ist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert wurde.
- Parkinsonsches Gesetz: Arbeit dehnt sich in dem Maße aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.
- Goodharts Gesetz: Wenn ein Maßstab zum Ziel wird, hört er auf, ein guter Maßstab zu sein.
- Falklands Gesetz: Wenn es nicht notwendig ist, eine Entscheidung zu treffen, ist es notwendig, keine Entscheidung zu treffen.
Der konkrete Mehrwert für das Team
- Bessere Prioritäten: Pareto erinnert daran, dass nicht alles perfekt werden muss.
- Klarere Probleme: Kettering erklärt, warum Retros so viel Zeit ins Verstehen investieren.
- Ehrliche Kennzahlen: Goodhart warnt davor, KPIs zu Zielen zu machen.
- Energie sparen: Falkland erlaubt, unnötige Entscheidungen bewusst liegen zu lassen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Priorisieren mit Pareto: Fragen: Muss das jetzt perfekt werden, oder reichen die 80 Prozent?
- Problem formulieren mit Kettering: Vor der Lösung das Problem hinter dem Symptom klar beschreiben.
- Zeit begrenzen mit Parkinson: Zeitrahmen bewusst setzen – sonst füllt die Arbeit den ganzen Raum.
- Kennzahlen prüfen mit Goodhart: Unterscheiden: Messen wir noch, oder steuern wir nur noch auf die Zahl?
- Entscheiden mit Falkland: Ohne Wichtigkeit und Dringlichkeit bewusst keine Entscheidung treffen – und fragen: Was passiert, wenn wir nichts tun?
Stolpersteine & Tipps für die Moderation
Florian zitiert das Parkinsonsche Gesetz oft in Workshops: Wer zwei Stunden hat, schafft es in zwei Stunden, aber nicht in einer.
Jan ergänzt zum Falkland-Gesetz: Keine Entscheidung ist immer eine Entscheidung für den Status quo. Gerade unter Transformationsdruck ist die Frage „Was passiert, wenn ihr nichts tut?“ eine der wichtigsten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist ein eponymes Gesetz?
Ein Gesetz, das nach seinem Entdecker oder einer Person benannt ist – wie Murphys Gesetz. Es beschreibt etwas, das ohnehin so ist, keine Regel, an die man sich halten muss.
Was sagt Goodharts Gesetz?
Wenn ein Maßstab zum Ziel wird, hört er auf, ein guter Maßstab zu sein. Dann wird die Kennzahl beeinflusst, statt dass sie misst.
Was hat Ketterings Gesetz mit Retrospektiven zu tun?
Ein Problem ist halb gelöst, wenn es klar formuliert ist. Deshalb verbringen Retros so viel Zeit damit, das Problem zu verstehen, statt die nächstbeste Lösung zu nehmen.
Ist keine Entscheidung nicht auch eine Entscheidung?
Ja, Jan ergänzt das: Wer nicht entscheidet, entscheidet sich für den Status quo. Die Anschlussfrage lautet: Was passiert, wenn ihr nichts tut?
Tiefer eintauchen: Die komplette Folge
5 Gesetze, die deine Teamarbeit beeinflussen
In dieser Folge schauen Jan und Florian auf fünf überraschend praktische „Gesetze“ für den Arbeitsalltag – vom Pareto-Prinzip über Parkinson und Goodhart bis zum Falkland-Gesetz. Es geht um bessere Prioritäten, klar formulierte Probleme, den Umgang mit KPIs und die Frage, wann es klüger ist, bewusst keine Entscheidung zu treffen.
